Erebos aus Murau verband schon vor ihrer Gründung eine enge Freundschaft. Was ihr Bandname überhaupt bedeutet, ihre Pläne für 2016 uvm. erfahrt ihr hier.


Erebos ist eine sechsköpfige Band aus dem steirischen Murau, die für Death Metal mit melodischen Elementen steht. Bereits seit 13 Jahren besteht die Band und tritt nach wie vor in der Originalbesetzung auf, was heutzutage eine wahre Seltenheit geworden ist. Doch nicht nur aufgrund ihres Bestehens zählen Erebos bereits zu den alten Hasen der Szene: Bisher wurden drei CDs veröffentlicht, ein neues Album ist bereits in Planung. Seit ihrem ersten Konzert 2003 können Erebos auf fast 50 Konzerte mit vielen nationalen und internationalen Bands zurückblicken.

Der Start als Garagenband – Ein Klassiker

2002 begann die Geschichte von Erebos in Murau, Steiermark. Die Band wurde aus der gemeinsamen Vorliebe für Metal heraus gegründet. Der Großteil der Bandmitglieder ist zusammen aufgewachsen und bereits seit ihrer Kindheit miteinander befreundet. Erebos sind also nicht nur eine Band aus Musikern, deren musikalischer Weg sich irgendwann kreuzte, sondern der bereits eine langjährige Freundschaft vorausging.

Um 2001 herum kam es zu den ersten musikalischen Versuchen in der Küche eines guten Freundes. Zunächst sollten ein paar Coversongs einstudiert werden. Anfangs traf man sich nur zum Jammen, die Suche nach einem geeigneten Bandnamen wurde abgelehnt. Irgendwann standen sie jedoch vor der großen Frage. Erebos wurde dann mit „Jo, is ma wuascht“ angenommen. Der Name und die Bedeutung passten zur Band und zur Musik, die sie anstrebten zu machen bzw. auch heute noch machen. Die Bedeutung von Erebos, dem Gott der Finsternis in der griechischen Mythologie, ist für sie auch thematisch relevant und wurde in ihrem Song „Necro Polis“ verarbeitet. Ihre Texte handeln passenderweise meist von Finsternis und Verderben.

erebos

Erebos sind: Paul Heitzer (Gitarre), Stefan Rösler (Gesang/Roadie), Christian Lindschinger (Gesang), Gerhard Baltzer (Schlagzeug), Daniel Ambrosch (Bass), Marco Strohmayer (Gitarre)

In weiterer Folge entwickelte sich aus Erebos eine Garagenband – ein echter Klassiker in der Entstehungsgeschichte vieler Bands also. Nach mehreren lustigen Stunden des Zusammenspiels beherrschten sie bald ihren ersten Coversong, „Feasting The Blood Of The Insane“ von Six Feet Under. Zu dieser Zeit entstand auch ihr erster eigener Song, „Thorn In The Flesh“. Im Jahr nach ihrer Gründung wurde im Keller eines Freundes ihr erstes Demo aufgenommen, das 500 Mal von ihnen gebrannt und anschließend verschenkt wurde. Dieses Demo verhalf ihnen zu ihrem ersten Auftritt im September 2003 im Explosiv Graz, wo sie sich mit den österreichischen Death-/Thrash Metallern Darkfall, den Kärntner Death Metallern Khagan und den Black Metallern von Blessmoon die Bühne teilten.

Nach mehreren weiteren Auftritten, unter anderem im Kulturkeller in Gleisdorf und am Kaltenbach Open Air, gingen sie 2004 erneut in den Keller, diesmal um ihr erstes Album aufzunehmen. Das Album trägt den Titel „The Chaos Chronicle“ und bescherte der Band aufgrund der durchweg positiven Resonanz weitere Konzert- und Festivalgigs. Zwei Jahre später konnten sie bei Elmar, dem Gitarristen der Death Metal-Band Disastrous Murmur aus Kärnten, ihren nächsten und nach wie vor aktuellsten Longplayer aufnehmen, „Descent to Beyond“.

Pläne für 2016

Ein Nachfolger ist jedoch endlich in Sicht: Fast alle Auftritte für 2015 sind bereits absolviert, nach dem Bierfest in Murau und dem Kaltenbach Open Air ist nur noch ein Auftritt fixiert: Ein Support-Gig für Finsterforst im Oktober. Danach will sich die Band wieder vermehrt den Arbeiten an der nächsten Veröffentlichung widmen. „Wir sind gerade dabei die neuen Titel zu proben und die Arbeiten am neuen Album fertigzustellen. Die vorhandenen Songs bekommen noch etwas Feinschliff und neue werden geschrieben. Nach dem gemeinsamen Konzert mit Finsterforst werden wir weiter proben und wenn wir zufrieden sind, geht es ab ins Studio. Sollten wir keine erneuten künstlerischen Zwangspausen einlegen müssen, peilen wir eine Veröffentlichung im Jahr 2016 an“, verriet Gitarrist Paul Heitzer. Für nächstes Jahr seien außerdem bereits einige Konzerte im Gespräch.

Auf unsere Frage hin, mit welchen Bands sie sich gerne mal die Bühne teilen würden, sagte Paul: „In den 13 Jahren unseres Bestehens haben wir um die 45 Gigs gespielt, darunter auch Festivals und Support-Shows für große Bands. Es ist egal, mit welcher Band man die Bühne teilt, wenn es ein super Konzert ist.“ Eine Tour mit Aborted, Illdisposed, Dying Fetus oder Hypocrisy würden sie allerdings sicher nicht ausschlagen, wenn die „Toureinkaufspreise“ für Undergound Bands leistbar wären.


Erebos am Kaltenbach Open Air 2015

Spezielle Wünsche für Festivalauftritte gäbe es nicht, das Ausland wäre aber interessant. Erebos haben bereits einige Bühnenerfahrung auf österreichischen Festivals gesammelt und werten die Unterstützung einiger österreichischer Festivalveranstalter, die jungen und noch eher unbekannten Bands eine Chance geben, als sehr positiv: „Wir haben in Österreich genug Festivals, zum Beispiel das Kaltenbach Open Air und das Eine in Teich, auf denen wir bereits vertreten waren. Veranstalter wie Spiwi vom Kaltenbach Open Air, Nino von Black Death und das Jugendkulturzentrum Explosiv sorgen regelmäßig für Metal Konzerte und geben so Undergound Bands die Möglichkeit, als Support aufzugeigen.“

Wir sind jedenfalls schon auf das neue Album und die kommenden Konzerte gespannt und wünschen Erebos alles Gute! Übrigens: Auf ihrer Bandcamp-Seite könnt ihr euch zur Einstimmung ihre bisherigen Veröffentlichungen gratis runterladen.

Erebos live

24.10.2015
Biker Bar Scheifling, Bezirk Murau
Support für Finsterforst – letztes Konzert für 2015!

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