Eosin – klingt wie Parkway Drive, Killswitch Engage und the Sorrow, träumt von Wacken und dem Nova Rock und bedeutet auf griechisch so viel wie Morgenröte.


2011 sind Eosin in die österreichische Metal-Landschaft getreten. Wurden sie ein Jahr danach, als sie ihr Debütalbum „I“ veröffentlichten, von dem Magazin Stormbringer noch als die „österreichische Bullet For My Valentine Light Ausgabe“ bezeichnet, haben sich die fünf Jungs aus Graz mittlerweile zu einer soliden Metalcore Konstellation gemausert. Wir haben uns den Werdegang der jungen Band genauer angeschaut.

Klingt wie …

Walter und der erste Drummer der Band, Amir, spielten bereits vor dem Projekt Eosin gemeinsam in einer Band namens Suffix. Wie so oft, traf der Großteil der Mitglieder in der Schule aufeinander und beschloss, eine Band zu gründen. Gesagt, getan – und nachdem Walter, Amir, Arthur und Martin auch noch den richtigen Bassisten in Michael gefunden hatten, konnte es losgehen. Wohin ihre musikalische Reise gehen sollte, darin waren sie sich jedoch noch nicht ganz einig. So kam es, dass Amir die Band verließ und, nach einem kurzen Gastspiel von Martin Klement, Sebastian die Rolle des Drummers übernahm.

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Eosin – das sind Walter, Michael, Martin, Arthur und Sebastian aus Graz. (c) remember42

In der heutigen Besetzung ist ihr Stil klar definiert als eine Mischung aus aggressivem Fundament und harmonischen Refrains. Beeinflusst wird dieser Mix vor allem durch andere bekannte Metalcore Bands wie Parkway Drive, Killswitch Engage, The Sorrow und Phinehas. „Meistens enthalten unsere Songs kantige, technische Riffs mit Screams. Refrains sind in der Regel clean, oft mit Backing Vocals. Ein Breakdown ist auch gerne dabei“, beschreibt Gitarrist und Backing Vokalist Martin Blaß den Sound von Eosin. Daraus ergibt sich ein harmonischer und einheitlicher Klang, dem womöglich nur noch ein paar knochenzersplitternde Growls hinzuzufügen wären, um so ziemlich jeden Fan des Genres zu überzeugen.

Bei Eosin ist es eindeutig die ideale Kombination von zu Metalcore hervorragend passenden Clear Vocals mit Tiefgang, emotionalen und mitreißenden Screams und einem treibenden Instrumentalpart, die die Band groß werden lässt. Dieser Zusammensetzung bleiben sie in so gut wie jedem Song treu. Auch auf ihrem jüngsten Werk, „Pathways“, zeigen sie, was sie in den vergangenen Jahren gelernt haben. Die Jungs rund um Sänger Arthur Kroisel haben definitiv ihre Hausaufgaben gemacht – und von einem Bullet For My Valentine Light Verschnitt ist beim besten Willen nichts mehr zu hören.

Träumt von …

Nicht nur das Plattenkonzept von Eosin fügt sich hervorragend in die Breiten des Metalcore ein – ihre Live-Shows sind mindestens genauso emotional, aggressiv und voller Energie. „Wenn man sich in den Zuseher hineinversetzt, muss man das Gefühl haben, dass von der Bühne viel Energie und Emotion ankommt“, beschreibt Martin ihre Motivation, um live so richtig Gas zu geben, „Nichts ist langweiliger, als eine Live-Performance, in der jeder Musiker starr in seiner eigenen Welt spielt.“

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Live geben Eosin stets alles, um dem Publikum einzuheizen. (c) remember42

Ob sie es mit diesem Konzept auf große Bühnen wie die des Nova Rock oder gar des Wacken Open Airs schaffen werden, steht noch in den Sternen – ihr Wunsch wäre es auf jeden Fall. Zu den Highlights ihrer Live Shows können sie aber bereits ihre Supportrolle für Memphis May Fire, einer Metalcore-Band aus Texas,  und für The Sorrow am Audioburst Festival zählen. Ganz oben auf der Wunschliste steht allerdings ein Support-Act für Parkway Drive oder Killswitch Engange: „Für diese Bands das Publikum aufzuheizen, wäre unglaublich lässig.“

Bedeutet so viel wie …

Liegen die musikalischen Wurzeln von Eosin auch eindeutig im Metalcore, so sind ihre sprachlichen Fundamente flexibel. In ihren Songs geht es um persönliche Themen, lebensphilosophische Aspekte, Religion und Politik. Auf „Pathways“ versuchen sie, ihre Einstellung zum Leben und zur Musik kund zu tun. Im Großen und Ganzen handelt der Text aber einfach davon, „was dem Arthur gerade so durch den Kopf geht und ihn beschäftigt“, erzählt Martin.

Der Bandname Eosin kam mehr oder weniger zufällig zustande. Arthur entdeckte den Begriff nämlich beim Lernen – die fünf Musiker studieren übrigens alle und gehen geringfügigen Beschäftigungen nach. Das Wort schien vor allem deshalb gut zu passen, weil es ein alles andere als alltäglicher Name für eine Band ist. Die Bedeutung des Begriffs war bei der Wahl letztendlich wohl eher nebensächlich, ist allerdings in der Chemie angesiedelt. Eosin ist ein roter Farbstoff, der zum Beispiel zur Färbung von Textilien oder Papier verwendet wird. Auf Griechisch bedeutet der Begriff so viel wie Morgenröte – eine Begriff also, der vor allem die emotionale Seite der Band wiederspiegelt und wie werden sehen, wie sie den österreichischen Metalcore noch weiter färben werden.

Upcoming

Wer nun mehr von dem Sound der fünf Jungs aus Graz hören und auch sehen möchte, der hat bereits diesen Sonntag bei der All Austrian Metal Night in der ((szene)) Wien die Gelegenheit dazu. Bis Ende 2015 sind sie außerdem noch in Graz und Umgebung zu bestaunen, Genaueres dazu auf Facebook. Im Februar 2016 gehen sie auf eine Tour mit Down The Sunset, einer Post-Hardcore und Metalcore Band aus der Steiermark, die sie nach Deutschland, Tschechien und in die Slowakei führen wird. Den Jungs steht also ein aufregendes Jahr bevor und wir dürfen gespannt sein, wohin ihre Reise noch gehen wird.

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