Ein junger Norweger in New York. Cashmere Cat macht elektronische Musik vom Feinsten und gemeinsame Sache mit Kanye West und Ariana Grande.

Cashmere Cat live

Cashmere Cat live

Hinter dem Namen steckt, wider aller einst online gestreuten Gerüchte, kein Mädchen. Dafür aber ein zarter, langhaariger Junge. Der hat es allerdings faustdick hinter den Ohren, zumindest erwecken seine Beats diesen Eindruck. Es handelt sich um den Norweger Magnus August Høiberg.
Cashmere Cat steht für wilde Beats und sanfte Melodien. Elektronische Symphonien, in denen asiatisch klingende Flöten genau so unterkommen, wie Glocken zu tiefen Bässen.
Was er an den Turntables kann, hat er sogar schon bei den DMC World DJ Championships zeigen können, wo er Norwegen vertreten hat. Einen Namen in der Szene der elektronischen Tanzmusik machte er sich mit Remixes und Edits von Größen wie Lana Del Rey, 2 Chainz und Jeremih. Der Edit von 2 Chainz’ “No Lie” verschaffte ihm Platz 1 auf der Liste der “25 Awesome Genre-Benders of 2012” des “Vibe”- Magazins. Darauf hin wurde er von Benny Blanco zur Zusammenarbeit eingeladen und der erste Schritt in Richtung USA war gemacht.
Darauf folgten dann echte Features. Im Hintergrund als Produzent gewirkt hat er schon für Ty Dolla $ign (“Drop That Kitty”) und Kid Ink (“Body Language”). Auf Kanye West’s “So Help Me God” wird das von Cashmere Cat und Sinjin Hawk produzierte “Wolves” zu hören sein.

“Wedding Bells EP”

Mittlerweile in New York ansässig, fand der Norweger schnell neue Inspiration. Aufmerksam auf den jungen Producer bin ich im Jahr 2014 durch seine “Wedding Bells EP” geworden. Die wurde im Februar 2014 beim Glasgower Label „LuckyMe“ released.
Darauf zeigt er, was er in Punkto Sampling drauf hat. Er verflechtet Stimmen, dumpfe Drums, starke Bässe und dazu ein komplexes Melodiegespinn aus Glocken- und Synthesizerklängen zu einem wunderbaren Gewebe. Mal verträumt, mal knallig, mal wie der perfekte Soundtrack zu Schmetterlingen im Bauch. Der Skandinavier beweist erneut, dass er mit ausgesprochener Leichtigkeit und einem besonderen Gespür für Spannungsaufbau seine Beats baut. Er wechselt gekonnt ab, zwischen laut und leise, wild und zahm, rau und sanft und macht seinem Namen damit alle Ehre!
Dabei behält die gesamte EP einen ostasiatisch klingenden Touch. Die Auswahl der melodiegebenden Sounds ist Schuld, da hört man Zupf-und Blasinstrumente und im Hintergrund erahne ich einen mini-Gong.

“Mirror Maru EP”

Die EP “Mirror Maru” ging “Wedding Bells” voran. Sein Debut wurde 2012 beim belgischen Label “Pelican Fly” veröffentlicht. In seiner Wirkung ist es etwas zurückhaltender, als das Nachfolgewerk. Der Klangteppich von der Cashmere Katze ist etwas leichter und feiner gewebt, außerdem klingt hier kein asiatischer Sound durch. Stattdessen kommen die vier Tracks “Mirror Maru”, “Kiss Kiss”, “Paws” und “Secret + Lies” in ihrem Sound ziemlich klar aus einer anderen musikalischen Ecke. Die Beats klingen nach R’n’B und Hip Hop mit elektronischer Überarbeitung. Ziemlich lässig! Das Gesamtkonzept klingt in seiner Reduziertheit sehr skandinavisch. Das fand schnell nicht mehr nur eine kleine Fangemeinde gut. Der gleichnamige Titelsong von “Mirror Maru” wurde 2013 Teil des Soundtracks für “Grand Theft Auto V”.

Unterwegs mit Ariana Grande

Sein neuster Coup ist die Zusammenarbeit mit Ariana Grande. Er hat an ihrem Album “My Everything” mitgearbeitet, das 2014 die Charts in den USA anführen konnte. Auf der Welttournee des US-Stars, „The Honeymoon Tour“, ist Cashmere Cat auch dabei und begleitet sie als eine der Vorbands.
Auch für die neueste Single “Adore” von Cashmere Cat haben sich die beiden zusammen getan. Ariana Grande schenkt dem Track ihre Stimme. Das Teenie-Idol besingt ihre Liebe zu ihrem aktuellen Schwarm, während einem bei Cashmere Cat’s Beat ganz warm ums Herz wird.

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