Werden „The Makemakes“ beim ESC für Österreich an den Start gehen? Wir haben die Gruppe genauer unter die Lupe genommen und stellen sie exklusiv vor!

Langsam wird es heiß, was die musikalische Vertretung beim diesjährigen Eurovision Song Contest angeht. Die Band „The Makemakes“ sind immer noch mit im Rennen und gelten als tiefenentspannt, wenn es um Lampenfieber und Nervosität geht. Liegt das am Erfolg, der sich bereits bemerkbar macht, an der Liebe zur Musik oder vielleicht doch an etwas ganz anderem? Wir stellen euch die Band exklusiv vor!

Am Anfang war die Schöpfung…

Kennengelernt haben sich zunächst die beiden Musiker Florian Meindl und Dominic Muhrer im Schlagzeugunterricht bei demselben Lehrer. Liebe auf den ersten Blick sieht jedoch anders aus: Nach eigener Aussage konnte Dominic seinen späteren Bandkollegen nicht leiden („Für mich war er bloß ein Gschaftler“) und Flo ging es aufgrund des ausgeprägten Schlagzeugertalents von Dodo nicht anders.

„Für mich war Flo bloß ein Gschaftler“
Dodo

Markus Christ (bekannt unter dem Namen „Max“) stieß später zu den beiden, nachdem sie sich in der Umgebung bzw. ihrer Clique „Mondsee Gang“ kennengelernt haben. 2012 gründeten die drei Musiker aus dem westlichen Salzkammergut ihre Band „The Makemakes“.
Namensgeber war dabei die Schöpfergottheit Makemake, die durch die Osterinseln bekannt geworden ist. Eben deren Geschichte, die erst von Schöpfung, anschließender Zerstörung und bleibender Einsamkeit geprägt ist, hat die drei bis heute beeindruckt.

The Makemakes

The Makemakes

Gestern Vorgruppe von Bon Jovi, heute Vertreter beim ESC?

Ihren Bekanntheitsgrad hat die Rockband vor allem ihren Auftritten als Vorgruppe für Bon Jovi zu verdanken. Der Kontakt zum Weltstar besteht immer noch und in Sachen ESC drückt dieser den dreien natürlich die Daumen und steht bei Fragen mit Rat und Tat zur Seite.

Aber jetzt mal Klartext: Können „The Makemakes“ Österreich angemessen vertreten und ihrer Aufgabe gerecht werden, wo sie nach eigenen Aussagen nicht einmal Lampenfieber vor Auftritten haben? Wenn es um musikalische Qualität und Erfahrung mit Bühnenauftritten geht, dann definitiv. Weil bei allen Mitgliedern der Gruppe bereits seit Kindheitstagen Konzertauftritte zum Alltag gehören, ist Nervosität hier fehl am Platz. Dafür sind sie, wenn es dann losgeht, sehr konzentriert und fokussiert, was an eigener, intensiver Erdung liegt. Bleibt nur noch die Frage offen, ob die Jungs auch „österreichisch“ genug sind, um ein ganzes Land vertreten zu können. Der familiäre Hintergrund der Band stimmt auf jeden Fall, alle drei stammen aus dem Flachgau und sind dort aufgewachsen. Sie selbst sehen Österreich als ein weltoffenes Volk mit tollen Traditionen und weit verzweigter Kultur, auf die sie selbst sehr stolz sind.

Und typisch für „The Makemakes“?

Genug Landeskunde betrieben, Zeit die Band konkret vorzustellen: Ihre Texte und die Musik schreibt die Gruppe selbst. Falls sie mit anderen Musikern zusammen arbeitet, dann wird auch zusammen geschrieben. Übernommen werden wenn dann nur Zitate, um vorhandene Kunst in neue Bahnen zu lenken und bereits existentes wiederzubeleben. Was jetzt sehr esoterisch klingt, ist eigentlich ganz einfach: Die Band ist offen für alles und möchte dementsprechend viel miterleben und erfahren. Dieses Erleben geht soweit, dass Bandmitglied Dodo immerzu Musik hört, beinahe hören muss. Egal ob unter der Dusche (gerne auch mit eigenem Stimmeinsatz), im Hotelzimmer, beim Umziehen… Bandkollege Max hält daher einen implantierten USB-Port mit Lautsprechern bei seinem Bandkollegen für eine ausgesprochen lohnenswerte Investition!

Auch beim Thema musikalische Vorbilder wollen sich die Rockmusiker nicht festlegen, weil sie von einer ganzen Reihe an Künstlern und Interpreten inspiriert und beeinflusst werden.

Gut gelaunt, entspannt und ein Fünkchen Lebensweisheit

Zwar kommt die Gruppe sehr locker und entspannt beim Zuhörer bzw. Zuschauer an, das heißt aber noch lange nicht, dass es ihnen an Tiefgang fehlt. Den Musikern ist es wichtig, Offenheit und Authentizität zu zeigen. Wenn ihnen etwas nicht passt, dann wird das angesprochen und eine Änderung angestrebt. Eine „Ist mir egal, ich kann doch eh nix ändern“-Haltung ist ihnen fremd und daher setzen sich die drei auch für eine bessere Welt ein, selbst wenn das heißt, als Spinner dazustehen.
Egal ob die Gruppe nun als Sieger für Österreich antreten oder nicht. Ihre Fans werden weiterhin bestens bedient. Geplant ist bereits ein neues Highlight: Die erste Liedersammlung der Gruppe!

Fotos: The Makemakes

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