Im April erschien das dritte Album von Meena Cryle & The Chris Fillmore Band. Wer die österreichische Ausnahmekünstlerin und die hervorragende Band noch nicht kennt, für den wird es allerhöchste Zeit!

Sieht man sich den aktuellen Tourplan von Meena Cryle & The Chris Fillmore Band an, fällt einem am ehesten ein Wort ein – unermüdlich: an einem Tag ein Gig Deutschland, am nächsten in Österreich und demnächst dann in der Schweiz und in den Niederlanden. Aber das ist auch gut so, denn dadurch bietet sich möglichst vielen Leuten die Gelegenheit, Meena mit ihrer Bombenstimme begleitet von der nicht weniger überzeugenden Band um Gitarrist Chris Fillmore zu erleben.

Mehr als ein eigespieltes Team

Und bei so einem Konzert gibt es ordentlich was auf die Ohren: Eingängige, von Herzen kommende Songs, die sich zwischen Blues, Rock’n’Roll und Southern Soul ansiedeln, dabei aber frei von Genre-Denken sind und durch ihre Energie und Emotion mitreißen. Dabei ist in jeder Sekunde zu spüren, dass Meena Cryle und Chris Fillmore, mit dem sie bereits seit ihrem ersten Album „Try Me“ zusammenarbeitet, mehr als nur ein eingespieltes Team sind. Fillmore ist nicht nur als Gitarrist sondern auch als Songwriter, Arrangeur und Co-Produzent maßgeblich am Sound beteiligt. Komplettiert wird die Band von Marlene Lacherstorfer am Bass und Franky Cortez an den Drums. Hier fließt ganz viel Herzblut, und zwar von allen vier Musikerinnen und Musikern.

„Tell Me“ – Das dritte Album

Meena Cryle

Das Cover des dritten Albums

Und so finden sich auch auf dem dieses Jahr erschienen, in Berlin aufgenommenem Album „Tell Me“ jede Menge packende Songs, die einen nicht mehr loslassen wollen. Schon der Opener „Take This Pressure off of me“ fährt mit seinem mitreißenden Rhythmus und mit Meenas unglaublich kraftvoller Stimme direkt in die Beine. Ruhiger aber dafür umso emotionaler wird es dann bei „Tell me“, wo Chris Fillmore mit einem gefühlvollen Gitarrensolo auftrumpfen darf. Richtig rockig wird es etwa bei „Enough is Enough“, es geht aber auch richtig herzzerreißend wie zum Beispiel am Ende des Albums mit „You May Love Me Today“. Damit seien nur einige Gustostückerln genannt, am besten hört man sich aber ohnehin das ganze Album als Gesamtkunstwerk an.

Auszeichnungen und Live-Magie

Wenn es erst mal vom ersten bis zum letzten Song durchgelaufen ist, möchte man eigentlich ohnehin einfach auf Repeat drücken und den vielseitigen Longplayer noch mal genießen. Auch die folgenden Zeilen von Bluesnews lassen sich dann nur zu gut nachvollziehen: „Mit Künstlerinnen wie Meena muss sich niemand um die Zukunft des Blues Gedanken machen.“ Das sah man wohl auch bei der European Blues Challenge 2011 in Berlin ähnlich, wo Meena Cryle & The Chris Fillmore Band den zweiten Platz belegten. Außerdem waren sie 2013 bei der International Blues Challenge in Memphis vertreten und Meena im selben Jahr für den Amadeus – Austrian Music Award in der Kategorie Jazz/World/Blues nominiert.

Um einmal die gesamte Energie, die von Meena Cryle und ihrer einzigartigen Stimme ausgeht, ebenso wie die musikalische Leistung der Chris Fillmore Band erleben zu können, sollte man sich definitiv einen der zahlreichen Live-Auftritte ansehen. Es gibt heuer sowie auch Anfang 2015 noch einige Male die Gelegenheit, die vier Vollblutmusiker und –musikerinnen auf österreichischen Bühnen zu erleben. Um es mit Meenas eigenen Worten zu sagen: „Ich nehme jeden mit, der mit mir auf die Reise gehen will.“

Fotocredit: Meena Cryle & Chris Fillmore Facebook-Page

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