Als Connaisseur bezeichnet man einen Kenner, der sich im künstlerischen und kulinarischen Bereich auskennt.

Maximilian Rath in Wien geboren aber in Fürstenfeld aufgewachsen, schneidet im Brotberuf regionalen Käse auf und bietet ihn auf diversen Märkten an. Am Abend wird er aber zum Schrauber in seinem Studio und produziert Beats, die knackig, würzig und atmosphärisch sind. Es stapeln sich die Platten auf dem Boden und auch auf dem Plattenspieler dreht sich eine. Der Ghettoblaster steht am Kasten und überschaut die Szenerie.

Der Werdegang

Max hat in früherer Jugend sehr viel Radio gehört und wurde später zum Eminem Fan. Marshall Mathers hat übrigens Max so beeinflusst, dass er mit zwölf als Lil´MC selbst zum Mikrofon griff um zu rappen. Doch woher eigentlich die Beats zu den Lyrics kamen war ihm nicht so wichtig. Das kam erst später, als er die Informationen zu den Liedern in den Booklets durchlas. Und es fielen immer die gleichen Namen. J Dilla, DJ Premier, Mr.Porter und Bonobo, oder der stets präsente Dr.Dre. Da begann Maximilian neugierig zu werden und fing an Kassetten mit Songschnipsel aus dem Radio ineinander zu mixen, Rap war nebensächlich geworden. Mit 14 begannen die ersten Sampleversuche. Durch die Programme wie dem „Magix Music Maker“,„Fruity Loops“ und „Cubase“ begann die Metamorphose, und aus Lil`MC wurde MxBeatz, der sich komplett dem Schrauben von Beats verschrieb. Seit 2012 arbeitet Maximilian mit „Ableton Live“, es folgte der Umzug nach Graz und das eigene Studio im Jahr 2013. Der Beat Connaisseurs Club war also eine logische Folge des Ganzen.

Die Idee des Beat Connaisseurs Club (B.C.C.)

Das Konzept das keine vorgefertigten Lieder gespielt, sondern live Beats geschraubt und gemacht werden, ist kein Neues. Dadurch erhalten eigene Produktionen ein komplett neues Gesicht. Die Betty Ford Boys oder IAMNOBODI sind Beispiele dafür, dass es nicht nur den gemeinen Hip-Hop Hörer gibt, sondern auch Leute, die gerne Instrumentalstücke hören. In vielen Städten sind diese „Beatmakersessions“ sehr beliebt. Die recht überschaubare Beat Szene in Graz benötigte eine Initialzündung und die Idee des B.C.C. war geboren.
MxBeatz lernte PDF (Phil da Funk) kennen und hatte einen Verbündeten gefunden, mit dem er etwas auf die Beine stellen konnte. Der erste B.C.C. fand vor einem Jahr statt und als begeisterter Zuseher der beiden staunte ich was auf Loop Maschinen und MPCs alles möglich ist. Nachdem der Beat Connaisseurs Club nicht lokal gebunden ist, sind die Stationen vielfältig und überraschend. Es wundert also nicht wenn der B.C.C. an einem Sonntag in einem Café stattfindet und man nebenbei nach Vinyl diggen kann. Die Idee des B.C.C. ist es aber auch viele Gleichgesinnte zu finden und sich auszutauschen, denn nur so kann diese kleine aber feine Szene wachsen. Das Menschen zusammenkommen und der Profit nicht das Ziel ist, sei besonders erwähnt. Der B.C.C. konnte bisher Gäste wie Men:At:Amps, Kensee, Oliver Deutsch und Phil da Funk begrüßen. Hierbei kommt der Connaisseur für das Kulinarische ins Spiel, denn auf dem B.C.C. besteht die Chance Besonderes aus der Region zu verkosten. Ob Rum, Whiskey oder Bier, der Gaumen will schließlich auch mit Spezialitäten verwöhnt werden.

Die EP & The Unused Word

Neben dem Beruf hat Max Zeit gefunden, eine kleine EP zu produzieren. Nach dem „Natural Dopeness Beattape“ das MxBeatz vor zwei Jahren auf Soundcloud veröffentlicht hat, geht es ihm nicht mehr um das Veröffentlichen der EP, so MxBeatz und er spüre auch keinen Druck dabei. Nachdem die sieben Tracks im Alleingang entstanden sind, hat er den Veröffentlichungstermin für Juli 2016 fixiert. Die EP wird es nicht nur als Download, sondern vermutlich auch in Form einer Musikkassette geben.
Ich hatte bereits die Chance in die EP reinzuhören. Die Symbiose von selbstaufgenommenen Sounds, dem Sampling und Instrumentaltitel ist wirklich gelungen. Seit einiger Zeit arbeitet MxBeatz mit „The Unused Word“ zusammen. Die beiden kennen sich schon länger und menschlich sowie künstlerisch passt es einfach. Nach gemeinsamen Jam Sessions entstand vor knapp einem Jahr der MxBeatz Remix von „Useless“. Die Zusammenarbeit ging auch auf der „5:The Balance“ EP von „The Unused Word“ weiter, denn MxBeatz hat darauf einen feinen Remix des Tracks „Freedom“ produziert. Reinhören lohnt sich!

Der perfekte Club

MxBeatz wünscht sich ein Austauschzentrum mit der Möglichkeit etwas zu essen. Am Abend könnte man einen mittelgroßen Raum der im Zentrum integriert ist, öffnen und darin Diskussionen veranstalten. Ein Ort, wo sich Musikliebhaber treffen könnten. Ob dies eine Träumerei bleibt lässt MxBeatz offen.

Für mehr Informationen dienen Interessierten diese Links:
Facebook | Soundcloud

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