I like trains.

#Yolo

You only live once so just go fucking nuts – ganz im Sinne der Zeilen im Song von Suicide Silence und dem mittlerweile wahrscheinlich schon wieder veralteten Internet-Trend-Dingens #YOLO habe ich mich am Freitag vor einer Woche in den Zug gesetzt und bin nach Budapest gefahren. Alleine. Warum? Naja, die Frage die wir uns hier eigentlich stellen sollten, ist….

…warum nicht?

Bahnhof

Bahnhof Keleti in Budapest

Ein bisschen Hintergrund hatte das Ganze natürlich aber schon. Above Us The Waves, eine Metalcore/Hardcore Band aus Kavala in Griechenland hat auf ihrer Balkan-Tour eine Show in der ungarischen Hauptstadt gespielt und nachdem ich schon seit ca. eineinhalb Jahren via Facebook mit ihnen in Kontakt bin, wollte ich die Jungs jetzt endlich auch mal live sehen. Eigentlich waren nämlich auch zwei Shows in Österreich geplant, in Wien und in Graz. Nachdem ich erfolglos alle meine „Connections“ in der Szene kontaktiert hatte um die Shows auf die Beine zu stellen und die Veranstalter und Booker auch nicht unbedingt wahnsinnig hilfreich waren, ist das Ding dann irgendwann untergegangen. Bedankt euch mal bei den Leuten, die ihre e-Mails nicht lesen. Grr. Als sie dann im Sommer ein paar Tourdates veröffentlicht haben, unter anderem Shows in Sofia und Bucharest und eben auch in Budapest, freute ich mich natürlich, dass eine Tour zustande gekommen ist. Ein paar Gespräche mit den Jungs später fand ich eigentlich keinen Grund mehr, nicht zur Show nach Budapest zu fahren. Immerhin wurde mir ein Schlafplatz und ein Stück Pizza angeboten. Wie sollte ich Nein sagen?

Ich trat also am Freitag (24. Oktober) die Reise an, 0500 Tagwache, um mit der ersten sinnvollen Zugverbindung Richtung Ungarn aufzubrechen. Die Fahrt nach Wien habe ich fast komplett verschlafen, im zweiten Zug wurde ich dann semifreiwillig von einem Herren in ein Gespräch verwickelt. Um 13:01 kam ich dann in Budapest an, mit nur den selben zwölf Minuten Verspätung, die der Zug bei der Abfahrt in Wien auch schon hatte. Ich bin überrascht und irgendwie stolz auf die ÖBB.

Sightseeing, oder so ähnlich.

Nachdem der Wetterbericht für’s Wochenende eher ungünstig aussah, war ich vorbereitet: Winterjacke, Haube, Schal, Handschuhe, Schirm – das volle Programm. Auf die Art von Kälte, inklusive Wind und Regen, die mich beim Verlassen des Bahnhofs erwartete, war ich allerdings nicht gefasst. Pflichtbewusst (und neugierig) wie ich bin, habe ich mich trotzdem zu einer kleinen Sightseeing Tour in der Innenstadt durchgerungen. Diese endete dann nach ca. drei Stunden, komplett durchnässt und ohne Gefühl in Händen und Füßen im Restaurant zur goldenen Möwe, manchmal auch liebevoll „Schachtelwirt“ genannt. Heizkörper und Free Wifi trumpfen schlechtes Gewissen. Man sieht die Witterungsbedingungen übrigens im Titelbild ganz gut. Um 17 Uhr machte ich mich dann auf den Weg zum Club „KVLT BP“, der von außen mehr einer Autowerkstatt ähnelte, als einer Konzertlocation. Umso überraschter war ich, dass der Bar- und der Bühnenbereich im Keller cool dekoriert und mit kreativen Sitzgelegenheiten aus Autoreifen bestückt waren. Das würde dann auch wieder zu der Autowerkstatt-Theorie passen.

Above Us The Waves

Bühnenbereich im KVLT BP

Above Us The Waves kamen dann um 19 Uhr mit satten zwei Stunden Verspätung beim Club an (die Schuld schiebe man den Grenzbeamten zu. Anscheinend sind Countries nicht nur Lines, drawn in the sand with a stick. Wer die Anspielung versteht, kriegt einen virtuellen Keks von mir.) und waren trotz ewig langer Fahrt richtig gut drauf und motiviert. Ich wurde herzlichst begrüßt und verstand mich mit der Truppe auf Anhieb wirklich toll. Achja, übrigens war die Show auch noch gratis, was heutzutage verdammt selten ist.

….. Part II coming soon. Stay tuned.

Fotocredit: Above Us The Waves

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