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Bei Moonshine Records fühlt man sich in die Vergangenheit zurückversetzt. Mit Sound und Equipment aus den 40ern und 50ern ist dieses Tonstudio in München etwas ganz Besonderes.

Der Sound der 40er und 50er ist einzigartig. Mit dem richtigen Gehör und dem Gespür für diese Zeit sind Unterschiede zu heute sofort festzumachen. Die Musikproduktion war eine ganz andere, denn ohne digitalen Schnitt geht heute eigentlich gar nichts mehr. Nicht so bei Christian Krüger, denn er holt mit seinem Tonstudio „Moonshine Records“ den Sound der Vergangenheit in die Gegenwart.
Sein Ziel ist es, 100 prozentig authentischen Sound der 40er und 50er zu produzieren und das in bester Qualität. Musikern aller Stilrichtungen soll die Möglichkeit gegeben werden, das Feeling dieser Ära hautnah mitzuerleben.

Historisches

Hinter Moonshine Records steht Christian Krüger. Schon als Kind hatten es ihm die Schallplatten seines Vaters angetan und er wuchs mit Jonny Cash, Hank Williams und anderen Interpreten der 50er auf. In den 90ern entdeckte er die Liebe zur Gitarre und spielte dann auch in einigen Rockabilly Bands. Mit dem Sound seiner Framus Halbakustik Gitarre und seiner 63er Dynacord Amp wollte er sich aber nicht zufrieden geben. So kam es dazu, dass er sich vor zehn Jahren auf die Spur des Sounds der amerikanischen Platten der 40er und 50er Jahre machte. Über Auktionen und Kontakte besorgte er sich ausschließlich Equipment aus den 30ern und 50ern aus allen Teilen der USA. Damit alles wirklich authentisch ist, nahm Christian Kürger einiges auf sich: „Viele Jahre aufwendige Recherche, unzählige E-Mails und Telefonate, komplizierte Kaufabwicklungen und Transportprobleme für viele der seltenen Verstärker, Plattenschneider und Studiomobiliar.“ Und es hat sich gelohnt – über einen Kontakt lernte er David Kehrle kennen, den er so neugierig machte, dass dieser sogleich alles in Augenschein nahm und sofort begeistert war. Der Grundstein für Moonshine Records, zu dessen auch Michael Rahm und Thomas Klees zählen, wurde gelegt.

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Das Tonstudio ist dem Stil der 40er und 50er nachempfunden. (c) Christian Krüger

Produktion und Sound

Die Songs werden von den Musikern und Bands live eingespielt – Overdub und Multirack Recording sind also nicht möglich. Den Musikern wird dadurch auch einiges abverlangt, denn sie müssen für die Produktion perfekt vorbereitet sein. Nach dem Soundcheck und der Auswahl der richtigen Bändchenmikrofone (wie beispielsweise das seltene Röhren-Mikrofon Coke Bottle von 1948) spielt die Band ihr Repertoire live ein. ist diese gut vorbereitet, dann ist es auch möglich, dass an einem Tag ein Album eingespielt werden kann. „Das erfordert aber entsprechende Professionalität und Disziplin“, weiß Krüger aus Erfahrung.

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Pretty Petty bei den Aufnahmen bei Moonschine Records (c) Christian Krüger

Derzeit wird das Album von Pretty Petty produziert. Die junge Sängerin hat sich unter anderem dem Sound der 60er, dem Blues, Swing, Rock’n’Roll und Country verschrieben und passt daher perfekt ins Bild von Moonshine Records.

An einem Produktionstag werden bis zu 200 Röhren in Anspruch genommen und was auch noch interessant zu wissen ist: Die ältesten Geräte, die bei Moonshine Records zu finden sind, sind zwei Mikrofonverstärker RCA 41 B aus den Jahren 1935/36. Abgemischt wird mit einem Röhrenmixer aus dem Jahr 1957 – geschummelt wird also nicht, alles ist original.

Atmosphäre

Nicht nur die Technik, sondern auch das Ambiente ist dem Stil der 40er und 50er Jahre nachempfunden. Bei einem Blick ins Studio fällt die Liebe zum Detail ins Auge und man fühlt sich in eine andere Zeit zurückversetzt. „Die Musiker sind alle voller Begeisterung, wenn sie unser Studio betreten.
Dieses Gefühl hört man später auch auf den Aufnahmen“, schwärmt Krüger, wodurch sich die harte Arbeit und der Aufwand bezahlt gemacht haben. Damit kein Wunsch offen bleibt, steht den Musikern auch eine Sammlung von historischen Musikinstrumenten und Verstärkern zu Verfügung, damit die Aufnahme zum einzigartigen Erlebnis wird.

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