Das Jahr 2017 soll für Mother’s Cake nicht weniger als den endgültigen Durchbruch bringen. Mit ihrem bislang vielleicht komplettesten Album und großen Plänen machen sich die Prog-Rocker auf den Weg in eure Köpfe.

Dass Mother’s Cake noch vor Veröffentlichung ihres Debütalbums mehrere Bandcontests gewannen oder im schlimmsten Fall top-plaziert hinter sich ließen, war lediglich ein Vorgeplänkel auf das, was seit 2012 folgen sollte.
Dass sie den Local Heroes Contest 2010 jedoch in Usain-Bolt-artiger Manier gewannen, war eine Auszeichnung ihres herausragenden Könnens. Nicht nur, dass sie den Contest als Band gewannen, nein, zudem konnte jeder einzelne der drei Musiker den Sieg als Bester seines Faches einfahren.
Schlussendlich ist es sich auch nur so zu erklären, dass „Creation’s Finest“, drei Jahre später „Love The Filth“ und jetzt „No Rhyme No Reason“ in dieser Form, mit dieser musikalischen Raffinesse entstehen konnten.

Anfänge in Tirol und Wien

Sänger und Gitarrist Yves Krismer und Bassist Benedikt Trenkwalder konnten schon mit ihrer gemeinsamen Band Brainwashed das eine oder andere Glanzlicht setzen. Unter anderem erreichten sie beim Austrian Band Contest 2005 den zweiten Platz und traten als Vorgruppe für die Guns N’Roses Nachfolgeband Velvet Revolver und Tito & Tarantula auf. Doch erst als Krismer und Trenkwalder 2008 gemeinsam mit dem passionierten Schlagzeuger Jan Haußels in einem Rausch aus The Mars Volta und mehr jammen, entsteht das brandgefährliche Gemisch, das sich heute Mother’s Cake nennt.

Als beeindruckende Liveband dauert es nicht lange bis sich Mother’s Cake auf zahlreichen Konzerten einen Namen machen und eine beachtliche Fanbase erspielen. Für ihr Debütalbum findet das Trio im Wiener Musiklabel GAB Music einen wichtigen Partner und in Labelchef Georg Gabler zugleich einen erfahrenen Produzenten. So erscheint 2012, vier Jahre nach den ersten gemeinsamen Gehversuchen, „Creation’s Finest“. Passender könnte es kaum sein: Bei den Aufnahmen des von The Mars Volta geprägten Trios wirkt unter anderem deren ehemaliger Keyboarder Ikey Owens mit.
Das funkige und ausufernde Album „Creation’s Finest“ hält mit dem Titeltrack, „Soul Prison“ und „Runaway“ eine Reihe Songs parat, die die Qualitäten der drei bekräftigen. Die Zahlen unterstreichen den Erfolg: Das Musikvideo zu „Soul Prison“ steht mit Stand Jänner 2017 bei über 300.000 views auf Youtube.

Mit dem Debüt im Gepäck machen sich Mother’s Cake auf den Weg um die halbe Welt, inklusive einer Headliner-Tour durch Australien. Neben den zahlreichen Headliner-Shows spielen sie als Support für Anathema, Iggy Pop & The Stoogs und – passenderweise – die Omar Rodriguez Lopez Group (At the Drive-In, The Mars Volta, Antemasque). Um ihren Status als Liveact zu untermauern, filmen sie 2014 ihren Auftritt im Innsbrucker Propolis und veröffentlichen ihn unter dem Titel „Off the Beaten Track“ auf Youtube.

Der nächste Schritt mit Love the Filth

Bei all dem großartigen Eindruck den „Creation’s Finest“ hinterlässt, der die Songs auch heute noch mehr als hörenswert macht, fehlt es dem Album noch an Linie und Ziel. Das ändert sich mit dem brachialen Nachfolger „Love the Filth“ für den Mother’s Cake 2015 zum neugegründeten GAB Sublabel Panta R&E wechseln. Das energiegeladene Werk wirkt wie aus einem Guss und strotzt vor Durchschlagskraft. Mit Hilfe einer Crowdfunding Kampagne wird vom Tiroler Künstler Alined ein Animationsvideo zur nach „Gojira“ zweiten Singleauskoppelung „Void“ produziert.

Es folgen intensive Tourtätigkeiten durch Österreich, Deutschland und die Schweiz, die im August 2015 in vier Shows als Support für die US-amerikanischen Nu Metal Legenden Limp Bizkit gipfeln. Nach drei gemeinsamen Konzerten in Deutschland führt die vierte und letzte Show gemeinsam mit Limp Bizkit in die Brixton Academy in London.

Mit No Rhyme No Reason der Durchbruch!?

Im Frühjahr 2016 veröffentlichen Mother’s Cake über Panta R&E das Boxset „Love the Filth vs. Off the Beaten Track“, das das zweite Studioalbum und das Livealbum als DVD oder BlueRay umfasst. Im Juni folgt die Veröffentlichung der Videosingle „Ecstasy vom Album „Love the Filth“. Gleichzeitig kennzeichnet der Release die letzte Zusammenarbeit mit dem Wiener Rock-Label.
Für den größten Teil des Jahres 2016 ziehen sich Krismer, Trenkwalder und Haußels zurück, um gemeinsam mit Produzent und Milk+ Frontman David Furrer in Wien ihr Album „No Rhyme No Reason“ aufzunehmen.
Am 11. November 2016 bekommt die Welt in Form der Single „The Killer den ersten Vorgeschmack auf das dritte Studioalbum der Innsbrucker.

Die Kritiken zeigen sich positiv und die Fans gespannt auf das am 27. Jänner 2017 folgende Album, das beim deutschen Label Membran erscheint. „No Rhyme No Reason“ präsentiert sich als erhoffte Weiterentwicklung der beiden ersten Studioalben. Das Prog-Trio verbindet die besten Attribute der beiden Welten: Der Funk und der Abwechslungsreichtum von „Creation’s Finest“ wird mit der Energie und Härte von „Love the Filth“ verflochten. Hinzu kommt ein ungeahnter Pop-Appeal, der zu keiner Zeit die Integrität der psychedelischen und progressiven Wurzeln der Band unterminiert.
Erhalten bleibt auch Yves Krismers Status als Michael Jackson der Rockmusik, Benedict Trenkwalders Bassspiel, das jeden Red Hot Chili Peppers Fan zur Begeisterung treibt, und Jan Haußels Schlagwerk als Basis aller Macht, die diese Musik ausstrahlt. Auf „No Rhyme No Reason“ schaffen Mother’s Cake in den richtigen Momenten den Sprung von der Virtuosität einer Band wie The Mars Volta zur Eingängigkeit ihrer Schwesterband Antemasque.

Für die ersten Monate des Jahres 2017 sind die Pläne groß. Auf die Albumveröffentlichung Ende Jänner folgt schon eine Woche später die Veröffentlichung der zweiten Singleauskoppelung „Black Roses“. Für Februar steht eine sechs Konzerte umfassende Headliner-Tour durch Australien an. Im März folgt eine ausgiebige Deutschland-Tour mit einem Abstecher nach Frankreich, bevor im April Konzerte in Österreich, der Schweiz und Ungarn folgen. Von weiteren Aktivitäten ist für dieses Jahr auszugehen – der Festivalsommer 2017 wird wohl nicht ohne Mother’s Cake stattfinden.

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