Von höllischen Growlings bis hin zu wohlklingenden Gesängen – das sind Rest In Fear aus Graz.  Die Melodic Death Metal Band hat sich vor etwa acht Jahren gegründet und sich seitdem über die heimische Metalszene hinaus etabliert. Über die Anfänge, die Namensgebung, bisherige Meilensteine und zukünftige Pläne.

Graz, 2007: Es war das Jahr, in dem Eli und Thomas – Bassist und Gitarrist – beschlossen, eine Band zu gründen. Zusammen mit Gitarrist Valentin und Sänger Bo riefen sie Rest In Fear ins Leben. Die Band geht auf ein Hobby aus ihrer Schulzeit zurück. Zwar veränderte sich die Besetzung im Laufe der Jahre immer wieder, doch bleiben die wenigsten Bands gänzlich davon verschont. „Trotz Besetzungswechsel ist Rest In Fear seit 2007 das freundschaftliche, fast schon familiäre Klima geblieben“, so die Band über ihre persönliche Sicht auf die Konstellation. Im Laufe des Jahres 2009 schloss sich Keyboarder Roman der Truppe an und erweiterte den Sound von Rest In Fear somit um signifikante elektronische Elemente. Außerdem kam Valentins Bruder Gerald als neuer Schlagzeuger zur Band, was dazu führte, dass Rest In Fear fokussierter und effizienter wurden.

Erste Meilensteine

Zwei Jahre später produzierten sie ihr Debütalbum „Insert Yourself“. Positives Feedback folgte auf dem Fuße, außerdem gewannen sie das Wacken Metal Battle AUT und den Metalchamp Contest und durften so am Metaldays Festival in Tolmin spielen. Auf Letzterem performten sie seit diesem Sieg jedes Jahr, durften im letzten Jahr sogar als Opener auf der Main Stage fungieren und wurden auch für die 2015er-Ausgabe wieder gebucht.

2013 organisierte die Band zum ersten Mal den jährlichen Styrian Ball of Heavy Metal, eine Show für lokale Metalbands. Zu diesem Zeitpunkt trat Willi der Band bei und brachte – höchst motiviert und extrem fokussiert – die Effizienz der Band auf ein neues Level. Im selben Jahr unterzeichneten Rest In Fear beim Label G Minor Records und produzierten ihre zweite LP „Shallows Deep“, die im Juli 2014 veröffentlicht wurde. Die Band erlangte kürzlich mediale Aufmerksamkeit, als sie für den Amadeus Austrian Music Award in der Kategorie „Hard & Heavy“ nominiert waren.

Der Bandname „Rest In Fear“ lässt ja schon vermuten, dass sich dahinter eine Metal Band verbirgt, doch wie genau kamen die sechs Steirer eigentlich zu ihrem Namen? „Der Bandname ist in der damals jungen Band noch nach dem Ausschlussprinzip als das geringste Übel beziehungsweise der kleinste gemeinsame Nenner gewählt worden – die schrecklichen Alternativen bleiben jedenfalls auf ewig geheim. Als eine Anspielung auf die im Death Metal vielbesungene Vergänglichkeit und den Tod und damit eben auf den englischen „Rest In Peace“ Ausdruck, bedeutet der Name heute für uns aber im übertragenen Sinne so etwas wie ‚remain vigilante‘ oder ‚bleib wachsam‘ „, erklärt Schlagzeuger Gerald. „Als ewige Weltverbesserer sehen wir den Namen als eine Art Aufruf, kritisch zu bleiben, zu hinterfragen.“

Liveband aus Leidenschaft

2008, also etwa ein Jahr nach ihrer Gründung, absolvierten Rest In Fear im Orpheum Graz ihren ersten Auftritt. Zwar spielen die Grazer nur eine Handvoll Shows pro Jahr, dass das allerdings nichts zu sagen hat, zeigt schon allein die Tatsache, dass Rest In Fear neben Konzerten an den verschiedensten Schauplätzen im Inland und als Support von unter anderem Visions Of Atlantis und Krisiun von 2011 bis 2015 quasi zu den Stammgästen am Metaldays Festival in Tolmin, Slowenien, gehörten und dort jedes Mal aufs Neue das internationale Publikum zu begeistern wussten. Zwar ist das schon ein Meilenstein für sich, das Wunschdenken hört bei der Band hier aber natürlich noch nicht auf. Auch beim 70.000 Tons of Metal Festival, das jährlich Ende Jänner in den USA stattfindet, würde das Sextett gerne mal mitsegeln. Die Begründung: „Ein Metalfestival auf einem Schiff? Das kann nur geil werden!“ Dem haben wir nichts mehr hinzuzufügen.

„Unsere Leidenschaft ist die Liveshow.“

Der Fokus liege derzeit konkret darauf, sich aus Österreich heraus zu bewegen und mehr Konzerte zu spielen, da sich Rest In Fear als leidenschaftliche Liveband sehen. „Die Magie, wenn unsere Songs durch die Hallen schmettern und diese Momente, wenn das Publikum voll auf unserer Wellenlänge mit schwimmt und ganz in der Musik versinkt, geil!“, so Schlagzeuger Gerald. Diese Leidenschaft ist der Band während ihrer Auftritte auch deutlich anzusehen. Stets gut gelaunt, technisch sowie stimmlich einwandfrei und mit Feuereifer bei der Sache, so zeigten sie sich heuer unter anderem am See Rock Festival in Graz. Gerald verriet außerdem, dass bereits Gespräche mit Agenturen im Gange seien und die Band versuche, beim Booking aufzuholen und „wieder auf die Straße zu kommen“. Auf mehr Auftritte im neuen Jahr darf also gehofft werden.

Rest In Fear live

Nachdem Rest in Fear heuer schon am 05. März 2016 im Explosiv Graz im Rahmen des „Ball des Steirischen Schwermetalls“ zu sehen waren, dürfen sich Fans auf das sie am Metal on the Hill Festival in Graz am 12.April 2016 freuen. Es verspricht großartig zu werden, Karten sind leider schon gänzlich ausverkauft. Wer die Jungs trotzdem noch sehen will, hat beim Bloodstock Festival in Derbyshire vom 11. bis zum 14. August 2016 die Chance dazu – Karten dafür gibt es hier.

Alle Infos zur Band sowie den bevorstehenden Events findet ihr außerdem auf ihrer Facebook-Seite.

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