Das sind Mizgebonez aus dem Almdorf Gröpz, das eigentlich aus nicht mehr als gerade einmal fünf Bauernhöfen besteht. Rap, Gesang, Hip-Hop Elemente, Dancehall und Urban Dance werden auf der neuen Platte “Inserat” miteinander vereint.

Ein einheitliches Genre gibt es definitiv nicht bei der österreichischen Band Mizgebonez, die man vielleicht vom Vorentscheid des Song Contests 2015 kennt. Ihre Songs sind gespickt mit Ironie, Comedy und vielen verschiedenen Musikstilen. Wir wollten einmal hinter die Kulissen der spaßigen Crew blicken, die nicht nur auf Musizieren, sondern auch auf Selfies steht, und haben unter anderem erfahren, dass ihre Musik nicht nur den Mensch ansprechen soll, sondern vor allem auch die gemeine Ente, zu Latein Anas.

PARADOX: Wer hat die erste Zeile für Inserat geschrieben und wann war das?

Mizgebonez: Eigentlich Dreista, aber irgendwie auch wieder im Cluster entstanden. Wir haben ein Selfie zu fünft gemacht und unsere Lippen gespitzt, sowie es sich für richtige Enten gehört und dabei kam dann “Menschen plus Enten = Duckface” raus.

PARADOX: Habt ihr eigentlich mehr Songs gemacht, als die, die letzten Endes auf dem Album gelandet sind?

Mizgebonez: Ja uns gibt es ja schon seit fünf Jahren in der Formation, da kommt einiges zusammen. Wir haben sicher an die 100 Songs gemacht aber die passen ja nicht alle auf ein Album.

PARADOX: Der Titel eures Albums lässt ja viel Interpretationsspielraum. Mit welcher Bedeutung ist er aufgeladen?

Mizgebonez: Ja, irgendwie ist er aber auch eindeutig. Ein Inserat gibt man dann auf, wenn man mit den Menschen etwas teilen möchte. Unser Inserat soll Menschen und Enten eine gute Emotion geben, sie zum Lachen und Tanzen bringen, sodass sie sich frei fühlen und sich selbst nicht so viele Grenzen setzen.

PARADOX: Habt ihr eigentlich eine musikalische Ausbildung genossen?

Mizgebonez: Ja natürlich. Wir waren alle am Gröpzer Konservatorium für Stimme und Stimmbruch. Haben alle mit Auszeichnung abgeschlossen.

PARADOX: Wann wurde euch klar, dass ihr lieber eurer Musik nachgehen wollt?

Mizgebonez: Nachdem der Skirap von DKS bei uns in Gröpz so eingeschlagen ist.

PARADOX: Wenn ihr euch entscheiden müsstet – lieber Fahrrad oder Ferrari?

Mizgebonez: F….(Trommelwirbel)…iaker!

PARADOX: Habt ihr als Kinder davon geträumt berühmt zu werden?

Mizgebonez: Wir träumen eher davon Superheros zu sein. Wir sind ja immer noch Kinder und leben voll in unserer Traumwelt, das merkt man dann in unseren Videos.

PARADOX: Gibt es ein Thema, das euch derzeit besonders am Herzen liegt, das euch bewegt, mitnimmt?

Mizgebonez: Natürlich die aktuelle Humanity Welle. Wir finden die Menschen, die zu den Bahnhöfen gekommen sind und bei der Versorgung der Schutzsuchenden geholfen haben, megageil. Das hat uns wirklich berührt.

PARADOX: Wie hat sich eurer Meinung nach Hip-Hop und Rap über die Jahre verändert? Kann man mit diesem Genre heute noch seine Eltern schocken?

Mizgebonez: Hip-Hop und Rap sind Mainstream gegangen, weil es eben geil ist, und unsere Eltern schockt gar nix mehr.

PARADOX: Wen oder was findet ihr richtig gut? Wer beeinflusst euch?

Mizgebonez: Michael Jackson. Ute Bock. Xatar. Yoga. Praigott. Haftbefehl. Beyoncé.

PARADOX: Wen wollt ihr mit eurer Musik ansprechen?

Mizgebonez: Menschen und Enten.

PARADOX: Hip-Hop und Rap in Österreich, ja generell die Musikszene – wie seht ihr die Szene? Fehlt es ihr an etwas?

Mizgebonez: Es gibt gerade so viele coole österreichische Bands. Es geht gerade voll ab und wir finden es total cool, dass wir Teil dieser Ära sind.

PARADOX: Eure Zukunftspläne, wie sehen die aus?

Mizgebonez: Wir wollen jetzt mal weiterhin Musik machen, ein paar Inserate rausbringen und den Menschen den Gröpzer Slang näherbringen. Dann schauen wir weiter…

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