Mir fällt es richtig schwer über Thees Uhlmann zu schreiben. Ich habe eine sehr ambivalente Einstellung zu diesem Künstler. Dieser norddeutsche Artist spielt sehr bedacht mit den Wörtern und setzt sie poetisch in Szene. Normalerweise sagt mir das sehr zu. Möglicherweise begreife ich Thees Uhlman nicht oder ich habe keinen Zugang zu vielen seiner Texte. Aber diese, zu denen ich musikalisch und textlich eine Verbindung finde, gefallen mir gut und das aus tiefer Überzeugung.

Von seinem Debütalbum „Thees Uhlmann“ habe ich mich recht schnell zu Songs wie „Zum Laichen und Sterben ziehe die Lachse den Fluss hinauf“, oder „Mädchen vom Klasse 2“ sehr verbunden gefühlt. Deshalb, weil sie in meinen Augen eine gewisse autobiographische melancholische Leichtigkeit haben. Bei vielen Nummern des 39-jährigen sind mir möglicherweise durch viele Anspielungen auf lokale Straßennahmen oder besonderen Plätzen in Norddeutschland einfach der Zugang verwehrt.
Ich war richtig froh, als das zweite Album „#2“ auf dem Markt erschienen ist. Ich bin mit der Platte sehr zufrieden.
Mit Nummern wie „07.März“ oder „Der Fluss und das Meer“ hat sich das Album #2 einen sicheren Platz in sämtlichen Plattenregalen dieses Landes verdient.

– Kleine Gedanken zu einem Song von Thees Uhlmann –

Der Song „Der Fluss und das Meer“ hat mich ganz besonders überzeugt. Der Song erzeugt in mir ein Bild von einem jungen Erwachsenen, der nach einer langen durchzechten Nacht genau in diesen paar Minuten vollkommener ruhiger Melancholie und Einsamkeit zwischen den Straßenlaternen in den Sonnenaufgang hineinspaziert bis er zu Hause ist. Auf dem Weg nach Hause bleibt er kurz an einem Fluss sitzen und den Abend Revue passieren lässt.

Meiner Meinung nach ist das zweite Album wesentlich besser als sein Debutalbum und bei der Steigerung wird das dritte sicherlich der Hammer.

Thees Ulhmann kommt im November nach Wien in die Arena.

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