Tschecheranten-Lyrik aus der Vorstadt on Tour: Turbobier Turbobier präsentieren ihr Debutalbum und spielen Irokesentango…

Vier Punks von Turbobier aus Wien haben Ende März 2014 ihr Stammlokal in Simmering verlassen und touren seitdem durch Österreich und Deutschland, um ein wenig Anarcho-Tschecheranten-Romantik zu verbreiten. Die Band beschreibt ihre Entstehungsgeschichte folgendermaßen:

„Wien 2014: Am Simmeringer Schnellimbiss Helga treffen sich die vier Punks Marco Pogo, Doci Doppler, Baz Promüü und Fredi Füzpappn beim Dosenbier-Kauf wieder. Erinnerungen an alte Zeiten steigen auf, kurzerhand beschließt man in Pogo’s Bleibe zu proben. Punk’s not dead – der Funke springt über. Angelockt von der Musik kommen Nachbarn und bringen Bier mit. Man merkt: Bezahlt wird man als Künstler im neuen Jahrtausend nicht, dafür wird kostenlos gesoffen oder „getschechert“, wie die Wiener sagen.“

Seit dem letzten Jahr hat sich nun schon einiges bei Turbobier geändert. Nicht nur im Heimatbezirk wurden die Nachbarn auf laute Punk-Riffs und bierseelige Anarcho-Satire aufmerksam. Dass ihr Können auch für die Bühnen jenseits der Wiener Grenzen reicht, zeigte die Band mit einem Cover von Helene Fischers „Atemlos“ unter dem Titel „Arbeitslos“. Bild online wählte den Titel unter die sieben besten „Atemlos“-Parodien, und auch Dieter Bohlen war von den Wienern angetan.

Mut zur Dichtheit

Die Songs zwar kamen beim Publikum zwar an, aber eine richtige Punkband hat auch einen gewissen politischen Anspruch. Schnell wurde eine politische Partei gegründet: An der Spitze der Bierpartei Österreich (BPÖ) kämpft Pogo für mehr „Mut zur Dichtheit“. Als Bundeskanzler würde er sich für die Subventionierung aller österreichischen Brauereien einsetzen und die Biersteuer abschaffen.

Der größte Meilenstein, den die junge Band hinter sich gebracht hat, war der diesjährige Auftritt auf der Hauptbühne beim Nova Rock. Turbobier bewies nicht nur die viel beschworene Trinkfestigkeit, sondern auch die absolute Livetauglichkeit. Das Konzept ist einfach: konsequentes Abfeuern eines Mitgröhlliedes nach dem anderen, bei denen trotz Partyfeeling die Frage aufkommt, wo endet die Blödelei und beginnt die Sozialkritik?

Seit Juni 2015 kann jedenfalls das Ergebnis der Liveshows der vier Mannen aus der Wiener Vorstadt auch als Tonträger erworben werden. Irokesentango heißt das Album und bietet für alle gängigen Tschecharanten-Problematiken ein Lied mit dem der Alltag leichter zu ertragen ist. Marco Pogo gibt Anleitungen für das Verhalten bei Schicksalsschlägen, wenn zum Beispiel die Kantine am Fußballplatz kein Bier mehr hat, man beim Schwarzfahren in den Öffis erwischt wird, oder die eiserne Faust der Staatsgewalt in Gestalt eines Uniformierten, egal welche Farbe dessen Kappe hat, auf den Tschecheranten niedersaust.

Turbobier: Punk is not dead.

Die Gerstensaftanarchisten befinden sich seit Juni 2015 auf der Irokesentango-Releasetour, die sie bis Hamburg (25.09.2015, Kraken und 07.10.2015, St. Pauli Rock Cafe ) in den hohen Norden führen wird. Am 29.10. führt die Releasetour die Band nach Graz in den Bunker. Auch der große Albumrelease-Gig in der Heimatstadt ist fixiert: 31.10.2015 Wien, Flex. Also wer zu Halloween noch nichts vor hat: Es wird sicher schaurig mitgesungen und das Bier wird nicht ausgehen.

Irokesentango-Releasetour:

18.09.2015 / AT / Knittelfeld, Lunatic / halbakustische Show
19.09.2015 /AT / Böheimkirchen, ParkSound
24.09.2015 /DE / Augsburg, Kantine (+Terrorgruppe)
25.09.2015 /DE /Hamburg, Kraken
26.09.2015/ AT /Mank, Cityrock
01.10.2015/ AT /Salzburg, Rockhouse
03.10.2015 /DE/ Pfarrkirchen, Bogaloo
05.10.2015 /DE/München, Ampere
06.10.2015 /DE/Berlin, Comet
07.10.2015 /DE/ Hamburg, St. Pauli Rock Cafe
08.10.2015 /DE/Köln, Underground
10.10.2015/ AT / Kapfenberg, Overdrive Festival
17.10.2015/ AT / Wolfsberg, JUZ
23.10.2015/ AT /Lustenau, Carinisaal
24.10.2015/ AT / Timelkam, GEI
29.10.2015/ AT / Graz, Bunker
31.10.2015/ AT / Wien, Flex
26.11.2015/ DE / Augsburg, Hallo Werner
28.11.2015/ AT /Horitschon, Break the Border

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