Napaea ist das Solo-Projekt von Katharina Milchrahm. Mit ihrer starken Stimme verschafft sich die junge Steirerin Gehör und regt auch zum Nachdenken an.

Napaea ist das Projekt, hinter dem Katharina Milchrahm steckt. Die junge Singer-/Songwriterin aus der Oststeiermark überzeugt mit ihrer starken, souligen Stimme und frischem Folk-Pop. Da es sich bei Napaea um ein DIY-Projekt handelt, ist alles im eigenen Zimmer und in der Wohnung eines Freundes mit den ihnen möglichen Mitteln entstanden. Zur Zeit wird noch fleißig an der Fertigstellung der ersten EP oder des ersten Albums gearbeitet, so genau weiß es die 19-Jährige noch nicht.

Minitour

Im Alleingang hat Napaea im Juli eine kleine Tour durch Österreich organisiert. „Das ist gar nicht so einfach, wenn man noch völlig unbekannt ist und keine Kontakte hat, geschweige denn ein Label oder Management.“ Doch ganz alleine war Katharina nicht unterwegs. An ihrer Seite begleitete sie ihr Bruder mit der Harp und auch eine Band, bestehend aus Bass und Geige, wurden an Bord geholt. Zusammen tourten sie durch Österreich und haben auf Böden, Sofas und Betten von völlig Fremden übernachtet. Und es hat sich gelohnt, denn obwohl Napaea noch völlig unbekannt ist, ist es ihr gelungen, dass Leute zu ihren Konzerten gekommen sind.

Früh übt sich

Katharina Milchrahm

Katharina Milchrahm

Schon sehr früh hat Katharina Milchrahm die Musikschule besucht. Sie wollte bereits mit drei Jahren nicht mehr zu Hause bleiben und es ihrem älteren Bruder gleichtun und Musik machen. Die Unterstützung ihrer Eltern war ihr dabei sicher und was die Musik betraf, konnte sie machen was sie wollte. Mit fünf Jahren spielte sie dann in der Familienband mit, die aus ihrem Cousin, ihrem Onkel und ihrem Bruder bestand. „Ich war eigentlich mein ganzes Leben lang von Menschen umgeben, die selbst große Leidenschaft zur Musik hatten und mich immer unterstützten“, erzählt uns Napaea.

Heimat, Reisen, Lebensfreude

Alle möglichen Dinge, Landschaften und Menschen inspirieren die junge Oststeirerin und davon handeln auch ihre Texte. Zahlreiche Lieder sind während einer Reise oder in einer schlechten Phase ihres Lebens entstanden. Napaea würde gerne so einiges ändern und ist auch oft von den alltäglichen Dingen genervt. Doch anstatt sich stundenlang darüber aufzuregen, verarbeitet sie diese Emotionen in ihren Songs. „Das ist meine Art und Weise, mir Gehör zu verschaffen und mit Frust umzugehen.“ Aber wer glaubt, dass Napaea nur über Negatives schreibt und miese Stimmung verbreitet, der liegt falsch. Sie schreibt auch über Nächte mit ihren Freunden, über ihr Zuhause und über ihre Reisen. „Unterwegs trifft man immer so viele unglaubliche Menschen, das prägt einen einfach.“ Und unterwegs fühlt sie sich auch einfach wohl. Mit ihren Songs möchte Napaea Lebensfreude und Aufbruchsstimmung vermitteln. „Ich möchte zeigen, dass es noch immer Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt.“ Ihre Lieder sollen auch zum Nachdenken anregen, doch das gestaltet sich oft schwieriger als gedacht. Nur selten hören die Leute auch auf die Lyrics. „In meinem Song ‚Low Crime Rate‘ geht es darum, wie alles zugrunde geht; dass sich die Menschen gegenseitig kaputt machen und um Themen wie Vergewaltigung. Dennoch sagen mir immer wieder Leute, wie schön dieser Song ist.“

Hin und wieder wird auch gerne gecovert. Dabei handelt es sich meist um Folk- und Punknummern wie von Ben Marwood, The Menzingers oder Frank Turner. Neben Napaea spielt Katharina aber auch noch in einer Coverband, in welcher Blues- und Jazznummern gecovert werden.

Eisbär und Waldnymphe

Den Namen Napaea hat Katharina übrigens einer ihrer besten Freundinnen zu verdanken. Als sie Katharina nämlich zum ersten Mal sah, sei sie ihr sofort durch ihren Kleidungsstil aufgefallen. „Ich bin ein sehr naturliebhabender Mensch und verbreite oft ‚Waldstimmung‘ und esse gerne Äpfel.“ Napaea kommt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „zum Wald gehörend“. Der Begriff kommt auch in der griechischen Mythologie vor und heißt übersetzt „singende Waldnymphe“ und so wurde die Steirerin fortan Napaea genannt. Eines Tages wurde während eines Konzerts statt Blumen ein kleiner Baum auf die Bühne geworfen und so wurde Napaea zu ihrem Künstlernamen.

Logo

Das Lieblingstier von Napaea: Der Eisbär

Da der Eisbär das absolute Lieblingstier von Katharina ist, entwarf eine schwedische Künstlerin das passende Logo, welches auch auf den neuen T-shirts und Bags zu finden ist. Diese wurden pünklich vor der ersten Tour im Juli fertiggestellt. Großer Wert wird auch darauf gelegt, dass sämtliche Merch Earth Positive und Fair Trade ist.

Ein Blick in die Zukunft

Was Katharina genau mit ihrem Anglistikstudium anfangen wird, das weiß die junge Musikerin noch nicht so genau. „Ich würde mir einen Job wünschen, bei dem ich nebenbei noch Musik machen kann.“ Wichtig ist es ihr auch zu reisen und weiterhin spannende Menschen kennenzulernen. Einen ganz genauen Plan hat Katharina also noch nicht, aber meiner Ansicht nach ist die 19-Jährige eine bodenständige Künstlerin, die genau weiß, was sie tut.

Credits: Gert Kragol, Gernot Höfler, Jessie Salomonsson

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