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Einige der größten Bands haben ihren Ruhm der weiblichen Führung zu verdanken. Den Überblick über die Masse dieser zu behalten ist jedoch beinahe unmöglich.

Die Musikszene ist und bleibt extremst vielfältig – Und wird auch immer vielfältiger. Im Grunde genreunabhängig steigt die Anzahl an Jungbands und den Überblick zu behalten fällt von Tag zu Tag schwerer. Dies trifft nicht nur auf Musiktruppen aller Art zu, sondern genauso auch auf femal-fronted Bands im speziellen. Begonnen hat dies alles schon in den 1920er Jahren, im „Jazz Age„, wo wohl erstmals Bands mit Frontfrauen bekannt wurden.
Aus diesem Anlass und um euch einen kurzen Überblick zu geben, hier ein paar österreichische female-fronted Truppen, die ihr unbedingt kennen solltet:

White Miles

White Miles sind ein Tiroler Rock-Duo mit Versiertheit auf Stoner– und Bluesrock. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als „dirty pole dance stoner blues rock„. Frontfrau Medina Rekic haut fette Riffs mit ihrer Telecaster E-Gitarre raus und singt sehr kraftvoll, während Hansjörg Loferer (Lofi) den Beat an den Drums vorgibt. Gründung der Band war 2011. Seit 2014 sind sie europaweit auf Tournee. Das Duo war unter anderem als Vorband für die Truckfighters und die Eagles Of Death Metal tätig. 2016 konnten sie sogar das Nova Rock Festival unsicher machen. Außerdem brachten die Tiroler ihr zweites Album „The Duel“ raus.

Luise Pop

2004 als Dust Collective gegründet benannte sich die Gruppe 2007 in Luise Pop um.
Die Wiener Indie-Pop Band wartet gleich mit dreifach weiblicher Besetzung auf. Die Band inszeniert sich sehr schön oldschool. Vera Kropf fungiert an der Front. Mit Gitarre und wirklich zauberhaftem Gesang legt sie vor. Der wunderbar leichte Gesang wird von Bassistin Erin Stewart und der am Synthesizer werkelnden Lisa Berger schön untermalt. Martin Lehr gibt dem Ganzen mit den Drums den letzten Schliff. Nach mehreren Alben ist es leider in letzter Zeit relativ still um die Truppe geworden. Hoffen wir mal, da kommt noch was!

Sex Jams

Musikalisch fühlen sich die fünf Wiener Musiker und Musikerin in der Underground Szene der 80er und 90er Jahre heimisch. Klanglich könnte man sie mit Bands wie Blondie oder Sonic Youth vergleichen. Katarina Trenk erledigt die Vocals, Wolfgang Möstl und Lukas Bauer hauen Gitarrenriffs der alten Schule raus und Rudi Breitenthaller sitzt an den Drums. 2010 veröffentlichte die Band ihr Debütalbum „Post Teenage Shine„. Danach begann die erste große Livekonzert-Phase. Für ihr im Frühjahr 2013 veröffentlichtes zweites Album „Trouble, Honey“ ernteten sie eine Menge Lob. Weiters folgte 2014 „Junkyard/Queens Club“ und „Catch!“ im Jahre 2015 als neueste Werke. Die Band scheint sich nicht allzu ernst zu nehmen und verströmt eine Coolness, wie man sie nicht allzu häufig erleben darf. Sex Jams sind übrigens auch am Popfestival 2016 in Wien vertreten. (Näheres zum Popfest 2016 findet sich hier.)

We Walk Walls

Dream-Pop, New Wave, Dance und Rock’n’Roll. Es fällt nicht so einfach das Quartett einem Genre zuzuordnen. Alle Stücke werden von Patricia Ziegler, die an Synthesizer und Keyboard sitzt und Silvio Haselhof, der zwischen Keyboard und Gitarre wechselt, getextet und gesungen. Am Bass ist Matthias „Maze Matik“ Elsing und die Drums dirigiert Stefan Elsing. 2013 erschien das Album „Ceremonies„, welches sie in ihrem eigenen Studio aufnahmen. 2014 war die Band für den FM4 Award nominiert, der im Rahmen des Amadeus Austrian Music Award verliehen wird. 2015 erschien ihr aktuelles Album „Opportunity„.

Everlasting Dawn

Als nächstes lohnt es sich für euch in die Metal Gefilde vorzudringen. Sofern ihr diesen zugetan seid, wird euch die Grazer Melodic Symphonic Death Metal Band sicherlich gefallen. 2010 gründete sich die sechsköpfige Truppe rund um Sängerin Lisa Tomantschger. Weiters bestand die Band aus Adrian Wolfgang am Keyboard, Markus Mayerwieser am Bass und Dave Slut sowie Dave „King“ König, welche ihre Metalriffs an den Klampfen runtershredderten. Dave Slut growlt zusätzlich zu Lisas cleanem Gesang. Nach einer ersten Demo im Jahr 2011 brachte die Truppe 2012 „Of Frozen Hearts and Bloody Whores“ und zwei Jahre später, im Jahr 2014, „Seduction – Passion – Death“ raus. Dies sollte auch ihr letztes sein, 2015 löste sich die Gruppe auf.

Toxic Toy

Die sechste und somit letzte Band, die wir hier erwähnen möchten ist ebenfalls dem Metal zuzuordnen, genauer gesagt dem Electronic-Metal. Den Stil der Gruppe könnte man mit Adjektiven wie „groovig“ beschreiben. Einflüsse von Groove Metal Bands sind jedenfalls deutlich zu erkennen. Die Hartberg/Voitsberg-Connection existiert seit dem Jahr 2002 und bislang wurden zwei EPs veröffentlicht: „Public Alert“ im Jahre 2003 sowie „Intended for nocturnal yelling“ zwei Jahre später. Das erste Album „Playground“ ist im Herbst 2009 erschienen. Die Band setzt sich zusammen aus Bernadette Weghofer mit ihrem kräftig brutalem Gesang, Elmar Mandl, der dem ganzen einen Unterbau mithilfe des Basses gibt, dem Gitarristen Markus Theinschnack, Fritz Wabnegger an den Drums und Michael Süß mit diversen Sound-Effekten.
In den vergangenen Jahren konnte die Band viele erfolgreiche Auftritte in ganz Österreich absolvieren. Unter anderem fungierte Toxic Toy als Support für Emil Bulls, Sonic Syndicate, Pro Pain und Ektomorf.

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