Manchester Snow leben, was für viele nur eine Wunschvorstellung ist – und sind dabei ganz im Gegensatz zu ihrem Namen überhaupt nicht frostig.

Es gibt ja einige Dinge die man sich während seiner Pubertät erträumt, aber der größte Wunsch ist und bleibt wohl, mit der eigenen Band berühmt zu werden. Für Manchester Snow hat sich dieser Wunsch zumindest teilweise bereits erfüllt, sie haben schon mit 17 Jahren den Austrian Newcomer Award 2013 in der Kategorie „Unter 21“ gewonnen.

VOM KELLER INS BLITZLICHT

Das Salzburger Indie-Trio, das aus Niklas Mayr an den Drums und dem Keyboard, Marvin Siller am Bass und Mikrofon sowie Rupert Karl an der Gitarre und dem Mikro besteht, war vom plötzlichen Erfolg ihrer Gruppe recht überwältigt: Sie hatten sich eher spontan für die Austrian Newcomer Awards beworben, nur um kurz danach darüber informiert zu werden, dass sie ihn gewonnen hatten. Was für die Band sehr überraschend kam war für jene, die den Award fördern, ziemlich selbstverständlich: „Wir verstehen unter Newcomern keine Schülerbands, sondern Gruppen, die am ehesten vor einem Karrieresprung stehen!“

„Wir verstehen unter Newcomern keine Schülerbands…“

Kurz davor hatten sie ihre erste EP veröffentlicht die ihnen neben dem Award auch ihren Namen beschert hat: Skaverda hieß die Gruppe vor den Studioarbeiten, ein Name, der nach eigener Aussage „nicht mehr zu unserer Musik gepasst hat“. Mit Manchester Snow als neuen Bandnamen gewinnt man sehr schnell einen guten Eindruck von der Richtung, die die Band musikalisch anschlägt: Bodenständiger Brit- und Indierock, der in Betracht des jungen Alters der Band überraschend solide klingt. Mit der Liebe zum Detail die sie sowohl für ihre Songs als auch die beiden Musikvideos aufbringen ist es (zumindest als Außenstehende) kaum überraschend, dass sie den Preis für sich entscheiden konnten.

NATÜRLICH UND SEHR STILSICHER

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Manchester Snow Salzburg

Den ersten Eindruck machten Manchester Snow mit ihrer EP Citizens und vor allem ihrem Musikvideo zu Forrest Lane. Wie der Name schon verrät, sind sowohl das Video als auch der Song sehr erdig. Optisch erwecken die warmen Grüntöne des Videos eine Sehnsucht nach dem Frühling, ein Gefühl das von zwitschernden Vögeln, einer verträumten Bassline und einer sehr beschwingten Melodie nur verstärkt wird. Auch lyrisch ist die Band sehr selbstsicher, die (teilweise berechtigte) Angst die man manchmal bekommt, wenn man sich mit deutschsprachigen Sängern die englische Texte vortragen konfrontiert sieht, ist hier völlig unbegründet. Der Gesang fügt sich sehr gut in das Gesamtbild des Songs ein, und die Stimme erinnert sogar entfernt an The Academy Is …-Sänger William Beckett. Alles in allem ein sehr gelungener Song, der es für jeden Fan des Genres sicher Wert ist, mal reinzuhören.

Nun aber dazu, was sich in letzter Zeit getan hat: In ihrem neuen Musikvideo Pulse, das erst diesen Monat erschienen ist zeigen sie erst recht, dass sie ganz genau wissen, welchen Sound sie haben wollen und wie sie ihn authentisch erzeugen können. Obwohl sie musikalisch als auch optisch einen etwas rockigeren Stil anschlagen, beweisen die drei Salzburger auch hier, dass sie sich absolut dem Indiepop/Britrock verschrieben haben. Auf einer Bühne, die von kuriosen Glühbirnen in ein sehr glamouröses goldenes Licht getaucht wird, spielen die Drei einen eingängigen Song, der vor allem vom (durchaus auch tanzbarem) Rhythmus und dem sehr emotional wiedergegebenen Text lebt.
Aber macht euch am besten selbst ein Bild!

AUF ZUM NÄCHSTEN ERFOLG?

Mit dem Award in der Tasche und ihrem neuen Video online haben Manchester Snow sich schon bestens auf das Erscheinen ihres ersten Longplayer-Albums vorbereitet, das Anfang 2015 erscheinen soll.
Ob Manchester Snow für eine internationale Karriere geeignet sind, wird sich erst herausstellen, allerdings sind sie bereits auf dem besten Weg dorthin. Mit nur zwei gratis zugänglichen Songs inklusive Musikvideos haben sie bereits knapp 1000 Likes auf Facebook als auch einige englischsprachige Reviews, was ein beachtlicher Erfolg für eine Band ist, deren Mitglieder gerade mal 18 Jahre alt sind.

Alles in allem eine sehr jugendliche und solide Band, die nicht nur für Fans der österreichischen Indie-Szene von Interesse ist.
Für alle, die neugierig geworden sind gibt es hier die offizielle Facebook-Seite der Band, und natürlich sind beide Musikvideos auch auf Youtube verfügbar!

Quelle: Facebook Manchester Snow

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