Mehr Rock’n’Roll geht nicht: Erst singt Chuck Berry diesen Song und dann gibt ihm Großmeister Lemmy mit Unterstützung von Allrounder Dave Grohl und dem für Bart und Gitarrentechnik berühmten Billy Gibbons den letzten Schliff. „Run, Rudolph, Run“ hat auch 55 Jahre nach seiner Uraufführung kein Stückchen Biss verloren. Vermutlich aufgrund seiner Ähnlichkeiten mit „Johnny B. Goode“ und „Little Queenie“ geht der Song recht zügig ins Ohr.

Lemmy whiskey-geölte Stimme schmiegt sich an den 12-taktigen Blues. Das ist wohl wahre Vollendung. Der trinkerprobte Motörhead-Fronter ist übrigens ein echtes Christkind: Er wurde am 24. Dezember 1945 geboren. Ob dieses Ereignis in einer Krippe stattfand ist nicht bekannt. Uns würde es aber nicht wundern, wenn Astronomen nachträglich eine wundersame Sternenkonstellation über dem nächtlichen Staffordshire aus dem Jahre 1945 feststellen. Angeblich zogen zu dieser Zeit drei Weise mit einer Flasche Jacky-Cola, einem Hut und einem E-Bass durch die vom Krieg mitgenommene Insel, auf der Suche nach einem Auserwählten.

Run, Rudolph, Run“ erschien übrigens 2008 auf der All-Star Compilation „We Wish You A Metal Xmas And A Headbanging New Year“, die wir euch wärmstens als Soundtrack für die Feiertage ans Herz legen.

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