Ganz ruhig und poetisch singt uns Julian Le Play kleine Geschichten vor, die auf seinem Album „Melodram“ zu finden sind. Bald ist er wieder auf Tour!

Multitasking ist etwas, das nur Frauen beherrschen. So heißt es immer. Aber der Ausübung mehrerer Tätigkeiten hat der junge Künstler Julian Le Play einiges dagegen zu bieten: Der Wiener wurde am 27. Juni 1991 geboren und ist nicht nur als Sänger on Tour, sondern textet fleißig als Singer-Songwriter und moderiert verschiedene Radiosendungen.

Früh übt sich…

Schon im Kindesalter hat Julian, der mit bürgerlichen Namen Julian Heidrich angesprochen wird, angefangen, sein Können auf der Bühne unter Beweis zu stellen. Angefangen mit dem Kiddy Contest bei ORF folgte eine kurze Zeit als Co-Moderator der Show für Kinder „Close Up“. Daneben saß er am Klavier, sang im Kinderchor oder später in Schulbands. Dass Julian später mit Musik sein Geld verdienen will, wurde ihm bewusst als er mit einem eigens verfassten Liebeslied einen Talentwettbewerb an seiner Schule gewann, bei dem das gemeinte Mädchen sogar im Publikum saß. Im Jahr 2010 folgte eine Teilnahme in der Castingshow „Helden von morgen“, bei der er den siebten Platz belegte. Auch in Deutschland, beim Song Contest „Guten Morgen Düsseldorf“ war Julian in der Teilnehmerliste zu finden.

… wer ein Meister werden will

2011 hat dann die eigentliche Musikkarriere begonnen. Der Sänger legt sich den Künstlernamen „Julian Le Play“ zu und produziert zusammen mit dem Label GRIDmusic sein erstes Album (Soweit Sonar). Im Jahr darauf veröffentlicht er die Single „Mr. Spielberg“, die sich wochenlang in den Charts hält. Julian befindet sich nun auf der Erfolgsspur: Es folgt eine Tour durch Österreich und der Preis „Amadeus Austrian Music Award“ gehört inzwischen zu seinem Eigentum.
2014 dürfen sich seine Fans über das neu erschienene Album „Melodram“ freuen, das ebenfalls in Deutschland veröffentlicht wird. In Österreich schnellt das Album auf Platz 3 der Charts und mit den Singles „Mein Anker“, sowie „Wir haben noch das ganze Leben“ erobert der Wiener die Singlecharts des Landes. Seine CD wurde mit der goldenen Schallplatte ausgezeichnet, sodass es wenig verwundert, dass Julian die Songs des Albums in einer Melodram-Tour präsentiert – in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Außerdem war er schon mit Revolverheld und James Blunt auf Tournee.

Julian Le Play

Julian Le Play

Noch lange kein Ende in Sicht

Wer jetzt denkt, das war’s vorerst mit Julian, der irrt sich gewaltig. Genauso, wie er im Song „Der Wolf“ singt „in jedem Komet steckt ein Lied, ich werd mich niemals ergeben“ steckt noch jede Menge Unternehmungslust in dem jungen Mann. Erneut wird er durch die Länder touren und sein Album auf der Bühne präsentieren. Dafür sind folgende Termine geplant:

19.04 Leipzig, Täubchenthal
20.04 Marburg, Waggonhalle
21.04 Köln, Gebäude 9
22.04 Dortmund, FZW
23.04 Hamburg, Uebel & Gefährlich
24.05 Gmunden, Rathausplatz (mit Christina Stürmer)
03.06 Wien, Arena
13.06 Graz, Kasematten
20.06 Dudelang – Luxemburg. Fête de la Musique
28.06 Imst, Stadtpark
14.08 Mariazell, Bergwelle
Thorsteinn Einarsson

Thorsteinn Einarsson

Neben der Unterstützung von Christina Stürmer in Gmunden, kann sich Julian auf den österreichisch-isländischen Sänger „Thorsteinn Einarsson“ verlassen, der ihn begleiten wird. Dieser ist momentan mit der Single „Leya“ in den Charts vertreten und begeistert das Land mit seiner Musik.

Was hat Julians Melodram zu bieten?

Melodram kommt aus dem griechischen und setzt sich zusammen aus den Worten „melos“ (Klang) und „drama“ (Handlung). Genau diese beiden Bestandteile vereint Julian Le Play auf seiner Platte. Jeder Song hat eine eigene Geschichte zu erzählen, die der Sänger gefühlvoll präsentiert. So liefert er mit dem Song „Miss Curly Hair“ ein Liebeslied, bei dem er beschreibt, wie ein Mädchen mit lockigen Haare ihn und sein Herz gefangen hält. Sodass er nur noch schlafen möchte, um von der unerreichten Liebe zu träumen („Und drum schlaf ich tagelang werf meine Traummaschine an, um dich nicht zu versäumen“). Aber nicht nur das lockige Mädchen scheint es ihm angetan zu haben, sondern auch eine Frau in Blue Jeans, die die Poesie in seinem Leben ist.

Und drum schlaf ich tagelang, werf meine Traummaschine an, um dich nicht zu versäumen

Die ausgekoppelte Singe „Wir haben noch das ganze Leben“ ist gehört zu dieser Art von Liebesgeständnissen. Bei Textpassagen wie „und ich bleib nächtelang wach, um dich beim Schlafen zu sehn“ oder „Wir haben noch das ganze Leben, ich hab noch einiges zu geben, noch ein ganzes Leben“ wird deutlich, wie gefühlvoll und einfühlsam die Texte der Songs auf „Melodram“ sind.
Ein wenig energischer geht es bei dem Song „Phoenix“ zu, in dem Julian von der Energie des aufstehenden Vogels singt und sich diese zuschreibt. Diese Kraft findet sich auch im Song, der gute Laune und Optimismus durch schnelleren Rhythmus und passende Instrumentierung verbreitet.
Ganz ruhig dagegen ist der Song „Kartenhaus“, bei dem nur Julians Stimme und ein Soloklavier zu hören sind. Hier wird auch sparsam mit Text und Stimmeinsatz umgegangen, um die Wirkung von Julians Stimme und seinen Aussagen zu verdeutlichen.
Julian Le Play erinnert mit seinem Stil an Philipp Poisel, Cleuso oder Revolverheld. Emotionale Texte, die das Herz berühren, werden mit ruhigen, langsamen Klängen gemischt, sodass sich ein kleines Poesiealbum für die Ohren öffnet, sobald die Stereoanlage den ersten Titel anspielt.

Credits:
Bilder von Julian Le Play © Kidizin Sane
Thorsteinn Einarsson © Andreas Jakwerth

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