Kommando Elefant sind eine Mischung aus Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt und treiben einem so Tränen und Lächeln gleichermaßen ins Gesicht.


Als ich 2008 zum ersten Mal den Namen Kommando Elefant hörte, verband ich mit ihm sofort Avantgarde. Kurz darauf hörte ich auf FM4 die erste Single der Band namens Wittgenstein und musste lachen, wie richtig ich doch lag. Am selben Tag noch habe ich mir das Debütalbum, Kaputt Aber Glücklich besorgt. Kaum eine österreichische Band hat mich bis dahin mit ihrer Musik überzeugt; schon gar keine Wiener, welche auch noch auf Deutsch singen. Nach mehrmaligem Durchhören und Genießen hat mich diese Platte ganz schön herumgewirbelt. Sie hat mich dazu gebracht, andere Musikstile besser schätzen zu können und mich persönlich weiterzuentwickeln.
Ihr schmeichelhafter Sound hat mich sofort in ihren Bann genommen. Sie vermischen Melancholie mit Spaß und wissen, wie urbaner Electro-Indie-Pop klingen muss. Sie sind Gschichtldrucker“ und Lyriker in einem und beschreiben ihren Stil als „Broken Pop – Zwischen Party und Melancholie, mit Herz und Anarchie“. Kommando Elefant engagieren sich für karitative Zwecke wie Flüchtlingshilfe oder den Verein Ute Bock, ohne sich einer Partei zuzuordnen und wie bei ihrer Musik gelingt ihnen dieser Spagat sehr gut.

Kleine Schritte

Doch jetzt zum Anfang der Kommando-Elefant-Geschichte. Die Band wurde 2007 von Alf Peherstorfer gegründet. Durch selbst aufgenommene Demos, die quer durch die Welt geschickt wurden, konnte er einige Konzerte in Deutschland und Österreich an Land holen, unter anderem als Vorband von Velojet und Clara Luzia. Für diese Konzerte wurde Luis Pasching dazu geholt.
Anfang 2008 kam das Projekt ins Rollen und das richtungsweisende erste Album wurde aufgenommen. Die Single-Auskopplungen Wittgenstein und Evelyne liefen bei FM4 auf Heavy Rotation. Damit war der österreichweite Durchbruch geschafft und die Schlagzeugerin Ines Perschy an Board geholt. Im selben Jahr waren sie mit dem Lied Die Bosse für den Protestsongcontest nominiert und schieden dort im Vorfinale aus.

Der Durchbruch

Im April 2010 erschien ihr zweites Album mit dem Namen Kommt wir hauen Granaten rein, das kleine bißchen Leben. Mit der ersten Single Alaska hatten sie auch den größten Erfolg. Sie erreichten Platz vier der FM4 Charts und Platz zwei der Austrian Indie Charts. Die zweite Single Falsche Helden konnte an den Erfolg anschließen und so wurden Thorsten Mahr (Schlagzeug) und Günther Pauls (Bass) rekrutiert, um die Band zu vervollständigen und ein konzertreiches Jahr zu bestreiten. Sie eröffneten das FM4 Frequency Festival, waren Support von Mumford & Sons und Jennifer Rostock und wurden für den FM4 Amadeus Music Award nominiert.

Gegenwart und Zukunft

2012 wurde das dritte Album Scheitern Als Show vorgestellt und konnte nicht an vergangene Charterfolge anschließen. Dennoch begab man sich mit Eloui und Gudrun von Laxenburg auf die FM4 Soundpark Tour. Danach wurden in der Band der Wunsch nach Veränderung laut.
2013 veröffentlichten Peherstorfer und Pasching das Buch Das große Kommando Elefant Lesebuch, eine Sammlung von Zeichnungen, Kurzgeschichten und Rezepten. Seitdem sind die beiden auch auf Lesetour durch halb Europa bei denen sie auch immer Kommando-Elefant-Lieder mit zwei akustischen Gitarren anstimmen.
Im November 2014 wurde das vierte und bisher letzte Album Lass uns Realität veröffentlicht. Die Band ist seitdem etwas elektronischer und tanzbarer geworden, haben aber auch hier ihren Stil beibehalten. 2015 folgte die Tour zum Album.
Heuer haben sie nur noch zwei Konzerte in Wien und Asperhofen. Sie arbeiten nämlich an einem neuen Album, welches, wenn alles wie geplant abläuft, im Herbst 2016 erscheinen wird.

Konzertdaten:

17. 10. EKH Wien

06. 11. Asperhofen

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