Obwohl der Name „ACROSS THE ELEMENT“ gerade erst in der österreichischen Musikszene aufgetaucht ist, sind die Gründer schon erfahrene Veteranen, die wissen was sie wollen.

Vor allem aber, so macht es den Eindruck, wissen sie was es braucht, um zu überraschen und zu verblüffen.

Wieso? Sie verstehen es, sich live in Szene zu setzen. Es gibt wenige Bands dieser eher minimalen Größenordnung, wie ACROSS THE ELEMENT es (noch) sind, die auf der Bühne so durch und durch professionell wirken, dass man sie beinahe für eine international erfolgreich agierende Band halten könnte. Das kann den unvorbereiteten Konzertbesucher schon mal ein wenig aus der Fassung bringen und ins Staunen versetzen.

Da fragt man sich natürlich, was hinter dieser Band steckt, wer sie sind und was sie wollen. Ein Interview scheint also ein geeignetes Medium zu sein, um diesen Fragen nachzugehen.

Ich habe die Band in Wiener Neustadt in ihrem Proberaum im BANDHOUSE besucht. Dort hatte ich auch die Möglichkeit in die neue EP reinzuhören, die sehr vielversprechend klingt. Zum Zeitpunkt des Interviews war Thomas, Gitarrist und Mastermind der Band, übrigens gerade dabei die neuen Songs zu mixen. Ziel dieses Interviews ist es, herauszufinden was hinter ACROSS THE ELEMENT steckt und was sie vorhaben. Was sind ihre Erfahrungen, die sie in ihrer langjährigen Laufbahn in der österreichischen Musikszene gemacht haben? Was sind ihre Ziele, was ihre Absichten – und steckt etwa sogar ein wenig Hochmut und Affektiertheit dahinter?

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Thomas und Ralf © Phillipp Annerer

music-news.at: Schön, dass ihr euch die Zeit nehmt ein paar Fragen zu beantworten. Wie kam es denn eigentlich zur Auflösung von EMILY’S BLEEDING und zur Gründung von ACROSS THE ELEMENT?

Thomas: Bei EMILY’S BLEEDING war es durch die ständigen Sängerwechsel in den letzten Monaten einfach zu „strange“. Das was da abgelaufen ist war nicht in Ordnung und wir wollten einfach einen Neustart machen, und so ein Neustart beinhaltet auch einen neuen Bandnamen. Auch die Musikrichtung ist anders geworden und wir wollten das Ganze einfach frisch mit den neuen Mitgliedern angehen.

music-news.at: Also wurde da im Prinzip auch musikalisch ganz neu angefangen und eine komplett neue Band gegründet, oder habt ihr etwas aus EMILY’S BLEEDING mitgenommen?

Thomas: Mitgenommen haben wir natürlich schon etwas von EMILY’S BLEEDING, unabhängig davon, dass wir auch eine wunderschöne Zeit zusammen hatten. Leider war es aber auch so, als das Original-Line-Up auseinandergebrochen war, dass es mit dem Substituten nie so gut funktioniert hat und der „Vibe“ nie wieder so entstanden ist, obwohl wir uns zum Schluss musikalisch schon sehr toll weiterentwickelt haben und das Ganze hat sich am Ende schon sehr in Richtung ACROSS THE ELEMENT bewegt. Die Auflösung hat uns dann geholfen, erst recht einen Schnitt zu machen und endgültig neue musikalische Wege zu beschreiten.

music-news.at: Wie seid ihr überhaupt auf den Namen „ACROSS THE ELEMENT“ gekommen?

Thomas: Bei „ACROSS THE ELEMENT“ geht es um die vier Elemente, die schon aus der griechischen Mythologie bekannt sind. Es soll eine Verbindung, eine Brücke darstellen, deshalb auch „Across“, was soviel heißt wie „quer über“ oder auch „gegenüber“. Das kann man dann sehen wie man will, als Opposition, oder auch nicht. Das trifft dann auch sehr gut das lyrische Konzept.

