Der Werdegang von All Faces Down: Über die Anfänge, bandinterne Rückschläge und deren Überwindung, das neue Album und Zukunftspläne der Band.

In der Biographie der Wiener Post-Hardcore-Band All Faces Down sind nicht nur etliche Erfolge verzeichnet, auch bandinterne Rückschläge gab es bereits. Davon ließ sich das Quintett allerdings nicht beirren, überwand die schwierige Situation mit Bravour und zeigt, dass nicht jeder Ausstieg des Sängers auch gleich eine Auflösung der Band bedeuten muss.

Die Anfänge

Die Erfolgsgeschichte von All Faces Down begann im Jahre 2010 in unserer Bundeshauptstadt Wien, als sich fünf junge Musiker zu der Post-Hardcore-Band All Faces Down formierten. Noch im selben Jahr erschien bei ihrem ersten Auftritt im Wiener U4 ihre erste EP namens „Close to the Distance“. Parallel zu ihren ersten Auftritten, die bereits eine Handvoll internationaler Shows beinhalteten, begann das Quintett auch schon, an neuem Material für ihr Debütalbum zu basteln. „Face The Truth“ erschien im Juli 2011. Auch 2011 hatte die noch junge Band genügend Gelegenheit, sich zu promoten. In den Aufzeichnungen der absolvierten Live-Auftritte finden sich nicht nur zahlreiche Shows auf österreichischem Boden mit Bands wie More Than A Thousand oder From Dawn To Fall, sondern auch Gigs in Tschechien, Deutschland, Italien und der Schweiz. Im Frühjahr 2012 begaben sich All Faces Down auch schon auf eine längere Tour nach Russland und in die Ukraine, um ihr neues Video zur Single „Get Wasted“ zu promoten.

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All Faces Down am Nova Rock 2015

Wahre Stehaufmännchen

Zahlreiche Auftritte, nationale und internationale Aufmerksamkeit und eine wachsende Fangemeinde – für die Band hätte es eigentlich kaum besser laufen können. Doch im Frühjahr 2014 passierte etwas, wovor es wohl jeder Band graut: Sänger Georg Messner und sein Bruder, Gitarrist Roman Messner, der zusätzlich auch für die Backing-Vocals zuständig war, verkündeten ihren Ausstieg. Das stellte die verbliebenen Bandmitglieder nicht nur vor das Problem, nun „ohne Stimme“ dazustehen. Nicht nur einer, sondern gleich zwei neue Mitstreiter mussten gefunden werden – falls die Band denn fortbestehen würde. Doch Alvin Ehrnberger, Florian Rauscher und Christopher Stummer wollten die Band nicht aufgeben und gingen das Risiko ein. Und sie hatten Glück: Mit Sänger Lukas Mantsch, der auch für Dreaded Downfall am Mikro steht, und Gitarrist Corey Ljubi wurden würdige Nachfolger gefunden. Man fand schnell zueinander und begann auch umgehend damit, an neuem Material zu arbeiten. Im September wurde dann die erste Single in der neuen Formation veröffentlicht. „Moments“ brachte zur Erleichterung der Band viel positives Feedback seitens der Fans mit sich.

Zukunftspläne

Schnell war allen klar, die Band auf jeden Fall weiterzuführen und nochmal so richtig Gas zu geben. Sich vollkommen auf die Band zu konzentrieren und ein neues Album aufzunehmen, ist aber in der Realität natürlich leichter gesagt als getan. „Wir alle haben Jobs, müssen unsere Miete zahlen und dennoch genügend Zeit freischaufeln, um an den Wochenenden Konzerte spielen zu können. Da ist freie Zeit, um das neue Album zu schreiben, natürlich sehr rar. Deshalb gehen wir es etwas ruhiger an und wollen nichts erzwingen“, so Bassist Florian Rauscher.
„Mit den neuen Mitgliedern in der Band hat es natürlich auch etwas gedauert, bis sich alle aufeinander eingestellt haben und man herausgefunden hat, was man erreichen möchte und in welche musikalische Richtung es gehen soll. Jetzt sind wir glücklicherweise an genau diesem Punkt, an dem wir diese Frage für uns selbst beantwortet haben. Wir haben unzählige Songs geschrieben, die vielleicht überhaupt nicht auf das neue Album kommen, aber wir haben den gemeinsamen Nenner gefunden – eine fundierte Basis, auf der wir jetzt aufbauen, um das bestmögliche All Faces Down-Album zu schreiben. Wir peilen auf jeden Fall 2016 als Release-Jahr für das neue Album an und werden uns bemühen, diesen Meilenstein einzuhalten“, verriet er außerdem.

Natürlich dürfen da auch Auftritte nicht fehlen, die für die Band immer wieder etwas Besonderes sind: „Wir lieben es einfach, auf der Bühne zu stehen und mit den Fans/Freunden/Zuschauern zu feiern.“ Für Anfang 2016 wolle man sich dann aber erstmal etwas zurücknehmen, um für das neue Album einen freien Kopf zu haben und es in zwangloser, kreativer Atmosphäre fertigzustellen.
Wir sind jedenfalls schon gespannt und wünschen All Faces Down alles Gute!

All Faces Down live

Hier spielen All Faces Down demnächst:

Samstag, 12. September: Sound Valley Festival in Freistadt, Oberösterreich
Samstag, 17. Oktober: Metalnight Outbreak in Vorchdorf, Oberösterreich


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