Bloodliner aus Weiz machen Thrash Metal mit allem, „was sich gut einfügt“. Die vierköpfige Band war bereits am „Kaltenbach Open Air“ und am „Dead Man Walking“ zu sehen.

Thrash Metal fanatische Demigods, ein Monster namens Fuckshit und eine in Angst und Furcht lebende Stadt – nein, ich erzähle euch nun keine Kurzgeschichte. Das ist die Storyline der ersten EP von Bloodliner, einer jungen Thrash Metal Band aus Weiz, Steiermark. Bewaffnet mit ihren Instrumenten und auf Schnecken reitend ziehen sie in den Kampf. Uns haben sie verraten, warum eine Geschichte hinter ihren Songs steckt, was im nächsten Teil passieren wird und warum sie „Commanded to Thrash“ sind.

Aller Anfang ist … Sänger-los?

Bloodliner

Damals noch in fünfköpfiger Besetzung (c) Katie Hudson

„Die ersten dreiJahre waren etwas fruchtlos“, lacht Michael Wackenreuther, Gitarrist und Sänger der Band. Grund dafür war, dass sie beinahe komplett in der Besetzung waren, aber eben nur beinahe – es fehlte ein Sänger. Die Rolle eines solchen zu übernehmen, stand für Michael damals so gut wie außer Frage. Es wechselten die Bassisten, die ersten Songs waren im Begriff zu entstehen, sogar Merchandise war vorhanden – aber eben kein Sänger.

Als sich mit Julian Pirchheim an der Gitarre die Band letztendlich im instrumentalen Bereich zusätzlich vervollständigte, gab es wohl keinen Ausweg mehr für Michael: „Ich dachte mir, ich probier’s einfach einmal.“ Gesagt getan, und kurz darauf folgte der erste Auftritt in Weiz, den Bloodliner selbst organisiert hatten: „Wir haben eine Benefizveranstaltung gemacht, Sponsoren gesucht und mit drei anderen Bands gerockt. Wir haben uns endlich getraut, einfach einmal alles raus zu lassen.“

„Commanded to Thrash“

Dass Bloodliner 2013 das „Dead Man Walking“ bespielten und 2014 sogar am „Kaltenbach Open Air“ zu sehen waren, spricht für ihre Mischung aus Thrash Metal und allem, was gerade gut in einen Song passt. „Wir versuchen, so eigenständig wie möglich zu sein und bauen ein, was sich gerade gut einfügt, auch Hard Rock, und so weiter“, beschreibt Michael die musikalische Ausrichtung der Band. Grundsätzlich bleiben sie aber doch dem Thrash Metal treu: „Das ist einfach der kleinste gemeinsame Nenner, auf das stehen wir alle.“

Treibende Drums, hämmernde Riffs und eine raue, durchaus dem Old School Thrash Metal zurechenbare Stimme – in Kombination mit den typischen Rhythmuswechseln und aufschreienden Solos produzieren Bloodliner auf diese Art abwechslungsreiche Songs, die dazu neigen, keinen Nacken verschont zu lassen. Beeinflusst werden sie dabei von der alten Ausgabe von Metallica zu Zeiten von „Master of Puppets“ und „… And Justice for All“ sowie von Pantera, The Doors und Black Sabbath. Nachzuahmen versuchen sie aber niemanden, immerhin wollen sie ihren eigenen Wiedererkennungswert generieren.

Of Demigods and Snails

Altstadtfest Weiz 2015

Bloodliner am Altstadtfest Weiz 2015 (c) Hannes Mautner Photography

„Wir wollen nicht über politische Themen schreiben. Das sollen andere machen“, erklärt Michael die Entscheidung der Band, ein Konzeptalbum zu produzieren. „Die Lieder schreiben wir dann um die Story herum. So fallen uns auch die Themen ein.“ So kommt es, dass auf ihrer ersten EP „Snailriders“ der erste Teil einer vierteiligen Geschichte vorgestellt wird. In einer Stadt namens Demitown regieren schreckliche Demigods, die die Bewohner unterdrücken. Nach einer Insekteninvasion und dem Erscheinen eines gnadenlosen Zauberers werden die Demigods letztendlich aber doch aus der Stadt verbannt und die Bewohner von der Schreckensherrschaft befreit.

Wie die Geschichte weitergeht, daran wird gerade gearbeitet. Da die Band sich momentan mit Live-Auftritten etwas zurückhält, haben Bloodliner derzeit mehr Zeit, um neue Songs und neue Storys zu kreieren. Mitte des Jahres 2016 soll der erste Longplayer und gleichzeitig zweiter Teil der Geschichte veröffentlicht werden und uns einen Einblick in die Unterwelt gewähren. Wir sind gespannt auf die nächste Episode im Werdegang von Bloodliner.

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