Ziel war es auf jeden Fall einen universellen Namen zu haben, der jetzt weniger auf eine bestimmte Richtung hinzielt.

music-news.at: Ihr habt ja auch mit der Gründung von ACROSS THE ELEMENT einen neuen Sänger ins Boot geholt, den Kim, und auch einen zweiten Gitarristen, der allerdings vor kurzem wieder abgesprungen ist. Wie wird’s jetzt weitergehen? Bleibt ihr bei einer Gitarre oder werdet ihr euch einen Ersatz suchen?

Ralf: Ja, leider Gottes ist uns der abgesprungen. Trotzdem haben wir uns entschlossen, dass wir mit nur einem Gitarristen weitermachen und auch so zu bleiben. Es passt perfekt und wir fühlen uns auch mit einer Gitarre sehr wohl.

Thomas: Es war so, dass wir natürlich auch festgestellt haben, dass die Bandchemie sehr entscheidend ist, wie lange eine Band existieren kann und welchen Output sie zusammenbringt. Und gerade so, wie wir vier jetzt sind, passt es eigentlich sehr gut – Never change a winning team.
Wir haben dann leider vom zweiten Gitarristen, der ein echt cooler Typ mit einem unglaublich großen Potenzial ist, eine Absage bekommen, weil er draufgekommen ist, dass das doch nicht wirklich sein musikalischer Weg ist. Das ist sehr schade, aber wir wollten dann nicht wieder jemanden von draußen reinholen, bei dem wir uns dann nicht hundertprozentig sicher sein können, ob wir uns auf ihn verlassen können. Und da es zu viert auch Live sehr gut funktioniert hat, haben wir uns entschlossen so weiterzumachen.

music-news.at: Heißt das also, dass es mit eurem neuen Sänger auf Anhieb funktioniert hat? Wie lange habt ihr gebraucht um mit ihm Auftritte spielen zu können?

Thomas: Wir kennen Kim natürlich privat schon länger. Ich war immer ein Fan von seiner Stimme, weil immer, wenn wir ihn mit seiner Ex-Band „LIGHT OF SALVATION“ gesehen haben, hat er uns ziemlich beeindruckt. Und ich kann mich noch genau an die erste Probe mit ihm erinnern, denn es war von der Energie einfach saugeil und hat perfekt gepasst. Er beeinflusst uns ja auch musikalisch gesehen. Wir haben das Tuning dann doch um einiges tiefer gemacht, nämlich von „Drop C“ auf „Drop A“. Interessanterweise sind dann Stimmen laut geworden die meinten:“ Oh, Emilys Bleeding machen jetzt Deathcore“, haha. Obwohl ich das Riffing ja gar nicht so stark verändert hab. Es ist witzig, wie schnell sich eine musikalische Richtung verändern kann, nur weil man ein paar Komponenten richtig austauscht.
Durch das tiefere Tuning wurde das Hauptaugenmerk einfach unbewusst mehr auf Rythmik und Groove gelegt. Dadurch entsteht ein ganz anderer Druck, der auch durch den Sänger und alle anderen unterstützt wird.Und so haben wir uns tatsächlich unbewusst musikalisch anders entwickelt. Wir wussten auch einige Wochen lang nicht, ob wir den Namen ändern sollen, aber wir haben dann gemerkt, dass es schon in eine andere Richtung geht. Das war am Anfang eine sehr schwierige Entscheidung, aber in Endeffekt war es eine Befreiung. Mach aus einer Krise eine Katastrophe, zerstör alles und bau dann alles wieder neu auf und das Haus schaut schöner aus, im ersten Moment zumindest, haha.

music-news.at: Wer schreibt bei euch eigentlich die Musik?

