Die österreichischen Pop/Rocker LIONATOR springen auf den „Train Of Hope“ auf und wollen mit ihrer Musik den Flüchtlingen helfen. Im Interview lieferten sie ein paar interessante Antworten:

© Lionator

Martin und Benny © Lionator

music-news.at: Hallo und vielen Dank, dass ihr euch die Zeit nehmt ein paar Fragen zu beantworten. Ihr habt den Song „Enough Again“ geschrieben, bei dem 100% vom Reinerlös an die Privatinitiative „Train Of Hope“ gespendet werden. Wie seid ihr auf die Idee gekommen den Flüchtlingen so zu helfen?

Benny: Nachdem ich im Sommer persönlich mit Flüchtlingen in Kontakt geriet, wurde mir klar, wie sehr es nötig war zu helfen. Ich machte mir Gedanken darüber, wie ich das am besten tun könnte und entschloss mich, das zu tun, was ich am besten kann – Singen.

music-news.at: Worum geht es in „Enough Again“?

Benny: „Enough Again“ soll ein Zeichen für Solidarität setzen. Es soll die Menschen bewegen und sie zum Nachdenken bringen.

Martin: „Enough Again“ soll den Zuhörer unmittelbar mit der Situation, in der sich viele Flüchtlinge gerade befinden, konfrontieren. All die Flüchtlinge sind Menschen, genau wie wir.

music-news.at: Wie genau hilft „Train of Hope“ den Flüchtlingen?

Benny: „Train of Hope“ ist deshalb so beeindruckend, weil sie dort wo Flüchtlinge unmittelbar Hilfe brauchen HELFEN. Sie kümmern sich darum, dass die Flüchtlinge eine Unterkunft, Essen und menschliche Wärme haben. Die Organisation hat in kurzer Zeit sehr viel erreicht, und das nur durch freiwillige Helfer.

music-news.at: Wart ihr selbst auch schon an den Bahnhöfen Österreichs oder in Flüchtlingsunterkünften tätig, um dort direkt zu helfen, oder bleibt ihr da lieber bei den Spenden durch eure Musik?

Benny: Letzten Monat war ich am Wiener Hauptbahnhof und habe in verschiedenen Bereichen geholfen und mit den Flüchtlingen gesprochen. Anschließend habe ich ein kleines Konzert für die Kinder gegeben. Der persönliche Kontakt war von Anfang an die treibende Kraft des Projekts.

music-news.at: Wie wichtig ist es sich als Künstler zu aktuellen Themen in der Politik und dem Weltgeschehen zu äußern und eine klare Position einzunehmen?

Benny: Als Künstler drückt man sein Innerstes aus. Dazu gehören die Dinge, die einen bewegen. Musik ist keine politische Plattform für mich… Der Song soll auf einer menschlichen Ebene bewegen und zum Nachdenken anregen.

Martin: Für mich ist es sehr wichtig, dass unser Publikum weiß, für was wir stehen. Als Künstler hat man die Möglichkeit, mit Menschen auf einer ganz speziellen Ebene zu kommunizieren und sich mitzuteilen. Gerade bei politischen Themen kann man so dazu beitragen, dass unsere Welt ein bisschen besser wird!

music-news.at: Zurück zur Band: Besteht LIONATOR nur aus zwei fixen Mitgliedern? Wie funktioniert das Live? Gibt’s da eine Band aus Session Musikern?

Benny: LIONATOR besteht aus Martin und mir. Wir hatten die Vision und haben ein Ensemble aus Session Musikern, mit denen wir auch kreativ zusammenarbeiten.

Martin: Ja wir sind nur zu zweit, arbeiten aber eng mit anderen Musikern zusammen, die uns Live unterstützen und schlussendlich genauso dazugehören wie wir.

music-news.at: Ist auch schon ein Album in Arbeit?

Benny: Wir sind ständig am Entwickeln von Ideen und am Schreiben von Songs. Wahrscheinlich werden wir im Frühjahr wieder etwas veröffentlichen.

Martin: Es ist immer etwas in Arbeit. Mal schauen, was raus kommt.

music-news.at: Wie seid ihr zur Musik gekommen? Wann habt ihr euch entschieden Instrumente spielen zu wollen?

Benny: Als Kind habe ich meine ersten musikalischen Erfahrungen bei den Wiener Sängerknaben gesammelt. Später habe ich in der Schule Martin kennengelernt und angefangen Gitarre zu spielen. Durch meinen Vater, der Schauspieler ist, wurde ich schon sehr früh mit Text und Musik konfrontiert.

Martin: Ich bin über meinen Vater zur Musik gekommen. Er hat lange Zeit in einer Rockband gesungen, Gitarre gespielt und komponiert und hat auch bei einer Tanzkapelle gespielt. Schon als ganz kleiner Bub war ich bei so mancher Bandprobe begeisterter Zuhörer. Mit acht Jahren hab ich dann selbst zur Gitarre gegriffen.

music-news.at: Spielt ihr zwei schon viel länger zusammen, als es die Band LIONATOR gibt, oder ist das euer erstes gemeinsames Projekt?

Benny: Alles hat mit unserer ersten Band „Crimson Lake“ begonnen. Die Band setzte sich aus Schulkollegen zusammen. Sechs Jahre lang spielten wir Konzerte und nahmen sogar zwei Alben auf. Das war eine intensive und schöne Zeit, in der wir viel lernen konnten. Im Jahr 2014 gründeten wir dann LIONATOR. Eine neue Vision – ein neuer Sound.

Martin: Mit Benny hat eigentlich alles begonnen. Wir waren Klassenkameraden und 13 Jahre alt, als wir beschlossen haben, unsere erste eigene Band zu gründen. Seitdem machen wir gemeinsam Musik und das wird sich auch nicht ändern!

music-news.at: Welche Musik hört ihr selbst gerne? Habt ihr Vorbilder?

Benny: Mein erster großer Einfluss war Deep Purple. Später kamen mehr dazu. Große Einflüssen waren: Eric Clapton, Aerosmith, Bon Jovi, David Foster und Michael Bublé… Es gäbe abertausende mehr, die ich nennen könnte. Als Künstler interessiert man sich für die Musik von anderen, greift sie auf und nimmt sich ein Stück davon mit.

Martin: In unserer Anfangszeit waren wir von Bands wie Deep Purple, Kiss oder Skid Row begeistert. Mit der Zeit wurden es mehr und mehr Bands, die uns beeindruckten. Heute könnte ich eine ganze Liste an Bands und Musikern aufzählen, die uns beeinflusst haben, es immer noch tun und von denen ich die meisten immer noch gerne höre: Rolling Stones, Eric Clapton, Aerosmith, Bon Jovi, Die Ärzte, Georg Danzer, Udo Lindenberg, Foo Fighters, Biffy Clyro, Pink Floyd und viele andere.

music-news.at: Wo kann man euch in nächster Zeit live erleben?

Benny: Wir sind gerade dabei eine Tour für nächstes Jahr zu planen. Alle Infos gibt es immer auf unseren Websites (Facebook, Twitter etc.). Es wird auch bald wieder eine Straßenmusik – Tour geben. Straßenmusik war für uns immer ein wichtiger Punkt, der uns noch enger mit den Menschen zusammengebracht hat.

music-news.at: Wo kann man „Enough Again“ kaufen?

Benny: Der Song ist auf allen Online-Stores (iTunes, Amazon, Google Play etc.) erhältlich. Hundert Prozent des Reinerlöses werden an „Train of Hope“ gespendet. Helft mit und seid ein Teil von „Enough Again“!

music-news.at: Vielen Dank für das Interview.

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