My Final Second aus Graz überzeugten uns vor einigen Tagen mit ihrem aktuellen Song „Old Tomorrow“ von ihrer kommenden Platte „Lies, Blood and Tears“. Wir haben Vocalist Stefan Kahr für ein paar Fragen gewinnen können.

Die seit 2009 bestehende steirische Grunge-Rock-Band My Final Second rund um Sänger und Songwriter Stefan Kahr gibt zurzeit Gas: Zwei neue Lieder wurden in den letzten Monaten veröffentlicht, an weiteren wird fleißig gearbeitet. Neben der Musik ist der 25-jährige Sänger als Kinderbetreuer beschäftigt, in seiner Freizeit widmet er sich aber am liebsten der Musik.

music-news.at:Aus einem Facebook-Post geht hervor, dass du nach Bandkollegen gesucht hast; wurden schon welche gefunden? Wenn nein: Welche Eigenschaften sollten Interessierte mitbringen?

Stefan Kahr:Leider suche ich noch immer. „Lies, Blood and Tears“ wird also in Zusammenarbeit mit guten Freunden aus der Musikerszene aufgenommen.
Wichtig bei einem Bandmitglied ist es mir, ihn oder sie nicht nur als ein solches zu sehen, sondern auch als Freund. Wir sollten eine Gemeinschaft aus musikalischer Leidenschaft und Kreativität sein und auch eine für unsere Fans. Alles Weitere ergibt sich dann über die Sympathie.

music-news.at:Wie bist Du persönlich zur Musik gekommen?

Stefan Kahr:Das ist eine gute Frage; wahrscheinlich deshalb, weil mir die Musik ein Gefühl von Sicherheit gibt. Ich bin selbst ein ruhiger und schüchterner Typ – mit der Musik kann ich meine andere Seite zum Ausdruck bringen, ausleben und genießen. Mit der Musik blockiere ich negative Gedanken und fange an, zu summen oder zu singen, wenn es mir mal nicht so gut geht.

music-news.at:Wo wurde das erste Album „Times of Sorrow“ und wo wird das aktuelle zweite Album „Lies, Blood and Tears“ aufgenommen?

Stefan Kahr: „Times of Sorrow“, „Break the Mirrors“ und das aktuelle Album wurden und werden alle im selben Studio in der Steiermark produziert.

music-news.at:Du schreibst die Songtexte deiner Band selber – woher nimmst du die Inspiration dafür?

Stefan Kahr:Meine Inspiration liefert mein eigenes Leben, aber auch die Erfahrungen von Freunden und Bekannten. Ich schreibe fast alle Texte selbst, bis auf „Otherside“ und „Kill me“, diese wurden von der Ex-Frau meines Produzenten und Freundes geschrieben.
Manchmal träume ich aber auch von etwas, was unbedingt in meinen nächsten Song einfließen sollte, oder lese ein Schild, das mich dazu anspornt neue Texte zu schreiben.

music-news.at:Wie entstehen typische Songs bei dir?

Stefan Kahr:Ich habe mich selbst, ehrlich gesagt, noch nicht gefragt, wie ein Song entsteht. Wahrscheinlich greift mein Unterbewusstsein ein Thema auf, das es zu bewältigen gibt, danach folgt in Gedanken eine grobe Melodie, ein Rythmus und der Takt.
Dann schreibe ich dazu den Text, und nach ein paar Änderungen, bis der Song vom Gefühl her passt, ist ein typischer Song von mir fertig.

music-news.at:Kannst du drei Lieblingslieder deiner Band My Final Second aufzählen? Warum magst du diese am meisten?

Stefan Kahr:Das erste der drei Lieblingslieder meiner Band ist „Ruins“, darin geht es um die Trennung meiner Eltern – mein Leben fühlte sich danach an als wäre es eine Ruine. Der Song spricht mir aus der Seele. Er ist einer meiner Lieblingssongs, weil er mich in einer schweren Situation sehr bestärkt hat.
Der zweite wäre wohl „Bad Memories“: Der Song erinnert mich daran, all meine negativen Erinnerungen auszublenden und positive Energie zu tanken.
Und der dritte von den bisher veröffentlichten ist „Lights and Shadows“, da ich diesen Song meiner verstorbenen Hündin gewidmet habe und er mich mit ihr verbindet und meine Trauer ein kleines bisschen lindert.

music-news.at:Du arbeitest schon fleißig an einer neuen Platte „Lies, Blood and Tears“: Wann wird das Album voraussichtlich erscheinen? Wie geht es dir im Erschaffungsprozess?

Stefan Kahr:Geplant habe ich, es an Halloween 2018 zu veröffentlichen. Der Erschaffungsprozess läuft gut, sogar sehr gut. Aber gut Ding braucht eben Weile.

music-news.at:Im September 2016 wurde die Demoversion des zweiten Songs auf dem neuen Album veröffentlicht: Was hat dich dazu bewegt „Old Tomorrow“ zu schreiben? Gibt es eine Geschichte dahinter?

Stefan Kahr:„Old Tomorrow“ habe ich für einen guten Freund geschrieben, der emotional nicht über seine Ex-Freundin hinweg gekommen ist. Mit dem Lied wollte ich ihm helfen und unterstützen, seinen eigenen Weg zu gehen und sie einfach aus seinen Gedanken zu löschen. Der Song ist aber auch für mich in der Hinsicht von Bedeutung, weil auch ich immer wieder enttäuscht wurde.

In der Zwischenzeit rockt und haut rein!

music-news.at:Abschließend würden wir natürlich alle gern erfahren, auf welche Charaktereigenschaften des kommenden Albums wir uns freuen können. Möchtest du uns da Näheres verraten?

Stefan Kahr:Es wird ein komplett neues Album zu erwarten sein. Die Texte werden Themen wie Zusammenhalt, die Zerstörung der Menschheit gegenseitig, Menschenhandel, et cetera behandeln. Man darf sich auf ein emotionales und rockiges Album freuen, mit Texten die zum Nachdenken anregen sollen. Was genau das Album bringen wird, bleibt aber eine Überraschung. In der Zwischenzeit rockt und haut rein!

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.