Bei einigen gilt er als der Newcomer des Jahres: Wir haben Andreas Moe zum ausführlichen Interview getroffen!

Wird man mit der Gruppe „Avicii“ in einem Atemzug genannt, so kann man durchaus von großem musikalischem Erfolg ausgehen. Die Rede ist von „Andreas Moe“, dem Multitalent aus Schweden und dem Newcomer des Jahres in Sachen Singer-/Songwriter.

Steiler Karriereaufstieg

Andreas wurde im Herbst 1988 in Stockholm geboren und hat bereits in jungen Jahren mit dem Schreiben von Songs begonnen. Nachdem er sich selbst mit der Gitarre begleiten konnte, war Andreas bereit, seine Werke der Öffentlichkeit vorzutragen: In Bars und verschiedenen Jugendzentren konnte er erste Auftritte abliefern bis er 2011 erste Akustik-Versionen unterschiedlicher Songs auf Youtube hochgeladen hat. Nachdem John Martin, ein schwedischer Sänger, auf ihn aufmerksam geworden war, schrieb dieser Andreas einen Songtext für den Song „Penguin“ von Avicii. Andreas interpretierte den Song so hervorragend, dass er von Avicii ins Studio eingeladen wurde und kurz darauf erschien der Song unter dem Titel „Fade into Darkness“.

Nach dieser Zusammenarbeit unterstützte Andreas den Musiker John De Sohn, bis er schließlich 2012 seine erste eigene EP veröffentlichte. Allerdings war der Schwede vorerst nur in Großbritannien und Skandinavien erfolgreich. Doch diesen Zustand änderte der Multi-Instrumentalist mit der Veröffentlichung seiner Single „Ocean“, die seine typischen Pop-Folk-Hymnen perfekt widerspiegelt.

Andreas Moe im Interview

Wir hatten so einige Fragen an Andreas und freuen uns über die Antworten! Was er über großes Publikum denkt, wofür sein Herzblut fließt und was er über Avicii denkt, lest ihr im Interview!
www.music-news.at:Andreas, Deine ersten Auftritte waren vor sehr kleinem Publikum in Cafés oder Bars. Nun singst Du für viel mehr Leute. Wie würdest Du diese Erfahrung beschreiben? Stehst Du lieber auf großen Bühnen oder bevorzugst Du kleinere Shows?
Andreas:Wenn ich beides haben kann, bin ich zufrieden und glücklich! Klar, ein Massenpublikum und viele Leute sind unglaublich, aber kleine Auftritte haben auch etwas. Ich liebe dieses Mehr an Intimität.
www.music-news.at:Du wurdest von vielen Künstlern beeinflusst und geprägt. Welche Sänger und Musiker haben Dich besonders beeindruckt und auf welche Weise ist das passiert?
Andreas:Also das hat alles mit Michael Jackson angefangen, als ich ein kleiner Junge war. Ich konnte nicht mehr aufhören zu seiner Musik zu tanzen und übte all seine Schritte und Bewegungen vor dem Spiegel. Ich glaube ich war dabei süßer als irgendein Talent. Als Jugendlicher entdeckte ich dann den Rock für mich. Ich hörte Iron Maiden und Kiss. Und außerdem trug ich ständig mein Bandana auf dem Kopf in der Annahme ich wäre Axl Rose oder jemand in der Art. Als ich dann anfing, selbst Musik zu schreiben und die Musik ernster zu nehmen, wollte ich nur noch harte Gitarrenriffs für meine College-Band und meine Gitarrensolos schreiben. Das änderte sich aber, als ich dank eines Freundes John Mayer und dessen Musik kennenlernte. Ich stürmte sofort in den nächsten Musikshop und kaufte mir mit meinen Ersparnissen meine erste Akustik-Gitarre. Außerdem prägten mich noch Jeff Buckley und Prince, die für den heutigen Sound meiner Lieder mitverantwortlich sind.

www.music-news.at:Was war das erste Konzert, das Du in Deinem Leben besucht hast?
Andreas:Hm…gute Frage. Ich glaube das war “TOTO” in Stockholm. Ich war dort mit meinem Vater.
www.music-news.at:Du schreibst Deine Songs selbst. Handelt es sich dabei um eigene Erlebnisse oder sind es nur Fantasien?
Andreas:Die meisten Texte sind tatsächlich autobiographisch und beruhen auf eigenen Gedanken, Erfahrungen und Ideen. Ich liebe es, Songtexte zu schreiben, einfach dazusitzen und über ein Glas Wein zu reden. Ich schau dann, was dabei herauskommt, das ist beinahe wie eine Therapie für mich. Ich denke es ist wichtig über Dinge zu schreiben, in denen sich Menschen wiederfinden. Ich werde ja auch davon inspiriert.