Thomas: Das passiert in Kooperation. Wir sind eine sehr demokratische Band, was auch manchmal den Songwriting-Prozess ein wenig verzögert, weil es eine Zeit lang dauert, bis man einmal alle zufrieden stellt. Es haben ja doch alle ein gewisses Ego, einer mehr, einer weniger. Wir fühlen uns nur dann wohl, wenn sich jeder mit der Musik hundertprozentig identifizieren kann. Es ist daher nicht so wichtig, wer mit dem Input kommt, es wird am Ende sowieso alles in Kooperation richtig ausgechekt. So fühle ich mich auch wohl, ich brauche also lieber länger mit ein paar Songs, als diktatorisch über alle drüberzufahren.

music-news.at: Das heißt du kommst mit einem mehr oder weniger fertigen Song zur Probe und deine Bandmitglieder üben dann Kritik, oder passiert das Songwriting direkt bei den Proben?

Thomas: Teils teils. Es sind zum Beispiel auch Songs dabei, die zum Teil aus einer Jamsession entstanden sind. Wir haben Proben mitgeschnitten und haben es uns später noch einmal angehört und daraus dann coole Teile entnommen und daran weitergearbeitet. Es war für mich und die Band immer wichtig das Livefeeling einzufangen. Wenn man etwas zu sehr konstruiert, kann es passieren, dass man ein bisschen den „Vibe“ verliert, und der Vorteil am Jammen ist, dass das dort eher nicht passiert.

music-news.at: Und wer schreibt die Texte?

Thomas: Wir sind der Meinung, dass das der Sänger alleine machen sollte. Er hatte keine Vorgaben, außer natürlich, dass es nicht gerade rechtsradikal oder satanistisch sein sollte.
Es war die Entscheidung von Kim es an den Namen anzulehnen. Es sind also Texte über gewisse Endzeitstimmungen, die auch naturverbunden sind. Es ist eher selten eine politische Message dahinter und schon gar keine Statements, da halten wir uns ein wenig zurück. Das würde auch nicht zur Band passen und wir versuchen immerhin ein Konzept und ein Image in diese Richtung aufzubauen.

music-news.at: Ihr habt ja auch vor kurzem euer erstes Musikvideo veröffentlicht. Wie war es das zu drehen? Welche Idee steckt hinter der Bemalung von Kim?

Thomas: Wie der Titel „The End of all Times“ schon verrät, geht es um eine gewisse grundapokalyptische Stimmung, egal ob das jetzt Umweltzerstörung oder politische Korruption anbelangt. Obwohl das auch sehr kafkaesk verpackt ist, es sind also eher Metaphern und keine genauen Aussagen.
Beim Musikvideo wollten wir uns in erster Linie eher als Performance-Band sehen und keine große Story verpacken. Wir wollten mit dem Musikvideo zeigen, welche Energie in dieser neuen Band steckt. Der Song selbst ist, im Vergleich zu den anderen auf der EP, eher auf der langsamen groovigeren Seite und ist auch sicher am kommerziellsten arrangiert worden. Dadurch ist er natürlich prädestiniert für eine Singleauskopplung bzw. für ein Musikvideo.

music-news.at: Und die Musik ist komplett in Eigenproduktion entstanden, oder hat da doch jemand mitgeholfen?

Thomas: Es ist komplett alles in Eigenproduktion entstanden – inklusive Songwritting, Recordingprozess und Postproduction.
Große Hilfe von Außen haben wir dann beim Musikvideo bekommen. In erster Linie also großen Dank an Karl Haubenwallner von Spotlight Media. Auch die Birgit Mörtl war sehr wichtig, denn sie war die Bodypainterin, die den Kim dann gestylt hat und sie ist immerhin zweifache Weltmeisterin und kennt sich da schon ziemlich aus. Ziel war es einen Eyecatcher zu schaffen und wir sind sehr zufrieden mit dem Endergebnis.

music-news.at: Ist einer von euch Profimusiker? Habt ihr andere Projekte neben ACROSS THE ELEMENT?

