Am 30. Oktober 2015 erscheint das Debütalbum der Klassik-Pop-Konstellation Sedonia. Ihre erstes Musikvideo haben die drei Sängerinnen bereits veröffentlicht.

Sedonia – Das bedeutet Triumvirat, das bedeutet drei Universen. Diese drei Universen treffen bei dem Ensemble Sedonia aufeinander und verschmelzen zu einem großen Ganzen, wobei jeder einzelne Teil in seiner Individualität und Kreativität erhalten bleibt. Shirin Asgari, Nasrin Asgari und Nazanin Ezazi heißen diese drei Welten, die seit geraumer Zeit ihre Liebe zur Musik in diesem bewegenden Klassik-Pop-Projekt vereinen. Nun erscheint am 30. Oktober 2015 endlich das erste handfeste Album der drei Solistinnen mit dem namensgleichen Titel „Sedonia“, auf dem sie verschiedensten James Bond Nummern ein neues Gesicht geben.

Früh übt sich

Sedonia

Shirin, Nasrin und Nazanin sind drei leidenschaftliche Sängerinnen mit iranischen Wurzeln.

Seit 2008 musizieren Shirin, Nasrin und Nazanin gemeinsam. Ihre Liebe zur Musik haben sie allerdings schon viel früher entdeckt und übten sich in ihrem Herkunftsland, dem Iran, schon fleißig an den unterschiedlichsten Instrumenten. „Ich spiele Geige, Nazanin persisches Hackbrett und Nasrin Klavier. Wir kommen alle aus künstlerischen Familien, also gab es immer Musik bei uns zu Hause“, erzählt Shirin. Um als Frauen allerdings in einem so konservativen Staatswesen wie dem des Iran Erfolg zu haben, hätten die Talente der drei Sängerinnen nicht ausgereicht. Somit beschlossen sie 1999 Teheran zu verlassen und begannen bald darauf ihre Gesangsstudien an den Musikuniversitäten in Wien und Graz.

Nun haben sie nicht nur ihren Abschluss mit Auszeichnung in der Tasche, sondern sind auch um einige Erfahrungen reicher geworden. Eine dieser speziellen Bereicherungen und zugleich Chancen war mit Sicherheit ihre Teilnahme bei der „Supertalent“-TV-Show des RTL. Auch wenn sie nicht als Sieger hervorgegangen sind, konnten sie trotzdem durch ihr Vorrücken bis ins Semifinale viele Kontakte knüpfen und wurden von der Öffentlichkeit wahrgenommen. Dennoch steht für die drei nun eindeutig fest: „‘Supertalent‘ gab uns die Chance, von so vielen Menschen wie möglich gehört zu werden. Noch einmal bei einer Talentshow mitmachen werden wir vermutlich aber nicht. Das wollen wir nicht mehr.“

Klassik als Türöffner

Eine klassische Musikausbildung stellt nicht nur im theoretischen Bereich sondern auch im gesanglichen einen großen Vorteil dar. Diesen Hinweis erhielten sie schon in ihrer Schulzeit. „Der Chordirektor meiner Schule im Iran sagte damals, dass, wenn man das Klassische bei einer Sache beherrscht, man auch die anderen Stile leicht erlernen kann. An dieser Lehre habe ich mich orientiert und danach meine Ausbildungsmöglichkeiten in Europa gesucht“, beschreibt Nazanin ihre Entscheidung für klassischen Gesang. Nasrins Interesse am Gesang wurde auf eine ähnliche Art und Weise geweckt: „Mein Klavierlehrer meinte einmal, ich hätte eine sehr schöne Stimme. Daraufhin verging die halbe Klavierstunde damit, dass ich gesungen habe und er mich auf dem Klavier begleitet hat. Das erweckte auch in mir den Wunsch, zu singen.“

James Bond neu

Sedonia_Album

Am 30. Oktober 2015 erscheint das namensgleiche Debütalbum „Sedonia“.

Auf ihrem ersten Album „Sedonia“ zeigen die drei Frauen, dass eine klassische Stimmausbildung durchaus mit Rhythmen und Setzungen aus dem Popmusik-Sektor kompatibel ist. Ein typisches Pop-Untergerüst liegt den meisten der elf Nummern des Albums zugrunde. Darüber präsentieren sich Shirin, Nasrin und Nazanin mal solistisch, mal im Ensemble und geben auch der klassik-entfernten Zuhörerschaft einen kleinen Einblick in die Facetten dieser anspruchsvollen Stimmbildung. „Unsere Plattenfirma hat uns die Chance gegeben, das Album gemäß unseren Wünschen aufzunehmen. Dafür sind wir sehr dankbar“, versichert Shirin, dass tatsächlich die Konstellation Sedonia hinter dem bunten Mix aus Klassik und Pop steckt.

Die Inspiration, James Bond Songs neu zu interpretieren, haben sie bei ihrer Teilnahme bei „Supertalent“ gefunden: „Als wir uns an unseren Auftritt erinnert haben, haben wir den Song ‚Skyfall‘ von Adele, der vor unserem ersten Auftritt dort gespielt wurde, als Glücksbringer empfunden. Wir dachten uns, dass wir den Song auch singen müssen. So sind wir auf die Idee gekommen.“ Das Ergebnis kann sich hören lassen. Auch wenn der instrumentale Part manches Mal zu sehr an Computer-konstruierte Klänge erinnert, fügt sich jede Nummer zu einem soliden Konzept zusammen. Dennoch stechen jene Songs, denen kein typischer Pop-Groove zugrunde liegt, äußerst positiv hervor, nämlich „From Russia with Love“ und „Skyfall“. Einen Eindruck von euren eigenen Favoriten könnt ihr euch ab dem 30. Oktober machen, wenn das Album erhältlich ist.

Vor der Kamera

Bis dahin müssen sich Fans oder jene, die nun auf diesen Mix aufmerksam geworden sind, den es bisher nur von männlichen Ensembles wie Il Divo oder Adoro zu hören gab, mit Sedonias Musikvideo zu „The World is not Enough“ begnügen – ein professionelles Projekt mit einer ebenso spannenden Kombination aus kühlem James Bond Charme und aufreizenden Elementen. Ganz im Sinne dieses Songtitels sind auch die Wünsche der drei Frauen angesiedelt: „Wir möchten einfach singen und so viele Herzen und Menschen wie möglich mit unseren Stimmen und unserer Kunst berühren – Wir wollen für die Welt singen.“ Auch live werden sie dazu bald die Gelegenheit haben, wo und wann verraten sie allerdings noch nicht. Wir dürfen gespannt bleiben.

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