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Aufgrund der langen Geschichte des Drum & Bass in Österreich nicht ganz verwunderlich, aber angesichts der Bedeutung für die internationale elektronische Musikszene doch mehr als beachtlich: das Schaffen des jungen Linzers Martin Schober aka. Mefjus.

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Mefjus – (c) Colombo I Optical Engineers

Binnen weniger Jahre schaffte er den Sprung vom Newcomer zu einem der einflussreichsten Produzenten seines Metiers. Obwohl erst 26 Jahre alt, darf sich Schober schon zu den ganz Großen seines Genres zählen. Sein musikalischer Background liegt vor allem im Hip Hop. So begann er als 16-Järhiger mit einem Akai Sampler erste Beats zu produzieren. Dieser Einfluss ist auch heute noch in manchen seiner Werke zu hören. Bekannt wurde er schließlich durch seine Interpretation des Neurofunks, einem Subgenre des Drum & Bass. Der Durchbruch gelang ihm im Jahre 2012 mit dem Release der „Distantia/Far Too Close“ EP auf dem Label Neosignal. Seine Herangehensweise, einen Track aufzubauen sowie seine technisch bis ins letzte Detail durchgetüftelten Sounds, blieben von niemandem unbemerkt. Und das zu Recht. Wer einen Track von Mefjus hört, kann nicht still sitzen bleiben. Seine Werke tragen eine brachiale Energie in sich, die selbst für Drum & Bass Verhältnisse erstaunlich ist, und erreichen doch eine Tiefe, die genug Platz lässt, um sich vollkommen in der Musik zu verlieren.

Eine neue Ära

Wenn auch bis zum heutigen Tag stetig weiterentwickelt, ließ sich die Vision des jungen Österreichers bereits in seinen frühen Releases erkennen. Schober scheint nicht in Kategorien zu denken und scheut nicht, mit seiner Musik neue Wege zu gehen. Wenn auch manche musikalische Elemente dem Bild eines typischen Neurofunk Tracks entsprechen, unterscheiden sich seine Werke doch grundlegend in der Verwendung der stilistischen Mittel. Wer einen Track von Mefjus hört, wird diesen auch als solchen wahrnehmen. Stellvertretend hierfür ist nicht nur die mittlerweile oft kopierte und nie erreichte „MefjusSnare“. Dieser Wiedererkennungswert war es wohl auch, der ihn innerhalb kürzester Zeit auf den Olymp des Drum & Bass katapultierte. Als bisheriger Schaffenshöhepunkt ist wohl noch die Erscheinung seines ersten Albums namens „Emulation“ Ende vergangenen Jahres auf Critical Records zu erwähnen. Wer also bis jetzt noch nicht über den Namen Mefjus gestolpert ist, hat definitiv etwas nachzuholen.

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