Thomas: Ich selbst hatte mal ein kleines Sideproject mit Thomas Trausmuth von SEEK & DESTROY, es kam aber nie zu einer Veröffentlichung. Das war nur eine Kollaboration von zwei Gitarristen. Eine Band oder ein so richtiges Studioprojekt habe ich nicht nebenbei, ACROSS THE ELEMENT würde das auch nicht zulassen.

Ralf: Bei mir ist es dasselbe. Ich habe nicht wirklich die Zeit was Anderes zu machen und ACROSS THE ELEMENT ist für mich im Vordergrund und wir haben uns viel vorgenommen für 2016 und generell für die Zukunft. Es steckt da ganz viel Öffentlichkeitsarbeit drinnen, es ist viel zu tun was das Booking anbelangt und wir machen das alles in Eigenregie. Profimusiker – Nein, aber vielleicht bald, man weiß es ja nicht. Aber nein, es steckt sehr viel Zeit in der Band und das würde etwas Anderes nicht zulassen.

Thomas: Das gleiche trifft auch auf Kim zu. Der Einzige, der auch anders musikalisch tätig ist, ist der Nick, unser Schlagzeuger. Er trommelt für ein Drumensemble, das „DRUMATICAL THEATRE“ und hat auch noch sein eigenes Drumprojekt, das sich „KS UNLIMITED“ nennt.

music-news.at: Wie habt ihr euch eigentlich alle kennengelernt?

Thomas: Naja, damals bei EMILY’S BLEEDING suchte ich einen Schlagzeuger und bin dann durch einen Bekannten zu Nick gekommen. Der Nick ist ein Jugendfreund von Ralf und hat ihn dann auch mal mit in den Proberaum genommen und so ist dann schon der Grundkern für ACROSS THE ELEMENT entstanden, obwohl wir es damals noch nicht wussten.

music-news.at: Habt ihr dadurch, dass ihr hier im Bandhouse probt viel Kontakt zu anderen Bands?

Thomas: Natürlich. Die gegenseitige Inspiration ist groß, die gegenseitige Hilfe auch. Interessanterweise gibt es auch hin und wieder persönliche Animositäten, obwohl jetzt kein großer kommerzieller Erfolg da ist, weil Metal ja doch immer eine gewisse Nischenmusik ist. Aber im großen und ganzen halten wir schon alle zusammen.

music-news.at: Was war bis jetzt euer schlimmstes Erlebnis auf einer Bühne?

Thomas: Haha, das kann ich persönlich jetzt leicht beantworten.

Ralf: Ja, ich glaube, wir reden da vom selben. Also Abstürze von Bühnen, ja das passiert, das kommt vor. Jeder der auch live spielt weiß, dass es meistens ziemlich rutschig ist, oder man hier und da mal einfach daneben steigt. Aber es gibt da natürlich auch Erlebnisse live on Tour, die ziemlich erschreckend sind und die man selbst nicht gleich registriert, wenn sie passieren. Wir haben das Ganze dann zum Glück super gelöst und die Show trotzdem fertig spielen können. Das war aber echt die heftigste Situation.

Thomas: Um konkreter zu werden: Ein temporärer Sänger von EMILY’S BLEEDING, den ich auch privat sehr gut kenne, ist auf der Bühne in eine Art psychotischen Zustand geraten und hat das Konzert nach vier oder fünf Songs einfach abgebrochen und das ist dann natürlich nicht sehr toll. Wäre nicht gerade zufällig unser Ex-Sänger im Publikum gewesen, hätten wir die Show nicht fertigspielen können. Aber du schaust dann a bissl deppat, ja.

music-news.at: Wie wird es weitergehen? Ist auch schon ein full length Album in Planung?

Thomas: Ein full length Album ist sicher für 2016 geplant – das ist Faktum. Das wird passieren und wir werden stark darauf hinarbeiten. Trotz allem wollen wir im Februar/März ein zweites Video auf den Markt bringen, mit einem der Songs die auf der EP oben sind. Wir werden dann aber auf ein full length Album hinarbeiten und wenn alles gut läuft kommt das noch 2016 raus.

music-news.at: Wie sieht’s mit Label und Plattenvertrag aus? Ist da was geplant?

