Die vierköpfige Band Assaia, die sich rund um den Singer-Songwriter Sandro Jaklitsch bildet, traf sich mit PARADOX radio und plauderte über ihre neue EP „Hickory“, die ab 5. Jänner erhältlich sein wird. -Das Interview gibt es in kurzer Zeit auf PARADOX radio zu hören und außerdem auch auf dem PARADOX Youtube Channel zu sehen.

Paradox: Heute ist die wunderbare Band Assaia bei mir zu Gast. Assaia ist eine Pop, Rock, Funk Formation aus der Steiermark, um genau zu sein aus Graz, was sich gut trifft, da wir auch von aus Graz senden. Ich freue mich, dass ihr alle da seid. Assaia besteht aus dem Sänger und Gitarristen Sandro Jaklitsch, dem Saxofonisten Felix Martl, dem Bassisten Alexander Petermandl und dem Schlagzeuger Sebastian Wurm. Hallo und schön, dass ihr da seid!

Sandro Jaklitsch: Danke für die Einladung!

Paradox: Bitte gern! Mir brennen ein paar Fragen auf der Zunge und ich habe natürlich keinen Genierer euch diese gleich brühwarm hinüber ins Gesicht zu schmeißen. Wenn ich mir Assaia als Bandnamen anschaue, ist es für mich nur eine Anhäufung von Buchstaben. Gibt es eine Geschichte hinter dem Bandnamen? Und wenn ja, wie lautet die?

Sandro Jaklitsch: Assaia hat sich aus einem Singer-Songwriter Projekt heraus entwickelt. Nachdem ich das alleine begonnen habe, ist Felix nach einer Weile dazu gekommen. Ursprünglich war es nicht Assaia, sondern Assai, und mit der Zeit ist das A dann irgendwie dazu gekommen. Assaia ist vom Klang her schön und mittlerweile hat es auch eine Bedeutung für uns, aber ein wirklicher Sinn steckt nicht dahinter.

Paradox: Ich habe euch vorhin als Pop, Rock, Funk Gruppe vorgestellt, ist das die Schublade, in die ihr euch hineinsetzen würdet?

Alexander Petermandl: Im Wesentlichen wollen wir uns in keine einzelne Schublade stecken lassen. Es ist viel mehr die Kombination aus zwei Schubladen: Zum einen ist es diese Rock-Pop Schiene, die wir auch mit ruhigeren Songs fahren. Auf der anderen Seite gibt es dann die groovigen, funkigen Stücke, bei denen wir uns vor allem auf rhythmischer Ebene austoben.

Sandro Jaklitsch: Die Grundideen stammen von mir und sind meistens sehr melodisch und auch eher ruhiger, was es dann wirklich zu Assaia macht, ist das Arrangement in der Band. Zu Beginn sind die Songs an sich eben ruhiger, aber das, was dann gemeinsam passiert, macht es meistens auch sehr groovig. Das heißt, der Groove bestimmt Assaia würde ich sagen.

Paradox: Der Groove bestimmt Assaia, das klingt extrem schön. Gibt es einen Künstler, einen Artist oder eine Band, auf die ihr euch einigen könnt? Wo alle damit konform gehen?

Sandro Jaklitsch: Dort, wo wir alle zusammenkommen, das sind die Red Hot Chili Peppers. Als Band ist es jedoch schwierig, vor allem weil wir vom Genre nicht eindeutig definiert sind: Wir machen Pop, Rock und Funk. Im Gegensatz zu anderen Bands ist es bei uns nicht so, dass wir uns an einer oder mehreren Bands orientieren. Insofern das möglich ist, versuchen wir mit den ganzen, verschiedenen Einflüssen, die natürlich auch jeder in die Band mitbringt, etwas Neues zu schaffen. Hierbei steht Neues natürlich unter Anführungszeichen, weil man das nicht neu erfinden kann, aber wir versuchen zumindest diese Genres miteinander zu verbinden.

Paradox: Im Jahr 2016 ist bei euch ja einiges geplant: Unter anderem kommt eine EP und ein Musikvideo heraus. Lasst und ein bisschen über die „upcoming projects“ von Assaia sprechen. Fokussieren wir zuallererst das neue Album.

Sandro Jaklitsch:
Es ist eigentlich kein Album, sondern eine EP. Im Vergleich zu unserer ersten EP unterscheidet sich die aktuelle vor allem durch die verschiedenen Genres, die sie widerspiegelt. Während die erste EP „Oak“ deutlich poppiger und rockiger war, sind wir mit der zweiten EP „Hickory“ wieder mehr zum Funk zurückgekehrt. Hierbei muss man dazu sagen, dass die Songs auf dieser EP keine neuen Songs sind, sondern Songs, die wir schon länger mit uns herum schleppen. Allerdings war diese groovige, funkige Seite von Assaia bisher noch nie auf einem Tonträger vorhanden, weshalb es uns auch ein Anliegen war, dass die Leute auch einmal diese Seite von Assaia kennenlernen.

