Die Singer-Songwriterin Vienna Teng experimentiert mit Musik. Ihre Versuche sind glückende Mischungen, die den Ohren schmeicheln.

Will man Vienna Teng einer Kategorie zuordnen, dann bekommt man richtige Schwierigkeiten, denn die Künstlerin lässt sich nicht einfach in die Schubladen „Jazz“, „Pop“ oder „Folk“ stecken, sondern kombiniert mehrere Elemente verschiedener Richtungen und schafft damit ihren ganz eigenen Stil, den sie selbst als „Chamber Folk“ bezeichnet. Sie gibt ganz offen zu, mit der Musik zu experimentieren und anders als im Chemieunterricht glücken ihre Versuche und enden nicht als qualmender Müll.

Wie alles begann

Die junge US-Amerikanerin heißt mit bürgerlichem Namen Cynthia Yih Shih und besitzt taiwanische Wurzeln, was sich auch in einigen ihrer Songs widerspiegelt. Dennoch betont sie durch die Wahl ihres Künstlernamens „Vienna“ (dt.: Wien) den Bezug zur europäischen Klassik, von der sie in der Kindheit geprägt wurde. Zwar spielte sie bereits zu Grundschulzeiten Klavier, entschied sich später aber für ein Informatikstudium. Als Studentin trat sie einer A cappella-Gruppe bei, die schon bald für Vienna Tengs Bekanntheit an der ganzen Standford University sorgte. Nachdem sie sich nach ihrem Uniabschluss eine Arbeit als Programmiererin suchte, erkannte sie bald ihren Fehlentschluss und kündigte kurze Zeit später zugunsten der Musikkarriere.

Heute ist die Singer-Songwriterin nicht nur in den USA bekannt und erfolgreich, sondern tourt auch immer mal wieder durch Europa. Inzwischen wurden fünf Alben aufgenommen, deren Songs sich alle unterscheiden und doch eine Einheit bilden. Die einfühlsamen und emotionalen Texte werden von Tengs ausdrucksstarker Klavierbegleitung untermalt und schaffen es, jedes Mal eine eigene Klangwelt zu kreieren.

Die Mischung macht’sViennaTeng_1000

Vienna Tengs Musik ist beim ersten Hören genauso schwierig einzuordnen, wie sie selbst und ihre Geschichte. Eine gute Portion Jazz, eine Prise Klassik, etwas A cappella-Einfluss, abgerundet wird der Geschmack mit Folk-Elementen und fertig ist eine bunte Mischung, die es wert ist, zu hören!

Fotocredits:
McLohon Theater: Vienna Teng

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