Thomas: Naja, Universal oder Sony haben noch nicht angeklopft und uns zwei Millionen Euro angeboten, das muss ich schon sagen, aber andererseits sollte ich mal anrufen, vielleicht sagen sie ja, aber ich glaub eher nicht.
Plattenvertrag ist so eine Sache….. Wir sind absolute Gegner von Pay to Play, auch bei Live-Konzerten. Wir sind auch Gegner davon, sich bei Plattenfirmen mit viel Geld einzukaufen, nur damit dann ein Logo auf deiner CD oben ist, obwohl man alles selber bezahlt hat. Da kann ich’s ja gleich alleine machen.
Wir suchen eine Kooperation, bei der eine „win – win“ Situation rauskommt. Das zu finden ist gar nicht so leicht, denn man merkt einfach, dass die Plattenfirmen keine Kohle haben. Die CD-Verkäufe gehen zurück und vor allem kleinere Plattenfirmen können maximal den Vertrieb machen, aber die Kosten der Produktion selbst tragen dann oft die Bands.
Und wenn da jetzt irgendwelche Kleinfirmen, ob das jetzt Bookingagenturen oder Plattenfirmen sind, einfach nur die Bands abzocken – da spielen wir sicher nicht mit.

music-news.at: Das heißt also, es hat bis jetzt sehr gut alleine funktioniert und das wird es auch in Zukunft, oder?

Thomas: Jein, wir sind jetzt gerade in einer Kooperation mit einer französischen Bookingagentur, da werden wir dann sehen, was die Zukunft bringt. Ich glaube, dass wenn man viel live spielt, man sowieso unweigerlich in Kontakt mit Labels kommt.
Ich meine ich weiß von höheren vierstelligen Beträgen, womit sich dann Bands in namhafte Labels eingekauft haben und dann fallen gelassen worden sind und das kann es natürlich auch nicht sein. Man muss halt immer die Kirche im Dorf lassen. Aber das Ziel ist sehr wohl, und das sag ich ganz ehrlich wie es ist, rauszukommen aus Österreich. Unser Land ist ein gewisses Biotop. Es gibt so viele gute Bands hier, aber keiner kennt sie. Der Markt ist auch einfach zu klein. Das merkt man auch bei Konzerten, wenn irgendwelche Supportslots frei sind. Da ist ein unglaublicher Andrang und dann geht’s schon los: „Naja gut, wie viel Karten kannstn du verkaufen?“.
Im Endeffekt ist die Qualität der Band unwichtig, weil es nur darum geht wer die meiste Kohle hat „Schieb rüber, und dann spiel dort“. Das find ich ziemlich scheiße. Das Hauptaugenmerk liegt nicht mehr auf der Musik.
Wenn man dann über den Tellerrand schaut, ob das jetzt Richtung Deutschland oder anderswo ist, gibt es dort mehr Möglichkeiten, aber natürlich auch größere Konkurrenz. Aber Qualitätsmäßig könnte ich dir sofort fünf bis zehn österreichische Bands nennen, die locker international mithalten könnten.

music-news.at: Naja, dann bitte.

