Leuchtend rote Haare, entschlossene Mimik und ein neckisches Funkeln in den Augen – das ist Ramona Rotstich, eine Popsängerin und Songwriterin aus Wien.

In Songs wie „Tausche Mann gegen Schuhe“ oder „Mit Liebe gemacht“ aus ihrem Album „Raketenbaby“ offenbart sie Gedanken, die zwar jeder von uns schon einmal hatte, jedoch nur wenige so offen aussprechen. Aber ist Ramona Rotstich wirklich diejenige, die wir in ihren Videos erleben dürfen? Eine junge Frau, die mit ihrer ElectroPop-Musik polarisiert und die frei ausspricht, was sie sich gerade denkt? Wie sieht die ungeschminkte Ramona aus? Im Interview verrät sie, dass sie privat sehr ähnlich ist und sie sich im Lauf der Zeit zu der heutigen Person entwickelt hat. Die roten Haare sind zwar zu ihrem Markenzeichen geworden, die trägt sie aber eigentlich nur, weil sie selbst darauf steht. Und die Musik? Die ist eine Mischung aus synthetischen Popmusik-Klängen und ehrlichen, selbstgeschriebenen Texten.

Musikalisch Frust abbauen

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(c) Mato Johannik

Beim Texten der Songs kann sie ordentlich Dampf ablassen: “Als Musikerin habe ich das Glück, verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten zu nutzen, um Frust abzubauen. Das heißt, ich muss niemandem wehtun oder Autos zerstören, um mich abzureagieren.” Für alles, was sie nicht in ihren eigenen Songs loswerden kann, dienen ihr Titel, die sie für andere Künstler schreibt. Dafür ist es ihr sehr wichtig, die jeweilige Person kennenzulernen. Nur so kann sie sich in andere hineinversetzen, um authentische Titel zu schreiben. Als Person und nicht nur als Musikerin auf der Platte oder der Bühne wahrgenommen zu werden, ist etwas, das Ramona sich auch für sich selbst wünscht: “Oft arbeitet man zwei Jahre an einem Album und die Fans bekommen dann nur die Platte zu hören oder ein Musikvideo zu sehen und das war’s dann für mehrere Wochen oder Monate. Das möchte ich bei mir nicht. Es gibt Leute, die interessieren sich auch für das, was ich in der Zwischenzeit mache.” Das ist der Grund, warum sie viele Momente ihres Lebens in Youtube-Videos oder Facebook-Posts festhält. Sie möchte damit die Distanz zwischen sich als Sängerin und ihren Fans verringern. Schlechte Erfahrungen hat sie bislang kaum gemacht. Trotzdem ist sie sich bewusst, dass Social Media Aktivitäten die Gefahr von „Hatern“ bergen. Ist Kritik allerdings nicht konstruktiv, dann beschäftigt sich Ramona nicht mehr damit und hakt die Geschichte als „dumm gelaufen“ ab.

Neue Welten erobern

Was ihr dafür umso besser gelingt, ist der facettenreiche Einsatz ihrer Stimme. Ramona hat neuerdings Gefallen an A Capella Versionen ihrer Songs gefunden. Ein Kontrast zu den sonst flotten Songs, die von schnellen Beats und Schlagzeugsounds leben, der zeigt, wie abwechslungsreich die Sängerin sein kann. Mal sehen, zu welchem musikalischen Planeten sich das Raketenbaby Ramona Rotstich als nächstes aufmachen wird.

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