Wer ist Han Nüm? Woher kommt sie und wohin geht sie? Und was ist denn nun wie Speiben für sie?

Kurz vor ihrer Abreise nach Frankreich haben wir Han Nüm auf unsere PARADOX Couch gebeten. Zuallererst wollen wir von ihr wissen, welchen Geschehnissen ihr Künstlername entstammt: „Es hat verschiedene Bedeutungen. Eigentlich ist es ein Spitzname, der mir vor Jahren angedichtet wurde und sich durchgesetzt hat. Wie ich meine ersten Aufnahmen gemacht habe, hab ich ihn einfach verwendet.“
Bei ihrem Songwritingprozess ist die Grazerin sehr flexibel. Manchmal kommt die Musik ganz plötzlich, „manchmal spiele ich ein Riff eineinhalb Jahre lang und erst dann wird es ein Song.“ Genau diese Arbeitsweise spiegelt sich auch in ihrem Stilmix wider, den sie uns auf höchst anschauliche und kreative Weise darstellt: „Das ist immer die schwierigste Frage. Zwischen Jazz, Folk, Blues irgendwo… Meistens sag ich ‚Das ist für mich wie Speiben – es fühlt sich besser an, wenn’s draußen ist. ‘ Es ist einfach so wie es raus will. Es ist nicht der Versuch einen bestimmten Stil zu beschreiben. Es kommt nur raus, was raus will. Wenn es sich gut anfühlt, dann fühlt es sich gut an.“
So ist es auch naheliegend, dass jeder Song eine ganz eigene Geschichte hat, sehr persönliche Geschichten, wie sie betont. „Ich weiß zu fast jedem Song noch den Moment.“

Han Nüms Lokal in den Pyrenäen

Mittlerweile ist Hanna, wie Han Nüms eigentlicher Vorname lautet und der auch den Künstlernamen plausibel macht, nach Frankreich gegangen, doch zuvor wollte sie mit ihrem aktuellen Album „not always sane“ einen Lebensabschnitt abschließen, der auch mit dem Tod ihrer Hündin zu tun hat. So bricht jetzt also eine neue Zeit für die Singer/Songwriterin an: „Es ist Zeit für eine neue Geschichte.“ In Frankreich wird sie in den Pyrenäen gemeinsam mit einem Freund ein kleines Lokal eröffnen: „Mit Galerie und Kunst-Space, genau weiß ich’s auch noch nicht. Es wird ziemlich freakig werden.“
Für unsere Radiozuhörer einen Song von ihrem Album zu wählen fällt ihr indes nicht leicht, da sie auf vielen der neuen Songs auch neue Wege mit für sie neuen Instrumenten beschritten hat. Generell fühlt sich Han Nüm auf vielen Instrumenten wohl, auch wenn sie die Akkorde nicht immer benennen kann, sofern es denn immer traditionelle Akkorde sind. Zwingt man sie schlussendlich doch dazu, sich einen Song auszuwählen dann entscheidet sie sich für „The Flowers“. Diesen Gefallen wollen wir ihr auch in unserem Videointerview nicht verwehren:

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