Liebich sind Newcomer aus Wien und begeistern mit ihrer ehrlichen und eingängigen Art. Wir haben sie für euch getroffen und sie zum Interview bestellt.

Liebich ist eine in Wien gegründete Pop/Rock Gruppe. Die Grundsteine der Band wurden von Steffi Fasching, der Vokalistin und Songwriterin und Georg Krommer, dem Gitarristen, bereits im Februar 2014 gelegt. Vervollständigt hat sich die Gruppe aber erst vor wenigen Monaten. Da stießen nämlich der jetzige Bassist Uwe Mondschein und der Drummer Philipp Wolf dazu. Wir haben die Gruppe für euch getroffen und haben sie zum Interview gebeten.

Wer sie sind

www.music-news.at: Könnt ihr zu Beginn kurz mal erklären, wie es dazu gekommen ist, dass es euch heute in dieser Form gibt?

Georg Krommer: Gegründet haben wir uns 2014, also nur Steffi und ich. Eine Gitarre und eine Stimme. Wir haben dann überall gespielt. Wir haben uns einfach getroffen, Musik gemacht, das Ganze konkreter geworden und dann hatten wir die Möglichkeit eine Aufnahme zu machen. Da war aber die Voraussetzung, dass Schlagzeug und Bass auch dabei ist.

www.music-news.at: Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen? Das ist ja eine sehr kreative Konstellation aus Wörtern.

Steffi Fasching: Da haben wir wirklich lange überlegt und es war richtig schwer. Es gibt irrsinnig viele Bandnamen und wir haben uns dann überlegt wofür wir stehen, was wir tun und was wir wollen.

www.music-news.at: Also liebt ihr euch selber!?

wir lieben die Musik auf jeden Fall

Steffi Fasching: Naja, wir lieben die Musik auf jeden Fall und das was wir tun. Die Songs handeln von Stories aus dem wirklichen Leben und mit jeder blöden Story im Leben wird man auch ein bisschen stärker. Liebich verdeutlicht neben dem ehrlichen und harmonischen Miteinander auch die Einstellung der Band gegenüber der Musik an sich. Greifbar, echt und authentisch anstelle von krampfhafter und aufgesetzter „Coolness“. Musiker zum Angreifen und Identifizieren.

www.music-news.at: Wie funktioniert denn der Songwritingprozess so bei euch?

Georg Krommer: Also das macht hauptsächlich die Steffi.

www.music-news.at: Also alles die Steffi? Melodie und Text?

Steffi Fasching:Ja, also ich gehe zum Beispiel auf der Straße und mir fällt eine Melodie ein und die sing ich dann ins Handy und schick es allen, dass sie etwas Geiles daraus machen.

Georg Krommer: Es ist anfangs irgendwie so ein Mix und es wächst dann einfach zusammen. Es gibt die Grundmelodie und dann gibt jeder seinen Part dazu und so entsteht dann langsam ein Song, so wie er uns allen gefällt.

Warum Liebich Musik macht

www.music-news.at: Was hat euch dazu bewegt Musik zu machen?

Philipp Wolf: Ich spiele eigentlich schon seit ich denken kann Schlagzeug. Mit drei oder vier Jahren hab ich schon irgendwelche Schlagzeuger nachgeahmt und mache seit dem auch nichts anderes, ich kann auch gar nichts anderes. Ich bin ein Fachidiot schlechthin und verdien‘ damit mein Geld.

Uwe Mondschein: Ich hab einfach auch schon ewig Musik gemacht. Eigentlich hab ich Gitarre gespielt, bin dann aber auf Bass umgestiegen. Dass ich jetzt bei Liebich spiele, das hat sich so ergeben.

Ich hab auch immer schon Musik gemacht.

Steffi Fasching: Ich hab auch immer schon Musik gemacht. Ich hab Gitarre gespielt, Flöte gespielt, also eigentlich alles. Ich hab auch immer schon eigene Songs geschrieben, dann aber komplett damit aufgehört, warum weiß ich gar nicht. Dann ist ein Freund von mir gestorben und da hab ich wieder angefangen, weil er mir sehr nah war. Für ihn hab ich das Lied „Life is 2 short“ geschrieben.

Georg Krommer: Ich hab im Keller von meiner Mutter eine Gitarre gefunden und hab es mir selber beigebracht. Ich hab dann auch eine Band gehabt, aber das Ganze ist dann ein wenig in Vergessenheit geraten.

Rolemodels und Einflussquellen

www.music-news.at: Habt ihr auch irgendwelche Einflüsse oder Lieblingsbands?

Steffi Fasching: DAWA!!!

www.music-news.at: Welche Lieder oder welche Musik hört ihr so in eurer Freizeit? Auch so eine Art Musik, die ihr selber jetzt macht?

wenn’s immer nur das gleiche wär, dann wär‘s ja langweilig.

Uwe Mondschein: Trash Metal. Ich mag aber auch die Musik, die wir machen, weil wenn’s immer nur das Gleiche wär, dann wär‘s ja langweilig.

Georg Krommer: In meiner Jugend war es Nirvana und diverse Punkbands. Jetzt ist es eigentlich alles, was schöne Melodien hat.

www.music-news.at: Worüber singt ihr denn eigentlich, oder welche Themen verarbeitet ihr in euren Liedern?

Steffi Fasching:„In Life is 2 short“ geht es darum, dass man seine Ängste und Probleme wegtun sollte, so lang man es schön hat. Es kann ja auch schnell vorbei sein, wie ich bei meinem Freund gesehen habe . In „Go away“ ist es ein bisschen düsterer, weil ich eine schlechte Phase gehabt habe. Das kennt wahrscheinlich eh jeder und den Song hab ich deswegen geschrieben. Ich hab mir mit 30 gedacht: so jetzt reicht’s mir und go away!

www.music-news.at: Ihr seid ja eine österreichische Band. Warum habt ihr euch entschlossen eure Lieder auf Englisch und nicht auf Deutsch zu schreiben?

