Lukas Meister heißt ein junger Musiker, der zwar ursprünglich aus der Nähe von Freiburg kommt, jetzt aber in Berlin lebt und dort sein ganz eigenes Ding in der Musikszene macht.

Vor kurzem hat er sein zweites Album veröffentlicht und das hat uns Anlass gegeben, ihn einmal genauer zu begutachten und etwas mehr von dem Gitarrenpopper zu erfahren. Was den Künstler auszeichnet, ist, die Wortgewandtheit und der Facettenreichtum in seinen Texten. Um ihn nun aber näher kennenzulernen, haben wir ihn zum Interview gebeten und seine Person etwas erforscht.

music-news.at: Lukas, wie lange existierst du bereits als Solokünstler in der deutschsprachigen Musikwelt?

Lukas:  Nachdem ich schon seit Jahren mit verschiedenen Bands live gespielt und CDs veröffentlicht hatte, habe ich ungefähr vor drei Jahren angefangen, das Solo-Projekt Lukas Meister auszubauen.

music-news.at: Bist du dann auf Touren alleine unterwegs oder wirst du da von anderen Musikern unterstützt?

Lukas: Ich spiele oft alleine, habe aber auch schon auf zwei Touren meine Live-Band dabei gehabt – das hängt immer vom Rahmen ab. Die Release-Konzerte in Berlin und Freiburg haben wir gemeinsam gemacht, weil wir ja auch zusammen das Album aufgenommen hatten.

music-news.at: Was willst du mit deiner Musik bewirken oder verändern?

Lukas: Ich habe so meine Probleme mit dem Begriff „Liedermacher“, das sind für mich die Leute aus der 68er-Generation, für mich ist das Wort fest an diese Zeit gebunden. Deshalb habe ich als Genre-Bezeichnung „Gitarrenpop gegen die Resignation“ gewählt, damit fühle ich mich stilistisch freier und glücklicher. Ich möchte dass die Leute beim Hören meiner Songs eine gute Zeit haben, sich entspannen, abschweifen, ab und zu mitwippen, und sich in den Texten wiederfinden können.

music-news.at: Siehst du dich als Teil der Mainstreammusikszene oder sonderst du dich eher davon ab?

Lukas: Ich mache beim Musikhören keinen Unterschied zwischen Mainstream und Nicht-Mainstream, deshalb ist meine Musik wahrscheinlich von allen Seiten beeinflusst. Ich glaube, dass viele Menschen mich abseits vom Mainstream verorten, was völlig in Ordnung ist. Ich selbst habe nicht das Gefühl, mich bewusst abgrenzen zu müssen. Ich schreibe meine Sachen so wie sie mir gefallen – wenn ich irgendwann Freude daran habe, dann mache ich superseichte Fahrstuhlmusik.

music-news.at: Würdest du auf deinem musikalischen Weg, wenn du ihn nochmal gehen könntest, etwas anders machen?

Lukas: Ich muss sagen, dass ich im Moment sehr gut mit meiner musikalischen Vergangenheit leben kann, da gibt es nichts zu bereuen. Dementsprechend – würde ich alles nochmal machen, würde ich wahrscheinlich nur früher mit allem anfangen.

music-news.at: Gibt es für dich ein ultimatives Ziel, das du gerne erreichen würdest?

Lukas: Ich würde das Projekt gerne noch eine Weile weiterverfolgen, möglichst viele Leute damit erreichen und ein paar schöne große Konzerte spielen – das wäre schon mal ganz gut. Alles andere wird sich zeigen.

music-news.at: Wie siehst du deine Chancen dich im deutschsprachigen Musikraum langfristig zu etablieren?

„Ich habe das Gefühl, dass die meisten Leute, die meine Musik hören, Gefallen daran finden“

Lukas: Das soll jetzt nicht selbstverliebt klingen, aber ich habe das Gefühl, dass die meisten Leute, die meine Musik hören, Gefallen daran finden. Außerdem habe ich im Moment das Gefühl, dass ich in diesem Leben noch einige Songs schreiben werde. Wenn ich es also schaffe, das mehr Leute darauf aufmerksam werden, hoffe ich, mich auch langfristig etablieren zu können.

music-news.at: Du hast ja gerade ein neues Album veröffentlicht. Willst du da kurz was erzählen?

Lukas: Seit dem 11.03. ist mein neues Album erhältlich, da kümmere ich mich natürlich erstmal um Tour und Promo. Es kann gut sein, dass es von diesem Album noch eine Single-Auskopplung gibt, vielleicht auch mit Video, das ist noch nicht ganz sicher. Live möchte ich mich gerne ein bisschen weiterentwickeln und meine Touren auf Österreich und die Schweiz ausdehnen.

UND JETZT NOCH GANZ PRIVAT

music-news.at: Wie verbringst du denn deine Wochenenden am liebsten?

Lukas: Da gehe ich Samstagvormittag kicken, treffe ein paar Freunde, schlafe Sonntags aus und gehe in den Park, ein bisschen auf der Wiese rumliegen, vielleicht Abends noch auf ein kleines Konzert.

music-news.at: So ein Musikerleben kann ja ziemlich anstrengend werden. Wie entspannst du dich da am besten?

Lukas: Zugfahren finde ich unglaublich beruhigend, da kann ich die Seele baumeln lassen. Wäre aber auch doof, wenn ich Zugfahren hassen würde, weil ich meine Touren fast ausschließlich per Bahn mache.

music-news.at: Welche Musik hörst du gerne, beziehungsweise welche Musik beeinflusst dich, wenn du selbst Musik machst?

Lukas: Klar beeinflusst mich alles, was ich höre, auch wenn man das nicht eins zu eins wiedererkennt. Aber es inspiriert mich schon, gute neue Musik zu hören. Da mischt sich viel älteres (Beatles, Led Zeppelin…) mit Musik aus meiner Schulzeit (Morcheeba, Selig, Refused…) und etwas neuere Sachen (Cake, The King Blues, Element of Crime).

music-news.at: Hast du auch so eine Art musikalisches Vorbild? Gibt es Musiker die dich motivieren und inspirieren?

Lukas: Früher haben mich Gitarristen wie Slash oder Tom Morello inspiriert, das hört man jetzt wahrscheinlich in meinen aktuellen Songs mit Akustik-Gitarre nicht so raus. Und natürlich fand ich Funny van Dannen immer großartig. Und jemand hat mal in einer Rezension geschrieben, ich wäre eine Art Farin Urlaub ohne Verzerrer, darüber habe ich mich sehr gefreut!

Wir hoffen natürlich sehr, dass Lukas Meister auch einige Konzerte in Österreich spielen wird, wenn er mit seinem neuen Album tourt. Solange muss man sich aber noch mit seinem Album zu Hause gedulden. Einen kleinen Vorgeschmack haben wir aber bereits für euch.

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