Marrok sind wieder da: Mit frischem Elan und neuem Songmaterial melden sich die Oberösterreicher offiziell zurück.

Was sich in letzter Zeit so bei dem Trio getan hat und wo es mit der Band in naher Zukunft hingeht, haben sie uns für diese Ausgabe von PARADOX verraten.

Der Grundstein

Steyr, 1999: Wie bei vielen anderen entstand auch Marrok aus der Liebe zur Musik heraus. Die Räumlichkeiten zum Proben spielten hierbei gleich mehrfach eine große Rolle. Hier wurde nicht nur der Grundstein für die Musik der Band gelegt, dadurch kam das Trio auch zu seinem heutigen Bandnamen: „Wir hatten damals diesen alten, kleinen Proberaum. Irgendwann entschlossen wir uns, ihn zu renovieren und rissen die alten Böden komplett raus. Darunter fanden wir ein altes Buch über keltische Mythologie, in dem auch der Name Marrok verzeichnet war.“ Bei „Marrok“ handelte es sich von da an nicht nur um die Legende eines keltischen Ritters, der sich in einen Werwolf verwandelte, sondern auch um eine junge österreichische Band, der noch Großes bevorstand.
Zwei Jahre nach ihrer Gründung wagten Marrok den nächsten Schritt und präsentierten sich erstmals live auf der Bühne, weitere zwei Jahre später konnte die Band mit „The Extreme“, das in Eigenproduktion entstand, endlich ihr Debüt veröffentlichen.

Das nächste Level

2005 wurde das Projekt „Marrok“ zu einem gewaltigen Umbruch gezwungen. Schlagzeuger Alexander Grassler und Bassist Andreas Krawinkler entschieden sich dagegen, weiterhin gemeinsam Musik zu machen und Sänger Brian Pearl stand plötzlich alleine da. Die Show sollte jedoch weitergehen: So machte sich das einzige verbliebene Gründungsmitglied auf die Suche nach neuen Mitstreitern und arbeitete am Nachfolger des Debüts. 2009 meldeten sich Marrok schließlich in neuer Besetzung mit dem passend betitelten „Reawakening“ zurück. Im Folgejahr nahm die Band an zahlreichen Bandcontests teil, gewann den „International Live Award“-Bandwettbewerb und gab erstmals größere Konzerte, im Rahmen derer sie unter anderem am Donauinselfest auftraten und sich die Bühne mit internationalen Stars wie Alter Bridge, Papa Roach und Skindred teilten. Heute kann die Truppe auf weitere Auszeichnungen, wie „Beste österreichische Band“ auf dem heimischen Musiksender gotv, eine Nominierung für den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie „Hard & Heavy“ sowie zahlreiche Auftritte in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz blicken.
Mit der Umstrukturierung der Bandkonstellation begann aufgrund der verschiedenen Einflüsse der Mitglieder auch eine musikalische Wandlung. Wurde auf den ersten beiden Werken noch bewusst auf rohen, harten Sound gesetzt, wandten sich Marrok auf ihrem 2011er Album „Midnight Carnival“ der eher verspielten, freakigen Seite des Rock zu. Mit auffälligem Make-Up während Livedarbietungen und in Musikvideos sowie einer ebenso außergewöhnlichen Bühnenshow konnte die Band eine stetig wachsende Fanbase aufbauen, die weit über die heimischen Landesgrenzen hinausging.
Sänger Brian Pearls cleane Vocals, die in metallastigen Rocksongs wie in gefühlvollen Balladen unverkennbar sind, sind genauso fester Bestandteil wie der melodische Grundstein und die Bühnenaufmachung. Musikalische Weiterentwicklung ist dem Trio aber dennoch ein großes Anliegen. „Wir haben jetzt eine längere Pause hinter uns, wir haben uns verändert, und das wird sich auch in unserer Musik widerspiegeln. Mit wechselnder Besetzung kommen natürlich auch andere Einflüsse hinzu und auch Tätigkeiten der einzelnen Mitglieder ändern sich etwas, was natürlich ebenfalls zu anderen Ergebnissen führen kann und wird“, so die Band.

The show will go on

Seit Sommer 2014 arbeiten Marrok nun schon an ihrem mittlerweile fünften Album. Einen ersten Vorgeschmack gab es im Juni vergangenen Jahres mit „Ocean of Lights“ samt Musikvideo, das die permanente musikalische Weiterentwicklung der Band eindrucksvoll widerspiegelt. Der postapokalyptische Stil und das düstere Make-Up, wie sie noch zu „Days Of Mercury“-Zeiten unerlässlich waren, wurden niedergelegt.
Neben neuem Songmaterial arbeitet die Band auch in Sachen Liveshow an der ein oder anderen Neuerung: „Wir planen derzeit neben der Fertigstellung des neuen Albums ein komplett neues Bühnenkonzept, und wer uns kennt weiß, dass wir immer etwas Spannendes in Planung haben, mit dem wir hoffentlich bald ans Tageslicht treten.“ Genaueres dazu werden wir aber wohl erst nach Veröffentlichung des neuen Albums erfahren, das sich zu Redaktionsschluss in der finalen Schaffensphase befindet. Ohne neues Songmaterial wollen Marrok nämlich nicht auf die Bühne zurückkehren. Man darf gespannt sein, was sich die Oberösterreicher für ihr Comeback überlegt haben. Eines steht jedoch jetzt schon fest: Es wird sicherlich sensationell.

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