Wir stellen euch fünf Jungs aus Ungarn vor, die im neuen Jahr richtig Gas geben werden.

Melodische Gitarrenriffs, raue Screams, hier und da ein bisschen Clean-Gesang, durchdachte, kreative Lyrics – darf ich vorstellen: Faminehill. Das sind fünf Jungs aus Kazincbarcika, einer kleinen (für mich sehr schwer auszusprechenden) Stadt in Ungarn. 2013 haben sie sich gefunden und beschlossen, gemeinsam die ungarische Szene ein bisschen aufzumischen.

Levente übernimmt die Vocals, Gergely und Tamás sind für die Gitarrenriffs zuständig, Àdám ist am Bass und Zsolt ist für die treibenden Schlagzeugrhythmen verantwortlich.

Bisherige Releases

Die Fünf haben im September 2013 schon eine Debüt-EP rausgebracht, die den Namen „The Heart Is The Strongest Bone“ trägt. Damals klang das ganze allerdings noch etwas rau und unfertig, das hat sich im Lauf des letzten Jahres deutlich verändert. Faminehill haben 2014 drei Singles veröffentlicht, die erste heißt „Journey Alone“ und klingt schon um einiges runder, vor allem bei den Vocals ist eine große Veränderung zu bemerken. Im Sommer folgte dann „I’m Almost Happy Here“, ein Song, der sehr an den Stil der britischen Band Heart In Hand erinnert. Übrigens wird auch das Album, dessen Release für Mai geplant ist, diesen Titel tragen.

Die aktuellste Single ist „Last Of His Kind“, sie wurde im Dezember 2014 veröffentlicht. Bei dem Song sind mir vor allem die Lyrics aufgefallen. Zeilen wie „There’s a difference between man and beast called compassion” finde ich großartig und kombiniert mit den emotionsgeladenen Screams wirken sie noch mitreißender. Es geht um die heutige Gesellschaft, wie die Menschen förmlich durch die anderen hindurchschauen und sich nur gegenseitig verletzen, anstatt einander zu helfen. In den Songs verarbeiten die Jungs Gefühle und Dinge, die in ihrem Leben so passiert sind, die Musik dient also als eine Art Ventil.

Einflüsse und der Songwriting-Process

Man hört bei den Songs auf jeden Fall die Einflüsse der Band heraus, Sänger Levente erzählt, dass die Jungs große Fans von Architects, Counterparts, Being As An Ocean und Heart In Hand sind. Müsste man die Musik, die Faminehill machen, in eine Schublade stopfen, passen wie wohl am ehesten in die Melodic Hardcore Schiene.

„ There’s a difference between man and beast called compassion”

Geschrieben werden die Songs von allen gemeinsam, meistens kommen von den Gitarristen erste Riff-Ideen und dann wird alles langsam aufgebaut und zusammengestückelt, Sänger Levente fügt dann die Lyrics hinzu.

Shows und Tour

In Sachen Live-Shows durften sich die Jungs auch schon beweisen: Sie haben schon Konzerte in ganz Ungarn gespielt, letztes Jahr durften sie sogar Hands Like Houses und Bury Tomorrow in Budapest supporten. Das Ziel für 2015 ist, auch über die Grenzen Ungarns hinauszugehen. Es gibt Pläne für Shows in der Slowakei und in Tschechien und sogar eine Mini-Tour mit der österreichischen Band TripSitter, auf der eventuell auch ein Gig in Graz dabei sein wird.

Auf Facebook findet ihr Faminehill hier, sie haben auch eine Bandcamp Seite, auf der man sich die Songs anhören kann – wer visuelles Material lieber hat, kann der Band auf Instagram und Tumblr folgen. Alle Songs der Band könnt ihr auch auf Youtube finden, ich hab euch hier mal eine Playlist zusammengestellt, macht das Ganze ein bisschen einfacher:

Fotocredits: Faminehill

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