Die österreichische Gruppe Solarjet, die seit 2012 in dieser Formation existiert, ist gerade dabei, sich den Weg in die heimische Musikszene zu bahnen.

Nach erfolgreichen Touren durch das Nachbarland Deutschland geht es jetzt auch in dem Ursprungsland der vier Kärntner richtig heiß zur Sache. Welche Events bevorstehen, was die Jungs motiviert und wie sie sich untereinander verstehen haben wir für euch herausgefunden.

PARADOX: Der Name Solarjet ist spannend, da er im umgangssprachlichen Sinne keine Bedeutung trägt. Wofür steht Solarjet denn eigentlich?

Solarjet: Solarjet steht für einen Flieger, der von Licht angetrieben ist. Vom Licht begleitet stets nach oben.

PARADOX: Ihr seid vier junge Burschen. Wie habt ihr euch kennengelernt und wie versteht ihr euch untereinander so? Seid ihr nur Bandkollegen oder verbindet euch auch eine Freundschaft?

Solarjet: Manuel und ich [Rene] sind Cousins. Wir sind zusammen aufgewachsen und haben damals unsere Fußballklamotten gegen billige Gitarren eingetauscht und angefangen, Musik zu machen. Thomas haben wir quasi am Fußballplatz aufgegabelt, in den Proberaum gezerrt und einen Bass umgehängt und Christian war der Musikallrounder unserer Schule und so für uns unumgänglich. Es ist manchmal schon richtig unheimlich, wie viel Zeit wir miteinander verbringen. Wir wollten sogar alle schon in ein Haus ziehen. Wir haben irgendwie die Schnauze immer noch nicht voll voneinander, zumindest nicht lange.

PARADOX: Man kann bei eurer Musik ganz klar einen Wandel hin zum Mainstream beobachten. Was hat euch dazu motiviert, Euch diesem anzuschließen?

Solarjet: Hier geht es eher weniger um eine bewusste Entscheidung. Wir schreiben stets das, was wir fühlen und worauf wir Bock haben. Natürlich gibt es da Produzenten, die das Ganze manchmal entweder bis zu einem gewissen Grad „gerade biegen“ oder uns auch ermutigen, etwas mehr „Dirt“ in den Laden zu bringen. Wir haben öfter gehört, dass wir „zu rau für den Mainstream, aber zu glatt für den Underground“ wären.

PARADOX: Man kennt euch besonders durch PULS 4. Was hat euch dazu bewegt, dort 2014 an einer Castingshow teilzunehmen?

Solarjet: Wir wurden immer wieder von namhaften Größen aus der heimischen Musikszene angerufen, motiviert und am Ende in gewissem Maße „überredet“, mitzumachen. Was uns überzeugt hat, war, dass man sich im TV präsentieren konnte und zwar so, wie man wirklich ist. Wir haben unsere eigenen Songs gespielt, viel Reichweite dazugewonnen und „wichtige“ Leute kennengelernt.

PARADOX: Uns interessiert natürlich auch euer Privatleben. Könnt ihr ein bisschen über euch und eure Hobbys erzählen?

Solarjet: In unserer Freizeit spielen wir gerne mal Fußball. Manuel ist eher so der extreme Typ. Musikalisch mehr in den sanften Gefilden beheimatet, können im echten Leben schon mal Auerbachsprünge von 22 Meter hohen Klippen vorkommen. Er ist auch der einzige mit einem Motorradschein. Bowlingspielen in den verschiedensten Städten hat sich mittlerweile als Tourritual durchgesetzt. Musikalisch sind wir mit der Zeit sehr vielseitig geworden. Thomas liebt es, wenn der Bass pumpt, Rene hört sehr gerne textlastige Musik mit fetten Gitarren und uns alle verbindet die Liebe zu Taylor Swift.

PARADOX: Warum hat es euch überhaupt in die Musikszene verschlagen? Was habt ihr vorher gemacht?

Solarjet: Studenten, IT-Techniker, Mechatroniker – alles vorhanden bei uns. Seit einiger Zeit haben wir das alles aber an den Nagel gehängt, um uns ganz der Musik zu widmen. Klar gibt es hier und da mal Gelegenheitsjobs, aber für die meisten von uns gab es eigentlich nie so eine richtige Alternative zur Musik.

PARADOX: Was ist euch im Leben am wichtigsten, was sind eure Prioritäten?

Solarjet: Ganz klar der Fame (lacht). Nein, Spaß beiseite. Kurz gesagt: Glaube, Liebe, Hoffnung.

PARADOX: Gibt es für euch ein ultimatives Ziel, das ihr gerne erreichen würdet?

Solarjet: Wir wollen natürlich weiter von der Musik leben, mehr Leute mit unserer Musik erreichen und irgendwann selbst die großen Hallen ausverkaufen. Vor allem aber wollen wir die Liebe zur Sache und die Leidenschaft nicht verlieren und dann ist es auch egal, vor wie vielen Leuten man spielt. Das machen zu dürfen, was man liebt, und zu wissen, dass es sich lohnt, das wäre so die Kurzfassung eines gelungenen Lebens.

PARADOX: Wie seht ihr eure Chancen, euch im deutschsprachigen Musikraum langfristig zu etablieren?

Solarjet: Wir denken, dass sich Dranbleiben immer lohnt und das merken wir auch. Wenn man beständig hart arbeitet, erntet man auch irgendwann die Früchte. Dranbleiben und hart arbeiten tun wir auf alle Fälle, aber natürlich wissen wir, dass der Markt groß ist und es mehr braucht als nur „good will“. Wir machen auf alle Fälle weiter, egal wohin die Reise geht. Hauptsache gehen!

paradox_003_werbung_mm

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.