Ehrlich gesagt singe ich außerhalb der Bühne relativ wenig

www.music-news.at:Musik macht einen so großen Teil in Deinem Leben aus. Welche Rolle spielt sie privat für Dich? Singst Du vielleicht in der Dusche oder wann hörst Du Musik?
Andreas:Musik hilft mir zu entspannen. Wenn ich von einer Tour heimkomme, gebe ich den Gitarren natürlich auch eine Pause. Aber ich denke immer an Musik. In der Dusche singe ich nie, ehrlich gesagt singe ich außerhalb der Bühne relativ wenig. Ich spiele lieber Gitarre und lass diese für sich selbst reden.
www.music-news.at:Du spielst eine Menge Instrumente. Welche beherrscht Du genau und was ist Dein Favorit?
Andreas:Das ist natürlich meine Gitarre. Daneben kann ich noch Klavier spielen und dem Bass oder Schlagzeug ein paar Klänge entlocken.
www.music-news.at:Du standest mit großen Stars wie Avicii auf der Bühne. Wie würdest Du die Zusammenarbeit mit solchen Größen beschreiben?
Andreas:Manchmal brauchst Du einen kleinen Schubs in die richtige Richtung, um da zu landen, wo Du eigentlich hinwillst. Die Zusammenarbeit mit Avicii war der richtige Anfang, um Aufmerksamkeit zu bekommen und mir einen Status in der Musikszene aufzubauen.
www.music-news.at:Inzwischen arbeitest Du an Deiner Solokarriere. Welche Vorteile hat das?
Andreas:Ich kann endlich machen, was ich liebe. Dafür fließt mein Herzblut und ich wollte das schon immer machen.
www.music-news.at:Hattest Du schon einmal peinliche Erlebnisse auf der Bühne, von denen wir noch nichts gehört haben?
Andreas:Nein, zum Glück nicht. Aber ich warte immer noch auf meinen ersten Sturz vor großem Publikum – ich halte Euch auf dem Laufenden! (lacht)
www.music-news.at:Gibt es jemanden, den Du gerne einmal treffen wollen würdest?
Andreas:Neue Leute, die mich inspirieren.
www.music-news.at:Manche Leute kämpfen gegen Krebs, anderen ist Armut ein Dorn im Auge. Wofür meinst Du, lohnt es sich zu kämpfen?
Andreas:Ich setze mich gegen Mobbing ein.
www.music-news.at:Du arbeitest zurzeit an einem neuen Album. Magst Du uns ein paar Facts dazu verraten?
Andreas:Die meisten der Songs habe ich in Devon (UK) aufgenommen, andere in meiner Küche in Stockholm. Die Tracks sind sehr natürlich und nicht überladen. Ich bin unglaublich aufgeregt, wenn es um mein Debütalbum geht. Das ist ein riesiger Meilenstein in meiner Karriere!
www.music-news.at:Hast Du noch weitere Pläne für die Zukunft, auf die wir uns freuen können?
Andreas:Zunächst sieht der Plan Live-Perfomances vor: Ich hab ein paar Festivals, auf denen ich eingeladen bin und auf die ich mich freue. Außerdem stehen noch einige aufregende Releases an. Aber jetzt bin ich erst einmal on Tour und davon will ich jeden Moment, nein, eigentlich jede Sekunde genießen!
www.music-news.at:Vielen Dank, Andreas für das ausführliche Interview! Wir wünschen Dir das Allerbeste und freuen uns schon auf Dein Konzert in Wien.
Wem die anstehenden Veröffentlichungen noch zu lange dauern oder nicht genügen, der sollte Andreas auf seiner Tour einen Besuch abstatten! Nach seinem Konzert in Wien und Berlin, wird er am 21.08 in Hamburg noch einmal auftreten.

Credits:
Photo by Joshua Halling

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