Georg Krommer: Es ist schwierig sich nicht an diesem Deutschland-deutsch zu orientieren, also an diesem hochgestochenen und aber auf der anderen Seite nicht in den Dialekt zu verfallen. Im Englischen ist das eben einfacher.

Philipp Wolf: Ich glaube die Gradwanderung zwischen Schlager und einfach normalem Deutsch-Pop ist sehr schmal. Ich glaube auch, dass das ein Hauptgrund dafür ist, dass viele Bands davor unbewusst Angst haben, dass sie eben nicht in eine Schublade gesteckt werden.

www.music-news.at: Habt ihr musikalische Wünsche? Gibt es zum Beispiel eine Gruppe oder SängerIn mit denen ihr gemeinsam gerne ein Projekt starten würdet?

Steffi Fasching: DAWA!

Georg Krommer: Beatles sind sicher ein Alltime Favorite, die bewundernswert sind, weil sie einfach Musik geschaffen haben, die heute jede Musikrichtung beeinflusst. Und deshalb in den Abbey Road Studios aufzunehmen, ist Uwes großer Wunsch.

The total NO-GO

www.music-news.at: Gibt es auch etwas, dass ihr nie für euren musikalischen Erfolg machen würdet?

Steffi Fasching: Ja! Also Songs von Helene Fischer covern zum Beispiel. Also mit Schlagern kann ich überhaupt nicht.

www.music-news.at: Würdet ihr eure Texte verändern, wenn das Label das von euch verlangen würde?

Steffi Fasching: Das kommt darauf an, wie ändern.

www.music-news.at: Also wenn die sagen würden, sie finden die Melodie echt gut, aber den Text dazu nicht und ihr müsstet einen Text mit einer ganz anderen Bedeutung schreiben. Würdet ihr euch da drauf einlassen?

Philipp Wolf: Das müssen wir intern noch besprechen, aber das sind solche Sachen. Wenn der Produzent sagt, so macht ihr das, sonst seid ihr nicht bei mir, dann muss man das wirklich einmal durchdenken.

www.music-news.at: Würdet ihr eure Lieder auch an andere Künstler verkaufen? Wenn das Management zum Beispiel sagt: eure Lieder sind gut, aber euch finden wir nicht so gut. Würdet ihr das tun?

Steffi Fasching: Also ich schon. Sicher!

www.music-news.at: Also wenn Dawa sagen würde, wir hätten gern dein Lied Steffi, dann würdest du dich darauf einlassen!?

Steffi Fasching: Ja natürlich, dann würd ich es ihnen schenken. (lacht)

www.music-news.at: Könnt ihr euren Musikstil in nur drei Worten zusammenfassen?

leider geil!!

Georg Krommer: Eingängig.

Steffi Fasching : Ohrwurmcharakter, aber das ist irgendwie dasselbe wie eingängig. Hmmm….berührend, also von den Texten her. Und leider geil!!

Große Denker, Große Ziele

www.music-news.at: Habt ihr noch Pläne für das kommende Jahr, gibt es etwas, das ihr erreichen wollt?

Steffi Fasching: Ich würd einfach gerne viel spielen und auftreten, dass ich auch von der Bühnenangst ein bisschen wegkomme. Das ist auch für das Zusammenwachsen der Band ganz wichtig.

www.music-news.at: Trefft ihr euch auch außerhalb der Probentermine?

Georg Krommer: Auf alle Fälle. Es ist mehr als nur eine Band, es ist nicht nur beschränkt rein auf Musik.

www.music-news.at: Was ist für euch eigentlich Musik und was bewirkt sie?

Musik ist auch ein Ausgleich für mich.

Philipp Wolf: Wenn Musik nicht mein Leben wäre, dann könnte ich das auch nicht machen. Wenn Musik ein Mittel zum Zweck wäre, dann würde das alles auch nicht funktionieren für mich. Die Leidenschaft ist dabei auch ganz wichtig.

Steffi Fasching: Für mich ist Musik ein Ausgleich im ganzen Alltagswahnsinn und ohne iPod geh ich überhaupt nirgendwo hin!

Georg Krommer: Für mich ist Musik was Aktives. Ich hab auch im Büro keinen Radio laufen, und am liebsten mache ich selbst Musik. Ich fahre auch nicht mit dem Fahrrad und höre dabei Musik. Musik ist auch ein Ausgleich für mich.

www.music-news.at: Gibt es abschließend noch etwas, was ihr unseren Lesern gerne mitteilen würdet?

Steffi Fasching: Nichts und niemand ist perfekt, wir alle haben Fehler oder einfach einmal einen schlechten Tag. Schlussendlich ist jeder für sein Leben und seine Taten selbst verantwortlich und es ist nie zu spät sich zu ändern und positiv an die Dinge heranzugehen. Man könnte beispielsweise damit anfangen freundlich zu grüßen, sobald man ein Geschäft betritt oder einfach mehr zu lächeln – das würde der Menschheit allgemein nicht schaden.

Fazit

Das ist also Liebich, von denen wir in der nächsten Zeit sicher noch einiges zu hören bekommen werden. Die Wiener Pop/Rock Gruppe überzeugt vor allem mit ihren realitätsnahen und eingängigen Texten und der herausragenden Stimme der Frontfrau Steffi Fasching. Man darf also gespannt in die Zukunft blicken und warten, was uns Liebich in den kommenden Monaten und Jahren noch bieten wird.

Ihr wollt Liebich’s unverwechselbaren Sound erleben? Dann hört rein!

Foto: © Thomas Benda

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