Catastrophe & Cure wandern weiter auf den schönen Pfaden der Musik. Catastrophe & Cure stehen für gefühlvollen, verträumten Indie und beehren seit 2009 die österreichische Musiklandschaft. Sie kommen aus Oberösterreich, genauer gesagt aus dem kleinen Städtchen Steyr, welches für die Indie-Szene nicht unbedeutend ist. Seit Mitte der Neunziger kommen von dort immer wieder wichtige Bands wie Naked Lunch oder Superformy zum Vorschein. Eigentlich sind Catastrophe & Cure schon die Nachzügler dieser Welle, doch tragen sie ihr Erbe erfolgreich durchs Land. Kaum jemand aus unseren Breiten klingt so international und weltoffen.

Nicht umsonst hat FM4 schon vor Jahren Gefallen an ihnen gefunden. Laut ihrer Aussage ist 2012 die erste Single Shipwreck einfach „passiert“ und wurde mit Dauerairplay belohnt. Mit diesem Song waren sie auf Platz zwei der FM4-Charts und erhielten auch die Auszeichnung für die Soundparkband des Monats. Nun hatten sie die Tür des Erfolges natürlich sehr weit aufgestoßen und mussten sie nur noch durchschreiten. 2012 veröffentlichten sie ihr Debut-Album Like Crazy Doves und gewannen ein Jahr darauf den FM4 Amadeus Music Award.

Die Kunst der Wahrnehmung

Doch was macht Catastrophe & Cure, eine noch sehr junge Band, so erfolgreich, so einzigartig? Die sechs Burschen um Sänger Johannes Eder sind live einfach eine Erscheinung. Die leicht melancholischen Songs werden immer mit so viel Gefühl gespielt und mit dem Herzen auf der Zunge vorgetragen.
Ihre Alben revolutionieren den heimischen Indie-Pop zwar nicht, fassen aber viele Einflüsse und Stile zusammen. Sie sind voller schöner Momente und vereinen analoge Instrumente mit elektronischen Beats und Samples. Verträumte Texte und entspannte Harmonien verleihen ihrer Musik ein angenehmes Lebensgefühl und vermitteln so glaubhaft das Bild ihrer Generation. Man hat beim Zuhören immer ein lockeres Gefühl, sieht sich vor dem inneren Auge im Wald sitzen, oder im Spätsommer bei einer lauen Brise im Blumenfeld liegen.
Catastrophe & Cure erinnern stark an musikalische Größen wie Arcade Fire oder Bombay Bicycle Club, schaffen es aber trotzdem, ihren jugendlichen Charme zur Geltung zu bringen. Dazu kommen noch ihre markanten Gesichter und ihr Stil im Allgemeinen. Sie haben Ausstrahlung und wissen, wie sie gekonnt damit umgehen müssen.

Kein Ende in Sicht

(c) Catastrophe & Cure

Das Cover von Catastrophe & Cure – Like Crazy Doves – © Ink Music

Dieses runde Gesamtpaket hat ihnen schon einige überregionale Auftritte eingebracht. Sie waren am Popfest, dem Donauinselfest und heuer beim FM4 Frequency Festival. Man sieht also, dass sich die Marke FM4 durch die gesamte Bandgeschichte zieht, passen sie doch zum Sender wie die Faust aufs Auge. Unbestreitbar ist aber, dass es in Österreich kaum einen besseren Unterstützer für eine junge Band wie Catastrophe & Cure geben kann. Das zweite Album Undeniable/Irresistible wurde am 10. April 2015 veröffentlich und gab ihren Fans den lange ersehnten Nachschub. Nun stehen auch wieder viele neue Konzerte vor der Tür, denn nach der Festival-Tour ist vor der Club-Tournee. Bis Mitte Dezember spielen sie sich durch Mitteleuropa und werden sicherlich einige neue Fans für sich gewinnen. Leider weiß man noch nicht, ob zukünftige Aufnahmen für einen neuen Tonträger geplant sind. Eines ist aber ganz sicher – ihr Stern wird weiter steigen. Wie hoch liegt allein in ihren Händen.

Tourdaten

13. November – Red Box – Mödling
27. November – Studio 672 – Köln
28. November – Soho – Augsburg
29. November – Scheune – Dresden
30. November – 1210 – Stuttgart
02. Dezember – Pitcher – Düsseldorf
03. Dezember – Prinzenbar – Hamburg
04. Dezember – Kantine am Berghain – Berlin
06. Dezember – Ampere – München
11. Dezember – Gashof Neuwirt – Wattens
16. Dezember – Chelsea – Wien

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