Die Gruppe Tagtraeumer setzt sich aus fünf Jungs, die alle um die 20 sind, zusammen. Sie werden als die österreichischen Newcomer schlechthin bezeichnet, und verzeichnen große Erfolge mit ihrem Lied „Sinn“. Man kann ihren musikalischen Aufstieg als ein modernes Märchen bezeichnen, da sie ohne Kontakte im Musikbusiness und ohne Geld einen sensationellen Start in dieser Branche hingelegt haben.

Tagtraeumer bestehen aus dem Frontmann und Leadsänger Thomas Schneider, dem Gitarristen Kevin Lehr, dem Bassisten Alexander Putz, dem Pianisten Matthias Kalcher und Tobias Fellinger an den Drums. Auch wenn viele sagen, dass ihnen Tagtraeumer kein Begriff ist, kommt spätestens nach einer kurzen Hörprobe der Aha-Effekt und es klingelt dann bei den meisten. Vor kurzem brachten sie auch ihr erstes Album “Alles OK” auf den Markt, das sie in ganz Österreich präsentiert haben. Wir haben Tagtraeumer getroffen und ihnen ein bisschen auf den Zahn gefühlt.

PARADOX: Was hat euch dazu bewegt Musik zu machen?
Thomas Schneider: Mich persönlich hat ein tragischer Vorfall bewegt Musik zu machen. Eine Person ist gestorben, dann habe ich angefangen Texte zu schreiben, gerappt und dann irgendwann gesungen.

PARADOX: Was ist für euch Musik? Also wie würdet ihr Musik beschreiben?
Alexander Putz: Es ist eigentlich ein Lebensinhalt, eine Kunstrichtung. Es kann Gefühle auslösen, es kann Emotionen auslösen, auch Probleme lösen.
Kevin Lehr: Spaß eigentlich. Musik ist ein Fluchtort.
Thomas Schneider: Naja, Musik ist jetzt meine Arbeit, mein Hobby und meine Leidenschaft.

PARADOX: Was war vor Tagtraeumer eure Arbeit oder euer Beruf?
Thomas Schneider: Ich mache seit ich 17 bin nichts anderes. Ich hab mich wirklich nur darauf fixiert, dass ich Musik mache und ja, so lernt man es eben am besten, wenn man nur das macht.
Alexander Putz: Ich hab nach der Matura eine HTL angestrebt, ein Kolleg für Innenarchitektur.
Kevin Lehr: Ich spiele seit ich zwölf Jahre alt bin Musik in verschiedensten Bands und dann habe ich nebenbei die Matura gemacht und dann Zivildienst und jetzt Tagtraeumer.

PARADOX: Was macht ihr denn ganz privat so? Was macht ihr beispielsweise an einem normalen Sonntagnachmittag?
Kevin Lehr: Gemütlich laufen gehen vielleicht, oder ein bisschen lernen, Gitarre spielen, auch Musik machen. Wenn es im Sommer schön ist ins Freibad gehen oder an den See fahren oder mit Freunden gemütlich einen Radler trinken.
Alexander Putz: Ich verbringe sonst Zeit mit meiner Freundin und sonst eigentlich nur Musik.
Thomas Schneider: Ich mache Musik.

PARADOX: Das ganze Star-sein und in den Charts-sein, das ist ja neu für euch. Wo fängt das Star-sein an Spaß zu machen und wo kommt ihr dann an eure Grenzen?
Kevin Lehr: Es macht unheimlichen Spaß wenn man irgendwo in der Schlange steht und irgendwer ruft: „He, du bist ja der, geh her zu mir!“
Alexander Putz: Ja, mir macht es unheimlich viel Spaß und das ganze Drumherum eigentlich auch und Live-Spielen halt vor allem, das ist genau meins. An die Grenzen stoße ich, wenn der Tag halt zu lang wird.
Thomas Schneider: Da war einmal ein Mädchen, sie stand vor meinem Haus. Das immer und immer wieder und ich habe nicht gewusst warum. Naja, ich habe gewusst warum, aber das war mir dann schon ein bisschen unangenehm. Sie hat dann auch die Handynummer von meinem Bruder irgendwie bekommen und hat ihm dann geschrieben, weil ich sie schon fünfmal auf Facebook blockiert habe, mit fünf verschiedenen Accounts. Weil sie mich immer wieder geadded hat und sich treffen wollte.

PARADOX: Habt ihr persönlich auch so Favorit-Bands, oder Gruppen die ihr bewundert?
Kevin Lehr: Die Inspiration von meiner Seite her kommt jetzt von Musikern wie zum Beispiel Jamie Cullum oder von Bands wie Apologize, One Republic zum Beispiel, das sind coole Sounds.

PARADOX: Könnt ihr euren Musikstil mit nur drei Worten beschreiben?
Kevin Lehr: Melancholisch.
Alexander Putz: Poppig.
Thomas Schneider: Textlich anspruchsvoll.

PARADOX: Ihr seid jetzt schon relativ berühmt in Österreich, was ist für euch das Schönste dran?
Thomas Schneider: Ja, es ist schon so, dass uns einige Leute immer wieder erkennen und die trauen sich dann nicht herzukommen. Das find ich schön. Die schauen uns dann an, zeigen eventuell mit dem Finger auf uns. Das ist echt cool.
Kevin Lehr: Ja, ich war mal im Kino und da sind so drei Mädchen an einem Tisch gesessen und ich habe gemerkt, dass die über mich reden: „ Ja, das ist er.“ Und dann holen sie meistens das Handy raus, „schau das ist er wirklich“, und dann stehen sie auf und kommen her und machen ein Foto.
Alexander Putz: Ich bin nur der Bassist, mich kennt keiner.

PARADOX: Wie steht ihr persönlich zur österreichischen Musikszene?
Kevin Lehr: Ich finde die österreichische Musikszene, so wie sie jetzt ist, ziemlich cool.
Alexander Putz: Ja, es ist eigentlich gerade komplett im Wandel. Wenn man das mit vor zehn Jahren vergleicht, das ist weit nicht so viel. Ja, ich finde das auch sehr cool.
Thomas Schneider: Unendlich cool, ja ich finde die Entwicklung geil.

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