Schon nach wenigen Takten packt einen das Tanzfieber, wenn die Musik von Waves on Fire erklingt. Eine Band, die nicht nur einen Sprachmix liefert, sondern auch unterschiedliche Genres miteinander kombiniert. Aber es gibt noch einiges mehr über die Band aus Wien zu erfahren.

Was sofort auffällt, ist der Sprachmix aus englischem Gesang von Sara Rida und deutschem Rap von Klaus Fischer. Für die klangliche Untermalung bei Waves on Fire sorgen schließlich die Musiker Julian Eggenhofer (Gitarre), Michael Kahr (Bass), Timm Reinhardt (Drums), Christian Sonderegger (Trompete) und Michael Feurstein (Saxophon). Ab und zu werden die Künstler dann noch von einem Posaunisten bei Live-Auftritten unterstützt, der den Brass-Sound fördert. Achtung, wer die Band jetzt in die Brass-Schublade einordnet, liegt falsch. Hier erklingen noch viel mehr Genres: Popmusik trifft auf Hip-Hop-Beats, Reggae mischt sich mit Ska und ein paar Rockelemente lassen sich ebenfalls finden.

Aber wie kommt es zu einer solch außergewöhnlichen Kombination? Sänger Klaus hat dazu folgende Erklärung: „Ursprünglich hatte ich die Idee von einem Bandnamen und in welche Richtung die Musik gehen soll. Ich wollte eine Band, Rap, eingängigen Gesang und den Klang von Bläsern, das ganze unter dem Deckmantel „Pop“. Aber irgendwie hat sich da eine Eigendynamik entwickelt. Jeder darf sein Ding bei uns machen und bringt sich damit in den Sound mit ein.“ Klingt nach kompliziertem Durcheinander? Nicht bei Waves on Fire. Das Songwriting läuft immer sehr harmonisch ab: Eine komponierte Grundidee wird von einem Musiker ins Studio mitgebracht und dann wird zusammen daran weitergearbeitet. Das Ergebnis ist dann zwar ein „Mischmasch“ aus vielen Ideen, der allerdings konstruktiver Kritik unterzogen werden darf. Auch der Feinschliff des Songs ist Teamsache, sodass alle am Ende mit dem Song zufrieden sind.

Die Sorgen des Alltags vergessen

Die Band will mit ihrer Musik begeistern. Ihr Publikum soll den Moment spüren und die Sorgen aus dem Bad-News-Alltag einfach mal vergessen. Dafür geben sie 100% – selbst wenn das Publikum etwas kleiner ausfällt. Im Interview haben uns Sara und Klaus verraten, dass sie auch schon für nur fünf (Veranstalter und Kellner einberechnet) Personen ein Konzert gespielt haben. Die erste Verunsicherung über die wenigen Zuhörer verflog allerdings sehr schnell, als sie merkten, wie sehr sich diese fünf Personen von der tollen Live-Musik haben mitreißen lassen. „Es ist egal, wie viele Leute da stehen. Wenn man 100% gibt, dann bekommt man 100% zurück“, weiß Klaus seitdem aus eigener Erfahrung.

Merchandise-Stand

Drummer Timm am Merchandise-Stand. Am Ende des Konzerts war kaum etwas übrig. © Waves on Fire

Diese Stimmung, die das Publikum bei Live-Auftritten erzeugt, gibt Waves on Fire immer wieder viel positive Energie für neue Projekte. Laut Rapper Klaus gibt ein Live-Konzert sogar so viel, wie es zehn Proben im Studio tun. Besonders viel Kraft konnten sie bei ihrem wahrscheinlich bisher schönsten Konzert gewinnen: An die Release-Party ihrer EP im April diesen Jahres erinnern sich Sara und Klaus freudestrahlend zurück. Das Publikum konnte nicht genug von der Band bekommen und der Stand mit Merchandise-Artikeln, die Sara übrigens alle selbst designed, war am Ende des Abends so gut wie ausverkauft. Ein weiteres Highlight war ein Folgeauftrag, den die Band direkt nach ihrem Konzert erhielt. Im Herbst werden sie beim Miamausch-Festival in Wien mit von der Partie sein.

Nur gute Laune?

Für gute Stimmung und Partylaune kann die Band also bestens sorgen. Wie sieht es aber mit ernsten oder gar melancholischen Songs aus? Auch das kommt für die sympathischen Musiker aus Wien infrage. Allerdings wollten sie die Songs ihrer aktuellen EP so zusammenstellen, dass sie miteinander harmonieren. Ein trüber Song wäre hier fehl am Platz gewesen. Für ein Album, das im kommenden Jahr erscheinen soll, planen Waves on Fire den ein oder anderen ernsteren Song mit ein.

Aktuell freut sich die Band auf ihren anstehenden Auftritt beim Hafen Open Air in Wien, das vom 12. bis 14. August andauert. Hier wollen sie auf jeden Fall einen guten Eindruck hinterlassen und auf der Sommerbühne für Partystimmung sorgen. Wer noch ein wenig mehr über die Band erfahren will, kann sich auf ihrer Homepage über die neusten Infos und anstehende Konzerte informieren.

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