Die aus Saalfelden am Steinernen Meer, Salzburg, stammende Band „Across A Blackened Sky“ gibt es nun schon seit circa fünf Jahren. Live können die Salzburger durch technisch astreinen Metal und vielseitige Lieder überzeugen und sind immer motiviert am Werk.

Da die Band sich regional bereits einen Namen gemacht hat und die erste EP veröffentlicht wurde, wird es höchste Zeit die Jungs vorzustellen:

PARADOX: Danke, dass ihr mich zu diesem Interview in euren Proberaum eingeladen habt. Stellt euch bitte vor.
Across a Blackened Sky: Hallo, die Freude ist ganz unsererseits. Kein Problem, also Across A Blackened Sky besteht aus Marco Lochner (22 Jahre, Bassist/Backing Vocals), Christian Seidl (29 Jahre, Vocals), Robert Brunner (24 Jahre, Gitarrist) und Christoph Aigner (21 Jahre, Drums).

PARADOX: Wie kamt ihr zum Namen „Across a Blackened Sky“?
Across a Blackened Sky: Unser alter Gitarrist Mario schlug diesen Namen vor, den er aus dem Text eines Machine Head Liedes hatte.

PARADOX: Wie würdet ihr eure Stilrichtung beschreiben und hat sich diese im Laufe der letzten Jahre auch verändert?
Across a Blackened Sky: Seit unser Ex-Gitarrist Mario nicht mehr in der Band ist hat sich unsere Richtung ziemlich verändert. Er tendierte mehr in die Metalcore-Richtung während wir jetzt eher auch „experimentelle“ Richtungen ausprobieren und versuchen technisch „irrer“ zu werden. Der persönliche Geschmack hat sich in den letzten fünf Jahren auch eindeutig geändert. Wenn man unsere erste EP „Chaos of Mind“ mit den aktuell neuen Liedern vergleicht, merkt man schon, dass wir uns eher aus der CoreRichtung entfernen.

PARADOX: Da ihr ja aus einer ländlichen Gegend kommt würde ich gern zurück zu den Anfängen gehen und euch fragen, wie ihr anfangs die Metal-Szene am Land so erlebt habt?
Across a Blackened Sky: Es ist nicht so schlimm wie man denken mag. Es gab damals recht viele Veranstaltung für die härtere Musik. Im Kunsthaus NEXUS in Saalfelden, wo wir unseren ersten Gig absolvierten, wurden regelmäßig Metal-Events veranstaltet. Auch heute noch sind dort Bands die spielen wollen gern gesehen. Unseren ersten Auftritt durften wir damals mit „Mastic Scum“ vor knapp 200 Leuten durchführen, was für unsere Gegend schon ein recht ansehnliches Publikum ist.

PARADOX: Ok, ihr habt euch ja natürlich musikalisch sehr weiterentwickelt. Hattet ihr auch schlechte Erfahrungen am Land oder musstet ihr gar mit Vorurteilen kämpfen?
Across a Blackened Sky: Nein, prinzipiell ist die Community gerade hier ziemlich cool. Da es nicht so viele Metalheads wie in den Städten gibt, ist der Zusammenhalt in der Szene extrem stark. Wir haben viele „StammHörer“, die zu den meisten Konzerten kommen und uns unterstützen. Man kann sagen, wir sind schon fast eine regionale Familie.

PARADOX: Also gibt es auch hier viele Veranstaltungen für Metal und Rock?
Across a Blackened Sky: Ja, besonders das Rockfest Fusch hat schon jahrelange Tradition. Es gibt auch viele Bar-Besitzer, die immer wieder Rock- und Metal-Bands spielen lassen. Das Angebot an Veranstaltungen ist also recht gut.

PARADOX: Ihr habt zu Beginn euer erstes Album erwähnt. Könnt ihr uns etwas über die Entstehung der CD erzählen?
Across a Blackened Sky: Wir haben auf jeden Fall gelernt, dass wir uns beim nächsten Studiotermin weitaus besser vorbereiten müssen. Die meisten Lieder saßen noch nicht richtig und so würden wir nicht mehr in ein Studio gehen. Circa 70 Stunden wurden in die Aufnahmen gesteckt und uns wundert es heute noch, dass der Tontechniker so viel Geduld mit uns hatte. Aber genau das sind eben Erfahrungen aus denen man lernt.

PARADOX: Und lohnt es sich, als „Jung-Band“ ein eigenes Album zu produzieren?
Across a Blackened Sky: Naja, man braucht auf jeden Fall etwas zum Herzeigen damit man ernst genommen wird. Natürlich ist es auch selbst ein kleines Erfolgsgefühl, wenn man seine eigene CD in Händen hält, mal abgesehen von den musikalischen Lektionen, die uns das Aufnehmen gelernt hat, zum Beispiel das Spielen mit Metronom.

PARADOX: Was haltet ihr von Contests? Als aufstrebende Band habt ihr doch sicher schon Erfahrungen damit gemacht?
Across a Blackened Sky: Ja, bei ein paar Contests haben wir schon gespielt. Gewonnen haben wir aber leider noch nie.

PARADOX: Wie kommt man dazu?
Across a Blackened Sky: Es gibt diverse Veranstalter, die solche Events abhalten. Mitmachen kann eigentlich jeder, der genug Karten verkauft oder genug Leute mitbringt. Anders ist es leider sehr schwer zu gewinnen, da doch die Zuschauerwertung oft viel ausmacht. Jedoch ist es eine gute Chance mal in großen Location vor viel Publikum zu spielen – nur auf den großen Durchbruch darf man nicht hoffen.

Die Veranstalter machen da natürlich das meiste Geld.
PARADOX: Und was hat es damit auf sich, dass man öfter mal hört, dass so Contests Abzocke sind?
Across a Blackened Sky: Nun ja, es fängt halt schon oft damit an, dass man sich seinen Slot im Timetable durch verkaufte Karten „erkaufen“ muss. Die Veranstalter machen da natürlich das meiste Geld. Viele Bands gehen auch mit zu vielen Erwartungen hin und sind dann enttäuscht wenn sie keine gute Wertung bekommen.

PARADOX: Ok, also hat es zumindest als Erfahrungswert einen Sinn. Da wir jetzt schon am Ende unseres Interviews sind möchte ich mich recht herzlich für eure Zeit bedanken und überlasse euch das letzte Wort an die Leser.
Across a Blackened Sky: Wir sagen auch Danke für die Gelegenheit ein Interview geben zu dürfen. Wer uns noch nicht kennt, kann gern unsere Musik checken. Wir sind alles lockere und sympathische Typen und auf Facebook, sowie auf YouTube durch unseren Bandnamen leicht zu finden.

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