Das nennt man mal Raketenstart!

CANS ist eine noch sehr junge, aber aufstrebende Band aus Linz, bestehend aus Grurl am Mikro, Mario und Zeis an den Gitarren, Kalle am Bass und Robert am Schlagzeug.

Die meisten der fünf Mitglieder waren vor CANS schon in anderen Bands (beispielsweise Robert bei Below the Branches, Mario bei Almost Failed) – jetzt haben sie gemeinsam das neue Projekt gestartet. Selbst beschreiben sie ihr Genre als „Weed Punk“, grundsätzlich gehen sie in Richtung Pop Punk – aber, wie schon so oft gesagt, was sind schon Genres?

Gegründet wurde die Band im Juli 2013, und kurz danach wurde das Demo 420 veröffentlicht, das als eine Art Starthilfe für die Band diente. Die vier Songs, die es als gratis Download auf der Bandcamp Seite der Band gibt, brachten den Jungs mächtig gutes Feedback ein. Beflügelt von den ersten Erfolgen nahmen CANS zwei weitere Songs auf und gemeinsam mit zwei Songs, die schon auf 420 vertreten waren, wurden die dann zur ersten EP STOKED & STONED (auch als gratis Download auf Bandcamp erhältlich). Pläne für eine zweite EP mit vier brandneuen Songs gibt es auch, das geplante Release-Date ist der 12 Juli. An dieser Stelle machen wir natürlich gerne Werbung für die Release Show, die an eben diesem Tag im Burnside in Linz stattfindet (Link zum Event). Unterstützt werden CANS von Makeshift Promise, einer Pop Punk Band aus Ungarn.

Ich frag‘ ja gern nach der Herkunft der Bandnamen (hauptsächlich, weil ich weiß, dass das die meisten Bands ziemlich nervt :D). Dazu hat Drummer Robert eine sehr witzige Story:

„Der Name war für uns, als wir alle Mitglieder der neuen Band zusammen hatten, eine wirklich große Hürde. Es wurde Stunden diskutiert, wie wir uns nennen sollten, und nichts kam dabei heraus. Also beschlossen wir alle miteinander auf ein Konzert zu fahren, gewaltig Party zu machen und der Name sollte aufgrund der Geschichte des Abends entstehen. Im Rausch hat aber keiner von uns auch nur einen Gedanken an den Bandnamen verschwendet. Das Einzige, was uns von diesem Abend im Kopf blieb, war das Bild von unserem Bus, mit dem wir hingefahren sind, bei dem jedes Mal, wenn jemand die Tür öffnete, um etwas zu holen, mindestens 3 Bierdosen herausflogen, weil wir bei der Hinfahrt schon so viel getrunken hatten. Der Name sollte also CANS sein, so wie Dosen, weil wir natürlich alle gerne Dosenbier trinken.“

CANS machen so ziemlich alles, was die Band betrifft, selbst. „DIY“ (Do It Yourself) nennt sich das Ganze. Warum? Hauptsächlich aus Geldgründen. Aber im Trend ist das DIY-Ding auf jeden Fall auch. Wer in einer Band ist, oder mit Bands zu tun hat, weiß sicher, wie tief man in die Tasche greifen muss, um Band-Shirts, CDs, Logos etc. zu bekommen. Deswegen machen viele Bands das einfach selbst. CANS haben ihre Shirts selbst bedruckt und gebatikt (die sehen übrigens echt richtig gut aus, und ihr solltet definitiv welche kaufen ;) ) und die CD Hüllen aus Papier gefaltet. Bassist Kalle ist Grafiker, und macht die Logos und Flyer alle selbst. Das Beste daran: wenn man etwas kauft, hat man auch wirklich ein Unikat in der Hand. Ziemlich cool!

Robert meint: „Der Vorteil liegt einfach darin, wirklich viel Geld zu sparen, und ein Spaß ist es natürlich auch, wenn man sich mal nicht zum Proben, sondern zum „Basteln“ trifft.“

Vor ungefähr einer Woche sind CANS von ihrer ersten Tour zurückgekommen. Robert erzählt:

„Die Tour war von den Shows her der Hammer, und von den Afterpartys her das komplette Desaster. Da wir ja alle ziemliche Chaoten sind, ist es nicht wunderlich, dass es jeden Tag wieder ein komplett verrücktes Highlight gab. Teilweise sind alle zum Schlafplatz gefahren und haben Einen stehen gelassen, oder wir wurden beim Schwarzfahren mit der Straßenbahn verhaftet. Beim letzten Konzert in Polen wollte das Publikum eine Zugabe, und wir hatten keinen Song mehr, als jemand meinte wir sollten die Bro Hymn von Pennywise spielen. Nur Kalle am Bass konnte die Melodie, die war schnell Mario auf der Gitarre beigebracht und ich habe mir die Parts einfach ausgedacht. Es kam soweit, dass ein Pole einen Backflip von der Bühne probieren wollte, der aber komplett in die Hose ging. Alles in allem eine komplett verrückte Show. Natürlich haben wir auch total viele neue Freunde kennengelernt, vor allem die Promoter und die Leute wo wir geschlafen haben, ein fettes Dankeschön nochmal an alle, die uns so großzügig aufgenommen haben!“

Erst vor ein paar Tagen haben sie ihr erstes Musikvideo online gestellt. Der Song heißt „Sweesh“ und wird auf der neuen EP, die im Übrigen den Titel „Blood, Sweat and Beers“ tragen wird, vertreten sein. Der knapp einenhalb Minuten lange Clip zeigt die Jungs bei ihren Lieblingsbeschäftigungen. Demnächst könnt ihr CANS beim „Rocken gegen Rechts“ sehen, dort spielen sie am 21. Juni. Danach ist am 12. Juli die EP-Release Show, und dann ist in Sachen Live-Shows erstmal nichts geplant.

CANS gibt’s jetzt seit noch nicht einmal ganz einem Jahr, und sie haben schon in fünf verschiedenen Ländern gespielt – und bringen bald die zweite EP heraus. Das darf man durchaus als Raketenstart bezeichnen, Hut ab.

Weitere Infos findet ihr wie immer auf www.music-news.at!

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.