Sie haben zusammen Spaß an der Musik, streben nach gemeinsamen Zielen und sind nicht nur Bandkollegen, sondern auch Freunde. Die Wiener Pop-Band Liebich ist seit gut zwei Jahren im Musikbusiness unterwegs – und das mit steigendem Erfolg. Zeit, die Band allen vorzustellen, die sie noch nicht kennen.

Fangen wir bei den Anfängen der Bandgeschichte von Liebich an. Steffi Fasching (vocals) und Georg Krommer (2nd vocals, guitar) suchten 2014 auf relativ unromantische Weise einen Bassisten und Schlagzeuger, um gemeinsam Musik zu machen. Nachdem sich auf eine Ausschreibung dann Uwe Mondschein (bass) und Philipp Wolf (drums) gemeldet haben, wurde aus der einstigen Zweckgemeinschaft rasch wahre Freundschaft. „Wir arbeiten jede Woche mindestens vier Stunden im Studio, da hat sich schnell eine Freundschaft ergeben. Wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, muss man an einem Strang ziehen und Streit gibt es so gut wie gar nicht“, erklärt Georg dazu im Gespräch mit Music News. Und wenn es dann noch einmal zu kleinen Reibereien kommt? „Dann ist das wie bei einer guten Beziehung. Wir reden miteinander, lösen das Problem und die Sache ist nach wenigen Minuten gegessen“, erläutert Philipp.

Liebich – eine Band, deren Musik geliebt werden will

Damit ist die Band beinahe so harmonisch, wie ihr Bandname. „Liebich“ dürfen die Fans gerne wörtlich nehmen. Die Musiker wollen mit ihrer Musik begeistern, Songs liefern, die man liebt. Allerdings betonen alle vier Künstler, dass sie in erster Linie für sich selbst Musik machen. Der Spaß daran ist es, was sie antreibt. Dass sie damit dann noch ein Publikum begeistern können, ist ein toller Pluspunkt, den sie dabei nicht missen möchten, wie Steffi treffend beschreibt. „Wir machen Musik zwar für uns, aber es ist natürlich schon klasse, wenn das Publikum darauf abfährt.“ Woran das liegt, erklären sich die Künstler durch ihr ehrliches Auftreten. Die Texte sind persönlich, der Spaß auf der Bühne echt und die Melodien eingängig. Damit sind eigentlich alle Voraussetzungen für gute Popmusik erfüllt.

“Wir machen Musik in erster Linie für uns. Aber es ist natürlich klasse, wenn das Publikum darauf abfährt“

– Steffi Fasching

“Musik ist unser Leben“

Für das Songwriting ist Steffi verantwortlich. Zwar ist Deutsch die Muttersprache aller vier Musiker und auch ihr Bandname entstammt der deutschen Sprache, dennoch sind die Texte englisch. Einerseits, weil so Probleme mit dem Dialekt der deutschen Sprache vermieden werden, andererseits, weil es internationaler ist und damit ein breiteres Publikum erreicht wird. Doch unabhängig von der Sprache, wollen Liebich, dass ihre Texte immer persönlich sind, wie Steffi beschreibt: „Musik ist einfach unser Leben. Alles was passiert, wird in den Songs verarbeitet.“ Deswegen scheuen sich die Künstler auch nicht, in ihren Songs sehr intim zu werden. Der Track „Life Is Too Short“ handelt beispielsweise vom Tod eines nahen Freundes von Sängerin Steffi.

Gekonnt über Fehler hinwegsehen

Bei der Frage, ob sie eher Live-Gigs oder Studioarbeit bevorzugen, möchten sich Liebich gar nicht entscheiden und sind froh, dass sie beides haben können. Im Studio ist eine intimere Arbeit möglich, eine Arbeit, die sich auf Details konzentrieren kann. Bei Live-Auftritten erhalten die Künstler dagegen direkte Reaktionen vom Publikum, die antreiben und Kraft für neue Projekte schenken. Als einen ihrer besten Auftritte bezeichnen sie übrigens ihr Konzert am Donauinselfest. Dort durften sie zur Prime-Time unglaublich viele Besucher begeistern, woran sie sich gerne zurückerinnern. Doch auch wenn ein Auftritt einmal nicht besonders gut läuft, weil es zum Beispiel tontechnische Schwierigkeiten gibt, versuchen sie das Beste aus der Situation zu machen. „Solche Situationen schweißen dann immer noch zusammen“, weiß Philipp hier aus Erfahrung und lachend fügt Steffi hinzu: „Dann gibt es außerdem immer etwas zu erzählen.“ Deswegen bereuen sie auch an ihrem bisherigen Werdegang nichts. Auch wenn sie manche Dinge heute anders sehen und dank der gesammelten Erfahrung vielleicht anders entschieden hätte, hätte sich damit der eigentliche Weg geändert. Und über den sind sie genau so zufrieden, wie er ist.

Konzerte im Sommer, Album im Winter

Momentan promoten die Wiener noch ihre aktuelle Single „Heartbeat“, doch die Band hat auch ein Album angekündigt. Dieses soll im Dezember erscheinen, wenn der jetzige Zeitplan eingehalten werden kann, was gar nicht so einfach ist, wenn die Musik nur die Nebenrolle spielen darf. Schließlich geht jeder der vier Musiker einem anderen Vollzeitjob nach. Der Longplayer wird eine Mischung von emotionalen, teilweise traurigen Liedern beinhalten, aber auch eine Reihe von leichteren Songs präsentieren, die lebensbejahend zu verstehen sind. Wer nicht weiß, wie er sich die Zeit bis zum Winter vertreiben soll, der kann Liebich bei einem der nächsten Live-Konzerte besuchen. Folgende Auftritte sind für die nächsten Wochen geplant:

Termin Veranstaltung Ort
12. August, 16 Uhr Altstadtzauber Klagenfurt Klagenfurt, Heuplatz
14. August, 12:30 Uhr Hafen-Open-Air Wien, Alberner Hafen
27. August Stammersdorfer Weintage Wien
08. Oktober Krebsforschungslauf Wien, Universität

Über aktuelle Veranstaltungen der Band kann man sich auf der Homepage der Band informieren. Dort findet man geplante Termine und weitere Neuigkeiten.
Wer sich trotz kommendem Album und Live-Terminen nicht ausreichend versorgt fühlt, freut sich bestimmt über einen weiteren Plan der Band, den uns Steffi verraten hat: „Wenn alles gut geht, dann veröffentlichen wir dieses Jahr eine Weihnachtssingle. Wir hoffen, dass wir die Zeit dazu finden, aber wir sind optimistisch. Und die wird dann auf jeden Fall ‚Last Christmas‘ ablösen!“

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