Die schlechte Nachricht: PROMETHEUS sind Geschichte. Die gute: Die Bandkonstellation bleibt bestehen und macht unter dem Namen DHARK weiter.

Eigentlich sollte das hier ein ganz normales Feature über die österreichische Band PROMETHEUS werden, die so viel Talent und internationales Potential hat, dass man gar nicht anders kann, als sie vorzustellen und jedem Metal-Fan ans Herz zu legen. Doch wie das Leben so spielt, kommt es immer wieder zu überraschenden und unvorhersehbaren Änderungen. PROMETHEUS sind Geschichte und aus ihrer Asche entsteigt DHARK, eine neue Band mit gleicher Besetzung, aber einer anderen und weiterentwickelten musikalischen Herangehensweise. Im letzten Jahr begab sich die Band ins Studio, um als PROMETHEUS ein weiteres Album aufzunehmen. Doch dann kam alles etwas anders, als geplant. „Bei den Arbeiten am neuen Album haben sich vor uns und für uns wichtige Änderungen und Überlegungen aufgetan. Was wollen wir, wohin soll es gehen. Es waren schwere, aber notwendige Entscheidungen zu treffen, kurzum haben wir uns dazu entschlossen, den Namen PROMETHEUS hinter uns zu lassen, und wagen einen Neustart als Band, unter dem Namen DHARK”, so Frontmann und Gitarrist Matthias. „Der Grundstein dafür war sicherlich unsere gemeinsame Woche, mit Instrumenten zurückgezogen auf einer verlassenen Hütte. Eine Art Findungsprozess für uns selbst und als Band.“

Neue musikalische Wendungen

Auch in eine neue musikalische Richtung soll es ab sofort gehen. Wurde die Musik von PROMETHEUS noch als Soundtrack Metal bezeichnet, wird mit
DHARK ein neuer Weg eingeschlagen. Das neue Album „Darkness Amplified” tendiert zu Prog- und Doom-Klängen. Lyrisch will man mit DHARK ebenfalls neue Wege gehen. Das simple aber effektive Konzept: Authentizität. Das ist auch einer der Gründe, weshalb sich die Band für einen neuen Namen entschied. Leicht fiel das verständlicherweise nicht, immerhin gab es PROMETHEUS fast sechs Jahre, allerdings existieren noch einige andere Bands unter diesem Namen. Die Metamorphose von PROMETHEUS zu DHARK verlangte nach einem neuen, einzigartigen Bandnamen. Die neuen Songs beschäftigen sich mit dem Menschen und erforschen dabei die Untiefen des Daseins. Die Musik auf „Darkness Amplified” will den Zuhörer mit Themen und Gefühlen konfrontieren, die man ansonsten gerne verdrängt. Man merkt: DHARK sind nicht als leichte Kost zu verstehen, sondern möchten reflektieren und inspirieren.

Eine weitere Besonderheit hat „Darkness Amplified” aber noch zu bieten: Es ist das erste im Studio entstandene Album. Alle Vorgänger unter dem Namen PROMETHEUS waren reines Home Recording, sprich programmierte Drums und im Proberaum eingespielte Vocals. Dass dieser Schritt in vielerlei Hinsicht eine Wohltat war, wird schnell deutlich: „Bei Norbert Leitner im Studio haben wir uns sehr wohl gefühlt. Er gab uns die Möglichkeit, unser Vorhaben, das Album live zusammen einzuspielen, umzusetzen. Wir wollten so gut es geht unseren Live-Sound rüberbringen und die dabei entstehende Energie freisetzen.”
Apropos live: Die ersten Tourdaten stehen ebenfalls bereits fest. So werden DHARK Mitte September ein weiteres Mal am STP Metalweekend im frei:raum St. Pölten zu sehen sein, einen Tag später wird dann am Rock im Zug in Schwechat gerockt.

Der Mensch im Vordergrund

DHARK steht nicht nur für musikalische, sondern auch zwischenmenschliche Weiterentwicklung. PROMETHEUS wurde damals als Soloprojekt von Sänger und Gitarrist Matthias ins Leben gerufen und entwickelte sich so von einer „Ein-Mann-Show” zu einer richtigen Band. Mit DHARK fängt man nun gemeinsam bei Null an, jeder bringt sich gleichermaßen ein und seine Stärken innerhalb der Band zur Geltung. Die Zukunft von DHARK hat also offiziell begonnen. Pläne gibt es ebenfalls schon zuhauf. Ganz oben auf der Liste: Selbstverwirklichung. Ohne sich irgendwelche musikalischen Grenzen zu setzen, wollen DHARK alles zulassen, ein paar Mauern einreißen, Brücken bauen und viel live spielen. Wo gespielt wird, ist allerdings nicht von primärer Bedeutung. „So viel wie möglich, von ganz klein bis ganz groß. Hauptsache, wir können unsere Musik so vielen Menschen wie möglich nahebringen”, lautet die Devise. Der Mensch spielt also nicht nur in lyrischer Hinsicht auf „Darkness Amplified” eine wichtige Rolle, denn ein weiteres wichtiges Zukunftsziel für die Band ist es, vielen Menschen zu begegnen und sie mit ihrer Musik zu bewegen. Außerdem will man noch ein paar Alben schreiben, aufnehmen und auf Tour die Welt sehen. Dass ihnen das gelingt, davon sind wir absolut überzeugt. Mach dich bereit, Welt, hier kommen DHARK.

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