Paradox: Zu einem Song der aktuellen EP wird auch ein Musikvideo erscheinen. Was könnt ihr schon vom Video preisgeben? Und ist dieses Lied die Single der EP?

Sandro Jaklitsch: Die Songs bei Assaia sind immer sehr poppig und haben auch meistens eine poppige Hook, aber es ist nicht so, dass wir auf der CD eine klare Single haben. „Nothing Feels Like You“ ist eine upbeat Nummer, die durchaus mehr radiotauglich ist als die anderen Songs auf der EP „Hickory“. Diese wird auch auf Soundportal erscheinen, aber sie deshalb als Single zu betiteln, wäre wahrscheinlich falsch. Das Video hingegen haben wir zu einer anderen gedreht: „Waiting For A Peace Sign“.

Paradox: Gibt es eine Geschichte in diesem Video und mit wem habt ihr denn zusammen gearbeitet?

Sandro Jaklitsch: Richard Girlitz hat mit uns zusammengearbeitet und die Location stellte uns der Grazer Maler Manfred Url, der ein guter Freund von mir ist, zur Verfügung und dort haben wir dann das Video gedreht. Die Thematik des Songs „Waiting For A Peace Sign“ ist Fukushima. Anfangs war es geplant mit Stock-Material zu arbeiten, schlussendlich haben wir uns jedoch für ein einfaches, aber gutes Performance Video entschieden. Das haben wir dort im Atelier gedreht.

Paradox: Es ist so, dass die Band live performt. Alles klar. Lass uns noch ein bisschen darauf eingehen, wie die neue „Hickory“ entstanden ist und zwar, aufgenommen habt ihr ja nicht selbst. War es bei „Oak“ noch so, dass es DIY produziert worden ist?

Sandro Jaklitsch: Ja genau, das liegt ja daran, dass Sebastian, unser Schlagzeuger, Tontechniker ist und ein eigenes Tonstudio hat. Aber ich glaube, da kann er mehr erzählen.

Sebastian Wurm: Ja, also bei der EP „Oak“ war es so, dass ich vom Recording übers Mixing wirklich alles gemacht habe. Nur das Mastering hat Patrick Koller, ein Freund aus Wien, für uns übernommen. Bei „Oak“ haben wir jedes Instrument einzeln aufgenommen und bei „Hickory“ wollten wir unbedingt zumindest die Instrumente live in einem Take einspielen. Wir haben uns deswegen die Unterstützung von einem guten Freund von mir, dem Tom Brugger, dem das RockStudio in Vasoldsberg gehört, geholt und haben dort die vier Songs live eingespielt. Im Nachhinein haben wir den Gesang bei mir im Studio in Stainz aufgenommen, danach habe ich es gemixt und gemastert. Es ist sozusagen ein halb-halb Projekt, eine Hybride.

Paradox: Vorher haben wir ja schon etwas über die Aufnahmen geredet und da habt ihr mir erzählt, dass die Recording Session für die neue EP gar nicht so lange gedauert hat. Wir waren da irgendwo bei drei, vier Stunden, war da ein Song dabei, der ein One Take war?

Sandro Jaklitsch: One Take hat es keinen gegeben. Aber ich glaube, „Nothing Feels Like You“ war bei zwei Takes. Ich muss dazu sagen, vor dieser Recording Session hatte ich wirklich Bauchweh und habe die Nacht davor auch nicht geschlafen, weil wir uns eben vorgenommen hatten live in einem Durch zu recorden und das haben wir davor noch nie gemacht. Vor allem bei diesen Songs, da sie rhythmisch schon komplexer sind und wir alle volle Leistung bringen mussten. Aber im Nachhinein betrachtet haben wir das wirklich gut hingebracht. Wir haben vier Tracks in etwa vier Stunden eingespielt und das hat auch wirklich gut funktioniert. Natürlich hat uns das als Band sehr weitergebracht, vor allem, um live eine bessere Performance rüber zu bringen.

Paradox: Wann wird die EP erscheinen und gibt es Tipps hin zur Releaseparty?

Felix Martl: Also die EP, die wird ab 5. Jänner 2016 auf Spotify, Amazon und iTunes erhältlich sein. Als CD wird es sie am 8. Jänner bei unserer Releaseshow im PPC in Graz zu kaufen geben.

Paradox: Ja, da wollen wir natürlich alle recht herzlich einladen. Teasern: 8. Jänner im PPC Graz – Assaia.

