Pain Is sind gerade erst dabei, einen Traum zu verwirklichen, und arbeiten schon an dem nächsten. Alles über die Ziele und den Schmerz der Metal-Formation.

Seit über 14 Jahren mischen Pain Is in der österreichischen Metalszene mit. Auch nach dieser langen Zeit, die vier Alben zum Vorschein brachte, sind die Grazer ihres Schaffens nicht müde geworden und geben sogar noch mehr Gas als je zuvor: Nachdem sie als Gewinner des Wacken Metal Battle Österreich hervorgingen, darf man sie heuer auf dem Wacken Open Air am Donnerstag, dem 4. August 2016, um 12:15 Uhr bestaunen. Wie sich Pain Is anhören, worin sie ihre Inspiration finden und alles über ihre großen Träume im Musikbusiness haben wir für euch herausgefunden.

Bad Santa und Co.

Den Grundstein für das Abenteuer namens Pain Is legte Sänger Jerome Jaw im Jahr 2002, als er beschloss, dass ihm die Drums nicht mehr genug waren, und er sich als Sänger beweisen wollte. Es dauerte nicht lange und der ehrgeizige Musiker platzierte Steve T an den Drums, MaC am Bass und einige Jahre später folgte Tom Steam an der Gitarre. „Er vervollständigte das Line Up um Bart und Gitarre“, so Jerome und ergänzt weiter: „Jede Band sollte einen Bad Santa haben.“ Die in Gemeinschaft entstandenen Songs, für die die Band das Subgenre „Paincore“ kreierte, präsentierten sie zum ersten Mal in der Kärntner Gemeinde St. Paul im Lavanttal. „Wir waren nervös as hell“, schildert Jerome seine Eindrücke, „doch nach den ersten paar Tönen wollten wir die Bühne nicht mehr missen.“

„Jede Band sollte einen Bad Santa haben.“

Dass Pain Is die Bühne als Spielwiese für sich entdeckten, zeigen über 400 Shows, die das Quartett bereits meisterte. Dabei teilten sie die Bühne mit Bands wie Kontrust, Belphegor, Disastrous Murmur, Sodom und vielen mehr. Auch wenn sie diese Liste gerne noch um Disturbed, Kill II This, Pantera oder Five Finger Death Punch erweitern würden, ist es für die vier bei jeder Show das Wichtigste, dass sie auch den letzten Besucher in der Ecke mit ihrer Musik erreichen und ihn mit ihrer Performance mitreißen.

Schmerz ist …

Mit ihrem Namen wollen Pain Is vor allem eines bewirken: Ihre Zuhörer sollen sich mit ihnen identifizieren können. Den Satz „Schmerz ist …“ kann und soll jeder für sich selbst ergänzen und so eine Verbindung zur Band aufbauen. Schmerz steckt aber nicht nur im Bandnamen, sondern auch in ihrem Sound. Daher rührt auch die Bezeichnung ihres Stils, Paincore. Nachdem die Band keine passende Stilbezeichnung fand, versuchten die Mitglieder, ihre Musik mit sich selbst zu beschreiben: „Unsere Musik sind wir selbst. Wir sind der Kern der Schmerzes und auch der Kern der Band.“ Daher sind Einflüsse von Disturbed oder Kill II This nur Nebensache für Pain Is; an einem Hype oder einer Band wollen sie sich nicht orientieren, sondern vor allem Authentizität beweisen.

Pain Is_Band

Tom Steam (Guitar), Jerome Jaw (Vocals), Steve T (Drums), MaC (Bass Guitar) (c) Pain Is

Neben schweren Gitarren, wütenden Drums, einem donnernden Bass und Vocals, deren Disturbed-Flair sich noch um Screams ergänzt, erzählen auch die Texte von Pain Is vom Schmerz. Ihre vier Alben thematisieren den Aufruf, nicht die Augen vor den Problemen der Welt zu verschließen, Aufbruchsstimmung, gesellschaftskritische Inhalte und persönliche Interessen und Gedanken. Vor allem mit „God Particle“, das ihnen auch einen Vertrag bei dem nicht mehr existenten Label Noisehead Records bescherte, kehrte Jerome mit seinen Texten zu sich selbst zurück und verpackt die Quintessenz ihrer Musik in konkreten Botschaften: „Ich finde, dass es das Wichtigste ist, eine Stimme und eine Meinung zu haben und dafür auf- und einzustehen.“ – Auch, wenn das Schmerz bedeutet.

Der Traum geht weiter

Auch wenn Pain Is auf jede Show und jede Tour erfreut zurückblicken, zählen sie ihren Gig beim Wacken Open Air 2016 schon jetzt zu ihren Highlights. „Wir waren wirklich geflasht und überglücklich, da an dem Abend ein Traum für uns in Erfüllung ging“, beschreibt Jerome die Gefühle der Band, als sie über ihren Sieg benachrichtigt wurden. Tatsächlich arbeiten Pain Is seit ihrer Entstehung auf diese Möglichkeit hin und sind stolz und aufgeregt, auf einem solchen Metal Festival spielen zu dürfen. Richtig realisieren werden sie das Erreichen ihres Traums aber wohl erst beim Festival selbst.

Nach ihrem Gig beim Wacken Open Air denken Pain Is aber keineswegs an Ausruhen. Alle vier Musiker richten ihr Leben so gut es geht nach der Band aus und ziehen an einem Strang. Auch die einzige Dame unter den drei Burschen, MaC am Bass, ist bei jedem Spaß dabei und blickt gemeinsam mit Jerome, Steve und Tom in die Zukunft. Dieses Jahr darf man sich noch auf eine neue Single inklusive Musikvideo zum Song „Don’t Let Us Down“ freuen. Ende 2017 wird voraussichtlich das fünfte Studioalbum der Band das Licht der Welt erblicken. Auch Tourneen und Shows werden das Bandleben aufmischen: „Wenn möglich, wollen wir das Publikum auch europaweit oder weltweit begeistern, aber planbar ist das leider nie“, so Jerome. „Wir haben aber einen Traum und den gilt es mit voller Kraft zu verwirklichen.“

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