Thomas: Boah, haha. Also eine Band wie SEEK & DESTROY ist super cool oder vorher waren DEVASTATING ENEMY echt leiwand und die haben sich ja nur durch fehlende Perspektiven aufgelöst. Man braucht nur nach Wien schauen, da gibt’s ja auch einige. Ob das jetzt Bands sind, wie BLACK INHALE, die einen sehr guten Pantera Metal machen, oder was auch immer. Das ist aber jetzt nur Niederösterreich und Wien, da bin ich noch nicht einmal in der Steiermark. VINEGAR HILL spielen ja auch sehr gute Musik und das geht ja noch viel weiter.
Interessanterweise bleiben die alle aber irgendwie in einem gewissen Bereich dann darauf sitzen. Du kommst halt irgendwie nur zu einem gewissen Level und kennst dann auch die Leute in der Szene und fängst dann an dich im Kreis zu drehen, wenn du immer nur alles abspielst. Was dann? Wohin?
Im Endeffekt geht’s ja darum ein neues Publikum zu erreichen. Dafür muss man halt bereit sein auch weite Wege zu fahren. Mir ist es lieber vor 30 fremden Leuten zu spielen, die uns noch nicht kennen, als andauernd in der gleichen Region und vor den gleichen Leuten zu spielen und mich immer abfeiern zu lassen.

music-news.at: Das heißt ihr wollt auch was die Konzerte betrifft raus aus Österreich. Ist da für 2016 schon was geplant?

Thomas: Leider noch nicht. Wir sind gerade in der Promotionphase und gehen überall Türklinken putzen. Wir haben jetzt ein Video in der Hand, also eine Art Visitenkarte, und versuchen für 2016 mehrere Gigs an Land zu ziehen, die uns dann irgendwie pushen können. Am 23. April haben wir wirklich ein sehr cooles Konzert. Vielen Dank an VINEGAR HILL die das FEEL THE NOISE FESTIVAL in Trofaiach veranstalten. Diese Gigs bringen dir einfach was und je weiter man rauskommt, desto cooler wird’s. Aber richtig dezidiert geplant kann ich dir nur drei Termine nennen, unser Ziel wären aber 30 Termine, wir haben also noch sehr viel Arbeit vor uns.

music-news.at: Auf welches eurer kommenden Konzerte freut ihr euch am meisten?

Thomas: Naja es wäre unfair zu sagen, dass ich mich am meisten auf das FEEL THE NOISE freue, weil es jetzt das größte Konzert ist, bei dem auch drei große internationale Bands aufspielen – mit SONIC SYNDICATE, DARKEST HOUR und DARK TRANQUILITY. Yeah DARK TRANQUILITY – ich bin ein absoluter Fan von ihnen, den „Godfathers of Swedish Death Metal“. IN FLAMES sind eh cool, aber DARK TRANQUILITY sind genauso wichtig.
Trotzdem freue ich mich auf unser Heimspiel am 18. März im SUB in Wiener Neustadt mit EBONY ARCHWAYS. Es wäre unfair einfach zu sagen, dass ein Gig wichtiger ist als der andere. Diese 50 Minuten, die man da auf der Bühne steht, hat man gefälligst alles zu geben, weil die Leute haben Eintritt bezahlt und es verdient, dass man sich da oben für sie auseinanderreißt. So gesehen möchte ich einfach nicht werten

Ralf: Naja, ich traue mich da schon zu sagen, dass das FEEL THE NOISE FESTIVAL für mich erstmal einer der größeren Gigs sein wird und mich darauf sehr freue, keine Frage. Ich mache ziemlich viel Booking und ich bin auch gerade dabei für 2016 eine kleine Tour zu organisieren und es geht auf jeden Fall nach Deutschland und mal sehen was da passiert und auf das freue ich mich wirklich schon.

Thomas: Wichtig ist es, dass man dranbleibt. Man braucht als Band einfach ein Durchhaltevermögen und darf sich nicht runterziehen lassen. Irgendwann wird es sich einmal ergeben und selbst bekannte Bands haben irgendwann einmal darauf hoffen müssen, dass genau diese eine Gelegenheit kommt, aus der sich dann alles Weitere ergibt und von dem bin ich auch überzeugt. Obwohl – dass wir einmal Multimillionäre mit der Musik werden, das kann ich mir nicht vorstellen, aber das ist auch gar nicht wichtig. Hauptsache die Musik macht Spaß, das muss auf jeden Fall trotzdem im Vordergrund stehen.

music-news.at: Danke für das Interview.

Ralf: Danke.

Thomas: Danke auch.

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