Liebich. Schon mal davon gehört? Nein? Dann wird es aber höchste Zeit für eine Aufklärung. Liebich ist der Name einer aufsteigenden Wiener Pop/RockGruppe, die Österreichs Musikszene aufwirbelt.

Steffi Fasching, Frontfrau und Songwriterin der Gruppe, schafft es mit ihren Worten mitten ins Herz zu treffen. Ein Talent, das sie stark von anderen Musikern abhebt und auszeichnet. Auch Georg Krommer, der sich an der Gitarre die Finger wundspielt, sticht mit seinem prägnanten Stil sofort aus der Menge heraus. Philipp Wolf, der wohl redseligste der Gruppe, arrangiert mit seinem Rhythmus Liebichs Songs. Als Drummer bringt er die Lieder wohlgekonnt auf ihre Höhepunkte. Dann bleibt noch Uwe Mondschein, der Bassist. Eher schüchtern und noch ein wenig unsicher zeigt er sich bei unserem Interview. Auf der Bühne weiß er aber, wie man Gas gibt. Diese Viererkonstellation ist also Liebich. Um sie aber genauer kennenzulernen, sind wir ein wenig ins Detail gegangen. Wir haben sie durchlöchert, herausgefordert und manchmal auch beinahe sprachlos gemacht. Um ihre Musik und ihre Philosophie besser zu verstehen, haben wir Liebich getroffen. Rede und Antwort sind sie uns gestanden und haben uns intime Einblicke in ihr Schaffen gewährt.

PARADOX: Liebich ist ja ein etwas sonderbarer Name. Wie seid ihr auf den gekommen?

Georg: Wir haben irgendwann mal einen Song gespielt und die Steffi hat einfach gesagt: “Das lieb ich“, und so ist der Name entstanden. Wir haben uns angeschaut und gewusst: Wir nennen uns einfach Liebich.

PARADOX: Habt ihr, als Gruppe oder privat, irgendwelche großen Visionen?

Steffi: Wir wollen mit dem was wir machen einfach Menschen erreichen! Viele Menschen sagen, ihnen ist es ähnlich gegangen, also was unsere Texte betrifft. Denen dann auch ein bisschen die Kraft zurückgeben, dass sie wieder an sich selbst glauben.

PARADOX: Könnt ihr euch vorstellen, euer ganzes Leben wegen der Musik auf den Kopf zu stellen? Also wenn ihr so großen Erfolg haben solltet, dass euer Leben so wie es jetzt ist, sich verändert?

Georg: Ja, wenn es wirklich soweit kommt selbstverständlich.

PARADOX: Was motiviert dich als Songwriterin Lieder zu schreiben?

Steffi: Meistens irgendetwas, das ich gerade erlebt habe und das ich verarbeiten kann. So kann ich Erlebnisse am besten verarbeiten, indem ich darüber schreibe. Die meisten Melodien fallen mir an irgendwelchen Busstationen ein, was immer sehr peinlich ist. Ich summe es dann immer so halbversteckt ins Handy hinein.

“Steffi ist die 9 Volt Batterie, sie prescht enorm nach vor. Das find ich super!”

PARADOX: Wie viel Energie und Zeit investiert ihr in die Band? Auftritte, Proben, Studio alles mit eingeschlossen.

Uwe: Geringfügig und den Rest schwarz. Georg: Wie es sich eben ausgeht neben dem Job und allem was sonst noch ansteht. Aber der Rest der freien Zeit fließt eigentlich in die Band.

PARADOX: Wenn man so wie ihr, so viel Zeit in Musik investiert und dann auch noch einen Job hat, stellt sich die Frage: Wie entspannt ihr euch?

Steffi: Also für mich ist das Musikschreiben Entspannung und der Ausgleich zum Alltag. Im Winter tut es auch ein heißes Bad, natürlich mit Kerzen. Georg: Ich habe ein paar Monaten wieder einen kleinen Hund und das ist meine Entspannung.

Philipp: Mein Ausgleich sind Filme und Computerspiele und ich brauche das auch ein bisschen als Ausgleich zu meinem Job. Ich mache jeden Tag Musik und wenn man das Hobby zum Beruf macht ist das zwar total super, aber es fehlt dann halt irgendwie das Hobby.

Liebich 2015 (c) David Lenhard (4)

Liebich – (c) David Lenhard

PARADOX: Was ist für euch das Wichtigste in eurem Leben? Was ist für euch sozusagen der zentrale Faktor?

Georg: Das Wichtigste ist, dass man glücklich ist und dass man mit sich selbst im Reinen ist. Philipp: Wenn man das machen kann, worauf man Lust hat und was einem Spaß macht. Das ist dann eh schon das, wo man hin will.

PARADOX: Habt ihr schon mal daran gedacht an einer Castingshow teilzunehmen?

Steffi: Nein, ich glaube wir sind zu alt für das. Also Georg und ich sind zu alt dafür. Definitiv.

PARADOX: Könnt ihr euch gegenseitig kurz beschreiben? Vielleicht beginnen wir gleich mit Uwe, von dem hört man ja am wenigsten.

Steffi: Uwe spricht nicht so gerne. Uwe ist unser Technikgenie und einfach ein geiler Bassist!

Philipp: Bei Uwe trifft einfach das Sprichwort: “Stille Wasser sind tief” wirklich wie die Faust aufs Auge.

Georg: Frontmann, Rampensau und absolute Plaudertasche!

“Georg ist der Ruhepol in der Band. Er strahlt eine Gelassenheit aus, die total beruhigt.”

PARADOX: Dann beschreibt bitte kurz Georg ein bisschen.

Steffi: Georg hat ein unglaubliches Talent, weil er den Noten trotzt. Er lernt sie nicht und er kann sie nicht. Aber er spielt alles.

Philipp: Georg ist der Ruhepol in der Band. Er strahlt eine Gelassenheit aus, die total beruhigt.

Uwe: Ich glaube Georg ist von uns am meisten in der Musik während wir spielen. Das ist wirklich cool.

PARADOX: So, und noch eine kurze Beschreibung von Philipp bitte.

Steffi: Philipp ist sehr professionell in dem was er tut. Er holt uns auch immer zurück in die Realität.

Georg: Der Musikprofessor, der es wirklich kann.

Uwe: Philipp ist unser Hauptarrangeur. Er ist von uns am weitesten und zieht uns einfach mit.

PARADOX: Jetzt fehlt noch die Frontlady Steffi, was gibt es zu ihr zu sagen?

Philipp: Steffi ist die 9 Volt Batterie, sie prescht enorm nach vor. Das find ich super! Georg: Stimmt genau. Life is too short.

Uwe: Steffi hat ein unglaubliches Gefühl für Melodie und beim Rest schließe ich mich an.

Wie wir gerade lesen konnten, hat Liebich eine ganze Menge zu bieten. Privat als auch musikalisch. Wohin sie ihr musikalischer Weg noch führt, wird spannend. Eines ist aber sicher, sie haben zweifellos das Potential eine der erfolgreichsten Bands Österreichs zu werden. Wie genau sie das anstellen werden, darauf darf man gespannt sein. Für uns steht jedenfalls fest: Liebich lieben wir.

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