Paradox: Ihr seid auf der neuen EP ja nicht alleine, es gibt für „Gone“ eine Gastmusikerin. Wie ist das zustande gekommen?

Sandro Jaklitsch: Ja genau, eine Nummer auf der EP ist gefeatured von der Sängerin Klara Miller der Band Klay. Die Story hinter dem Song „Gone“ ist, dass Klara und ich gemeinsam auf einer kleinen irischen Insel waren und dort die Zeit in einem Atelier vom Manfred Url verbracht haben, in dem wir auch unser aktuelles Musikvideo gedreht haben. Und ja, der Weg auf diese Insel war ziemlich mühsam und wir sind nicht weitergekommen: Wir haben die Fähre verpasst und so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann. Aus dieser Situation heraus ist die Nummer „Gone“ entstanden.

Paradox: Sobald man ein Album fertig hat, geht es ans Artwork, um das Ding schön zu verpacken. Gibt es in dieser Hinsicht Leute, die ihr erwähnen möchtet oder gibt es überhaupt im Werdegang von Assaia Leute, die ihr erwähnen möchtet?

Sandro Jaklitsch: Man muss wirklich dazu sagen, dass wir bei Assaia wirklich ein wahnsinniges Glück haben und immer wieder mit Leuten arbeiten, die das Projekt auch unterstützen. Eine ganz wichtige Person ist Daniel Mitteregger, bekannt unter dem Künstlernamen Daniel Hannih, der auch schon das erste Artwork für uns gemacht hat. Er übernimmt eigentlich die ganze grafische Arbeit, worüber wir wirklich sehr dankbar sind. Er ist einer, der Assaia vom Konzert her, vom Stil und auch von dem, was wir hinüberbringen wollen, sehr gut versteht. Weiters arbeiten wir auch immer wieder mit anderen Leuten zusammen, die uns in der Richtung auch wirklich unterstützen. Es ist als Newcomer oder als junge Band wirklich sehr, sehr schwierig das alles finanziell zu stemmen, weshalb es immer wieder schön ist, mitanzusehen wie motiviert die Leute auch in der Szene zusammengreifen, um an einem Projekt zu arbeiten. Darüber sind wir sehr dankbar.

Paradox: Das bringt mich zur nächsten Frage: Assaia, in eurem Logo kommt immer wieder der Baum des Lebens vor, eure erste EP heißt „Oak“, die zweite „Hickory“, was beides Holzarten sind. Was hat es mit der ganzen Holzsache auf sich?

Sandro Jaklitsch: Der Baum ist für uns ein sehr wichtiges Symbol. Es hat, denke ich, jeder von uns eine individuelle Bedeutung dahinter. Jede EP von uns trägt ein passendes Blatt zu der jeweiligen Holzart. Bei „Oak“ haben wir das Eichenblatt gewählt und nun bei „Hickory“ ist es das Blatt vom Nussbaum. Der jeweilige Baum spiegelt für uns immer das wider, was hinter der EP steckt. Der Nussbaum steht für uns noch mehr für diese Verwurzelung, weshalb wir ihn für „Hickory“ gewählt haben. Das spiegelt für uns eben auch die EP wider: Also, back to the roots mit „Hickory“.

Paradox: Wenn ihr einen Wunsch frei hättet, auf welchen Wunsch könnte sich die Band einigen?

Sandro Jaklitsch: Ich glaube, ich spreche da mal für alle: Da wir wahnsinnig gerne Musik machen und das noch gerne weitermachen würden, wäre der Wunsch natürlich vollkommen von der Musik zu leben. Ich glaube, damit könnte sich jeder ganz gut arrangieren.

Paradox: Ihr vermarktet DIY, das heißt die Labelrechte und Songrechte liegen immer noch bei euch. Seid ihr derzeit auf der Suche nach einem Label?

Sandro Jaklitsch: Prinzipiell funktioniert es so sehr gut. Grundsätzlich würden wir es dankend annehmen, wenn wir einen passenden Partner finden würden. Aber uns gefällt die Idee schon sehr gut, dass wir viele Dinge wirklich nur in unserer Hand haben. Beispielsweise, dass das Recording bei Sebastian ist und vor allem, dass wir viele Freiheiten haben.
Es ist vor allem als junge Band wirklich wichtig, dass man diese Freiheit hat, um sich entfalten zu können. Auch im Hinblick auf Zusammenarbeit mit anderen Leuten, wie zum Beispiel beim Artwork oder bei Videos. Aber wie gesagt: Wenn es auf uns zukommen würde und wir einen passenden Partner finden, sind wir definitiv nicht abgeneigt.

Paradox: Okay, also: Assaia präsentieren ihre neue EP am 8.Jänner im PPC in Graz. Wir werden auch dabei sein.

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