Neun Jahre, drei Alben. Fallen Up machen bereits seit 2006 zusammen Musik und haben kürzlich ihr neuestes Album „Dead Heart’s Lullaby“ veröffentlicht. Jetzt wollen sie sich in der heimischen Musikszene einen Namen machen.

Fallen Up ist eine vierköpfige Band aus Bludenz, Vorarlberg, deren Mitglieder sich zu Schulzeiten kennengelernt haben und aufgrund ihres ähnlichen Musikgeschmacks beschlossen haben, gemeinsam Musik zu machen. Gestartet als „Metalmophe“, benannten sie sich bald darauf in Fallen Up um, da der Name das Paradoxon des Lebens symbolisiert.

Fallen Up – Vorarlberger Local Heroes

Gegründet haben sich Fallen Up vor rund neun Jahren mit einer komplett anderen Aufstellung: Patrick Mayr – der später das Schlagzeug übernehmen sollte – spielte Gitarre, Lukas Dür teilweise Schlagzeug und sein gelerntes Instrument Klavier und David Franzoi übernahm ohne jegliche Vorkenntnisse den Bass. Nachdem kein geeigneter Schlagzeuger gefunden werden konnte, entschlossen sie sich dazu, Patrick Mayr als Schlagzeuger einzusetzen, wodurch sich nun Lukas Dür an die Gitarre wagte. Zu diesem Zeitpunkt beherrschten sie ihre Instrumente erst minimal, David Franzoi und Patrick Mayr begannen sogar erst, die ihren zu lernen. 2007 stieß Martin Czerniak, der zuvor einige Jahre klassische Gitarre gelernt hatte, zu der Truppe und vervollständigte so die Bandkonstellation. Kurz darauf begann die junge Band fleißig damit, an erstem Songmaterial zu arbeiten. Ihre erste, selbstbetitelte EP erschien 2007, produziert zusammen mit Didi Bernhard, einem ehemaligen Mitglied der Band Monofuse. Die Zusammenarbeit mit Didi Bernhard sollte Fallen Up nachhaltig prägen: Er hatte der Band nicht nur die Grundzüge des Musizierens beigebracht, sondern bohrte sich auch ein Jahr später bei der Produktion für ihr erstes Album mit einer prägenden Aussage in ihr Gedächtnis:

„Entweder ihr macht das, was viele machen – nur besser – oder ihr entwickelt etwas Eigenes, Neues“.

Fallen Up entschieden sich für Letzteres und von da an ergänzten Synthesizer ihr musikalisches Erscheinungsbild. 2008 durften sie außerdem erste Bühnenluft schnuppern, kamen unter anderem ins Finale des Wann&Wo Talentwettbewerbs im Dornbirner Conrad Sohm und durften infolgedessen auch das 19. Szene Open Air bespielen, auf dem auch unter anderem In Flames und Apocalyptica auftraten. 2009 erschien nicht nur ihr erstes Album „So Blind Your Eyes … And Listen“, auch weitere Live-Auftritte standen auf dem Programm, bei denen sie unter anderem beim Godsound Wettbewerb als Sieger hervorgingen und den 2. Platz beim Ländle Sound-Award belegten. 2011 begannen die Aufnahmen für ihr Nachfolgeralbum „Death of Conscience“, das komplett in Eigenregie entstand. Zu „Track 8“ und „Erased“ gibt es Musikvideos, die die Band selbst mit sehr geringen Mitteln produziert hat. Auch die dazugehörige CD-Release Show organisierten Fallen Up selbst, diese erwies sich mit über 200 Besuchern als voller Erfolg.

Von der Lokal- zur landesweit gehörten Band

„Live ist Fallen Up immer eine Wucht“ – so wird die Band oft beschrieben. In Vorarlberg sind sie bereits herumgekommen, bis Innsbruck und Lindau wurde zu ihren Klängen das Haupthaar geschüttelt. Wien blieb bislang aus, doch das wollen sie so schnell wie möglich ändern.

„Wir wollen in Zukunft unsere Musik und Message noch weiter verbreiten.“

Einen berechtigten Anlass für ein Konzert in Ostösterreich gäbe es allemal, denn im Sommer veröffentlichten Fallen Up ihr drittes Album „Dead Heart’s Lullaby“. Die Essenz: verzerrte Gitarren, dröhnender Bass und Growls, verpackt mit melodischen Synthesizern – das ist bei diesem Album deutlich zu spüren. Wie schon der Titel verrät, ist das Album eher morbide gehalten, wie man auch im Lyric-Video zum Song „Vain“ schnell erkennt: hier kann man Maden, die Martin Czerniak für die Produktion aus einem Angelladen besorgt hatte, beim Kriechen zuschauen, während über Verdorbenes sinniert wird.

Während der Produktion entschied sich Patrick Mayr aus persönlichen Gründen, die Band zu verlassen. So mussten zwei Konzerte, für die Teile der Band durch ganz Österreich reisen mussten, ohne Drummer gespielt werden. Doch Fallen Up zeigten Geistesgegenwart und aus der Not heraus entstanden zwei einzigartige Akustik-Konzerte. Mittlerweile fanden sie in Samuel Rothmund einen geeigneten Nachfolger und sind bereit, wieder voll durchzustarten.

Fallen Up live

Die Vorbereitungen für die nächsten Live-Auftritte sind bereits im Gange. Am 19. Februar steigt die Release-Party zu „Dead Heart’s Lullaby“ im Remise in Bludenz, für Wien soll außerdem ein Konzert im Jänner geplant sein.
Mehr Infos zu ihren kommenden Konzerten und wie ihr den musikalischen Output von Fallen Up erwerben könnt, findet ihr auf ihrer Facebook-Seite.

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