Aus dem Bauch heraus

MILE wurde in Sapele geboren und verbrachte seine frühe Kindheit in Nigeria. Mit neun Jahren kam MILE nach Österreich. Er wuchs bei seinen Großeltern in der Oststeiermark auf und bekam von Anfang an eine Welt voller Kontraste mit. Vom hellsten Kind bis zum dunkelsten Kind in der Umgebung. Von hoher Luftfeuchtigkeit und Hitze zu Kälte und Schnee in den Bergen oder seinen Großvater in Lederhosen auf der Alm und seine Großmutter im afrikanischen Festkleid vor Palmen in Nigeria.

Musikalische Begleiter

Als Kind wollte er singen und tanzen wie Michael Jackson und zuschlagen wie Arnold Schwarzenegger. Seine ersten musikalischen Einflüsse waren „The King of Pop“, Bob Marley, Elvis Presley, aber auch die Stoakogler. Über The Fugees, N-E-R-D, Jay-Z, Kanye West und Eminem ist MILE zum Hip Hop gekommen. Abseits von seinen Eltern und Großeltern, die ihm musikalisch viel mitgegeben haben, meint er auch, dass ihn Falco enorm beeinflusst hat.

Das Erschaffen und das Veredeln

Ende Mai diesen Jahres hat MILE das Album „Apple Juice & Lemon Trees“ auf Tiefparterre Records veröffentlicht. Auf diesem Album hat er mit acht verschiedenen Produzenten zusammengearbeitet. Unter anderem mit Restless Leg Syndrome und Testa. Für MILE ist bei jeder gemeinsamen Zusammenarbeit der Zugang zur Musik und die zwischenmenschliche Chemie wichtig. Schlussendlich muss man auch beim Produzieren seinen Instinkten trauen und den ersten richtigen Impulsen folgen. Die Lyrics entstehen aus dem Bauch heraus, bis sich dann beim Arrangieren im Studio der Kopf einschaltet. Das eigene Studio ist im Entstehen, um aber keine Probleme wegen der ganzen Geräte und des Übergepäcks beim Check-In am Flughafen zu bekommen, finalisiert MILE seine Ideen derzeit noch in einem externen Studio.

Graz – London

MILE ist Ende August von Graz nach London gezogen, um mehr von der Musik zu haben. Es gibt einfach mehr Möglichkeiten und mehr Gleichgesinnte, natürlich auch mehr Konkurrenz. Durch das Pulsieren der Stadt und der täglich neuen Herausforderung muss man sich weiterentwickeln und kann nicht einfach stehenbleiben. Hustle & Flow sozusagen und das gefällt ihm sehr. MILE meint, dass er mit Englisch begonnen hat zu gehen, mit Deutsch gelaufen ist und jetzt wieder auf Englisch sprintet. Der kreative Teil denkt Englisch, der analytische Teil Deutsch. Im Gegensatz zur eher harten deutschen Sprache lässt die Englische mehr Flow und Klangvariationen zu, so MILEs Worte.

Sein karitatives Anliegen

Oberste Priorität hat für MILE im Moment ein Projekt für sein Heimatland Nigeria, bei dem er mit Frau Dr. Barbara Rupp von Youthcare International zusammenarbeitet. Der Verein hat mit Unterstützung bereits etliche Waisenhäuser und Schulen gebaut, sowie Schulbusse finanziert. Bei diesem Projekt geht es um Rollstühle für Kinder und Jugendliche, die in Nigeria schlichtweg Mangelware sind. Die Menschen, die einen Rollstuhl benötigen würden, bewegen sich knieend auf Pappkartons durch die Straßen. Durch viele Konzerte und Auftritte bei Festivals hat MILE einen Teil seiner Gage in das Hilfsprojekt gespendet. Mit Unterstützung von Frau Dr. Rupp wurden in kurzer Zeit bereits 300 Rollstühle gesammelt und für den Transport nach Nigeria bereitgestellt. In Zeiten wie diesen kann jeder ein Zeichen setzen und einen Beitrag leisten, so MILE. Auf der Facebook Seite von MILE findet man mehr Infos zum Projekt und kann auch seinen eigenen Beitrag leisten.

Kommende Konzerte werden auf seiner Facebook Fanseite „MI LE XY“ bekanntgegeben.

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