Die steirische Band Ancore bespielt seit sieben Jahren mit ihrer Mischung aus Metalcore und Pop-Punk diverse Stages in Österreich. Das ist ihre Geschichte.


Seit 2008 ist das Rezept von Ancore, nämlich Metalcore mit etwas Pop-Punk, ein weit verbreitetes Schmankerl in der steirischen Metal- und Rocklandschaft. Die Jungs aus Bärnbach sind seit sieben Jahren aktiv und beweisen sich sowohl mit E-Gitarren im Gepäck als auch am Akustik-Set. Warum eine Hausparty den Stein erst ins Rollen gebracht hat, was sie am Dachboden so treiben und wo Fans und Neugierige sie demnächst live erleben können, erfahrt ihr hier.

Von besten Freunden und der lieben Heimat

ANCORE

Vor Ancore kannte man die vier Jungs als „Trust“.

Dass hinter der Band auch ein solides Freundschaftsgerüst steckt, beweist allein die Tatsache, dass sie noch immer in derselben Besetzung zu sehen sind, wie eh und je. Burgi, Drummer, Andy, Leadgitarrist, und Tim, Gitarrist und Sänger,  trafen bereits in der HTL aufeinander und wurden beste Freunde. Zusätzlich waren sie damals schon sehr musikaffin und kamen bald auf die Idee, gemeinsam einige Jamsessions zu veranstalten. Der vierte im Bunde, Harry, begleitete das Trio zuerst nur fleißig an den Wochenenden beim Fortgehen. Eines Tages jedoch beschloss er, eine Hausparty zu machen, und lud Tim, Burgi und Andy ein, einen kleinen Auftritt zu absolvieren. „Ich war von ihrer Vorstellung begeistert und kaufte am nächsten Tag eine Bassgitarre“, erinnert sich Harry, der heute für Bass und Gesang zuständig ist. „Wir waren also komplett.“

Den ersten Gig unter dem Namen Ancore feierten sie am Rosevalley Festival in Voitsberg. „Wir waren ziemlich nervös, da wir das erste Mal nur unsere eigenen Songs vor größerem Publikum präsentierten. Aber der Gig kam sehr gut bei den Leuten an“, erzählt Harry. Davor waren sie nämlich unter dem Namen Trust unterwegs gewesen und hatten größtenteils bekannte Songs gecovert. Auch sieben Jahre später haben sie noch großen Spaß an Shows in der Heimatregion und erinnern sich sehr positiv an das heurige Bär Rock in Bärnbach: „Es war eine Megastimmung! Am Schluss standen mindesten zehn Fans mit uns auf der Bühne und wir rockten gemeinsam ab. Solche Momente sind unvergesslich!“

Weit hinaus mit einer Mischung

Doch Ancore sind nicht im steirischen Bezirk hängen geblieben, sondern bespielten bereits den Brandwagen am Nova Rock 2009, waren beim Schladming Ski-Opening zu sehen, gingen als Sieger des Local Heroes Bandwettbwerbs der Steiermark 2011 hervor und rockten 2015 das Donauinselfest. Auch wenn sie schon große Meilensteine gemeistert haben, geben sie die Hoffnung nicht auf, eines Tages vielleicht auf der Blue- oder Red Stage des Nova Rock zu stehen. Auch mit Rise Against, Parkway Drive oder A Day to Remember würden sich die vier Steirer gerne einmal die Bühne teilen. Wer weiß, was die Zukunft für die motivierte Kombo noch bereithält.

Eines steht für Ancore aber fest, nämlich ihr Erfolgsrezept. „Harte Gitarrenriffs, Doublebass Passagen mit Shouts, gefolgt von zweistimmigen Vocals und Gitarren. Das ist unsere Mischung, das gefällt uns am besten, dem wollen wir treu bleiben“, beschreibt Harry die Must-Haves ihres Stils. Tatsächlich hat es der Clear Gesang, gepaart mit kräftigen Screams, schnellen Drums und dem ein oder anderen Breakdown im Gefüge in sich. Mit den für Metalcore typischen Melodie- und Rhythmuswechseln zeigen Ancore auf jeden Fall das nötige Potential, um auch die Grenzen Österreichs hinter sich zu lassen.

Perfektion und Akustik

Trotzdem reifen die vier Jungs von Jahr zu Jahr und die Songs werden stetig kompakter. „Das Komponieren wird auch immer schwieriger, da wir unsere neuen Songs noch genauer ausarbeiten und perfektionieren als die vorigen“, erzählt Harry, der größtenteils die Grundideen der Songs – Melodien, Textteile oder einfache Wörter – mit in den Proberaum bringt. Apropos Proberaum: Es ist Zeit, die Frage nach dem Dachboden zu beantworten.

ANCORE

Für Ancore steht ihr Bandname für Anker, Halt und Zusammenhalt und Freundschaft.

Dass Ancore heute tatsächlich „Ancore“ heißen, war noch vor einigen Jahren eine 50-prozentige Chance. Mit im Rennen um den Bandnamen war „The Attic Story“, da der erste Proberaum der Jungs ein Dachboden war. Per Zufall wurde aber das Kärtchen mit „Ancore“ gezogen und der zweite Name wurde zum ersten Albumtitel. Heute ist der Proberaum nicht länger zwingend ein Dachboden, aber dem Raum Voitsberg sind sie in dieser Hinsicht treu geblieben.

Zu diesen Dachboden-Zeiten entwickelten Ancore auch ihre zweite Auftrittsweise: „2008 gaben wir mit einer zweiten Band ein Weihnachtskonzert. Da unser ‚normaler‘ Stil für den Anlass etwas zu hart war, beschlossen wir, unsere Songs mit Akustikgitarren vorzutragen.“ Eine Richtung, die Ancore vor allem in diverse Irish Pubs und vor ein noch größeres Publikum brachte. Auf die Frage, was ihnen denn nun besser gefiele, harte E-Gitarren oder emotionales Akustik-Set, antwortet Harry wie folgt: „Die Mischung macht es aus. Nach zwei bis drei Unplugged-Konzerten nehmen wir auch sehr gerne wieder die E-Gitarren in die Hand.“

Upcoming

In nächster Zukunft darf man Ancore am 30. Oktober 2015 in ihrer Unplugged-Version in Spittal in Kärnten bewundern. Für den 6. Februar 2016 ist auch bereits ein Termin in Amstetten fixiert. Weitere Daten für Livekonzerte werden laut Harry noch folgen. Eines steht für ihn aber bei jedem Konzert fest: „Man spürt einfach, dass wir mittlerweile seit elf Jahren zusammen auftreten. Diese Erfahrungen, eine fette Bühnenperformance und volles ‚Abgehen‘ machen Live-Konzerte von uns auf jeden Fall sehenswert.“

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