Silke, Fotografin aus Leidenschaft.
Wie sie zur Fotografie kam, warum Selfies eine Epidemie sind und wie Ausdruck, Emotionen durchkomponiert sein können.

www.music-news.at: Warum hast du dich für die Fotografie entschieden, und was ist für dich bei der Fotografie essentiell?

Silke: Wie ich zur Fotografie gekommen bin war ein langer Weg. Meine erste Kamera hab ich von meinem Opa mit 14 oder 15 Jahren geschenkt bekommen. Das war eine Minolta Spiegelreflex. Meine Mama und mein Opa waren immer schon kreativ, deswegen hab ich das in gewisser Weise in die Wiege gelegt bekommen. Begonnen hat es mit experimentellen Fotos und dann kamen die Portraits und dabei bin ich ein wenig hängen geblieben.
Ich liebe aber inszenierte Fotografie, trotz Portraitfotografie. Da gibt es eine Künstlerin „Julian Cameron“. Da hieß es immer, sie kann die Seele eines Menschen einfangen. Das finde ich total interessant. Ich liebe aufwendig durchkomponierte Sets und das ist so mein Zugang zur Fotografie.

www.music-news.at: Was bedeutet für dich Emotion und Ausdruck?

Silke: Emotion wird einfach gezeigt, das ist einfach ECHT. Es ist schwierig bei Menschen, die man spontan fotografieren mag. Die gehen sofort in irgendwelche Posen rein, das ist voll schade. Emotionen sind super wenn man sie einfangen kann, aber wir sind schon so gewohnt fotografiert zu werden. Stichwort:Selfies – schlimmster Trend ever, darum reagieren die Menschen schon ganz anders vor der Kamera.

www.music-news.at: Was sind deine Tools, die du zur Fotografie brauchst? Brauchst du Musik um deine Gedanken, deine Vorstellung und deine Emotionen zu triggern?

Silke: Ich habe im Studio immer gerne Musik, bin auch im Laufe der Jahre darauf gekommen, dass wenn man etwas inszeniertes macht, muss die Musik absolut zum Thema passen. Ich habe letztens ein Shooting gehabt mit dem Konzept „Identität“. Da war Musik ein spitzen Tool, sie ein wenig aus der Reserve zu locken.Die Musik muss abgestimmt sein. Das Model ist wirklich mit der Musik gegangen.
Ich versuche mit der Musik eine Atmosphäre zu schaffen. Wenn die Person unruhig ist, dann lege ich was Ruhiges auf, um das Model runterzubringen. Aber auch bei mir. Wenn ich ein wenig unruhig bin, kann ich mich damit auch gut steuern.

www.music-news.at: Wo hörst du am liebsten Musik?

Silke: Aktiv kann ich am besten nur beim Autofahren, wenn ich heimfahre Musik hören. Das sind zweieinhalb Stunden oneway Fahrzeit und da kann ich mich entspannt auf die Musik einlassen.

www.music-news.at: Würdest du sagen, dass du genug Platz in deinem Leben für Musik hat?

Silke: Ich vermisse die Schulzeit, wo ich jeden Tag zwei Stunden gependelt bin, wo ich einfach mit den Kopfhörern aus dem Fenster schauend nachgedacht habe. Da verfällst du in Träumereien und da kannst du stressfrei abschalten.

www.music-news.at: Gehst du beim Weggehen nur wegen den Menschen oder wegen der Musik in Lokale?

Silke: Wenn nur Pub –  ich habe sehr wenig Zeit, um mich mit den Menschen zu treffen und dafür kann ich mir im Pub die Zeit nehmen. Aber zur Zeit sehr sehr selten.

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Fotocredit: Armin Sakelschegg

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