Am 14. Februar fand die dritte und letzte Vorrunde des Local Heroes Bandcontests in der Arena Wien statt. Von den acht angetretenen Bands konnten sich gleich vier über den Aufstieg ins Gebietsfinale am 16. April freuen.

Wir betreten die kleine Halle der Arena Wien und schauen uns um, noch ist nicht viel los, der Soundcheck des Drumsets ist noch im Gange. Sonntag Abend ist ja nicht gerade ein guter Zeitpunkt für eine Bandcontestvorrunde, aber da sich in Wien so viele Bands angemeldet hatten, ritterten die Newcomerbands seit Freitag um die Plätze im Gebietsfinale. Auch heute sind wieder acht Bands auf dem Plan.

Der Abend beginnt mit Spicecake, sie spielen funkigen Rock mit Pop-Elementen. Es geht also schon mal beschwingt los. Jede Band hat nur 20 Minuten, danach muss gewechselt werden. In der ersten Umbauphase betritt die wirklich junge Band Gentle5 die Bühne. Sofort brandet Jubel auf. Okay, es scheint, als wäre der Publikumssieger gefunden. Die Burschen spielen netten Pop/Rock und zeigen für ihr junges Alter schon gute Ansätze. Zumindest das Problem vieler junger Bands, nicht zu wissen, wie man Publikum zu den Auftritten lockt, haben sie schon gelöst.

Ein Abend der Kontraste

Mit 3 Minutes Legend zeigt sich wieder, wie vielfältig Bandcontests sind. Die Herren der folgenden Rockband sind schon nicht mehr im Studentenalter, zeigen aber den Jungen, wie man ordentlich Druck macht. Besonders ihr virtuoser Schlagzeuger sticht aus der Gruppe heraus. Der Contest der Kontraste geht weiter mit The Groovecake Factory. Diese Formation hat sich dem Country Pop verschrieben. Der Moderator weist auch gleich darauf hin, dass zum ersten Mal in der über zehnjährigen Geschichte des Local Heroes Contests eine Kontrabassistin auf der Bühne steht. Die Band zeigt ein sehr interessantes Programm und einen kompakten Bandsound. Auch, wenn man kein Countryfan ist, muss man zugeben, dass die Band etwas hat. Sie werden auch mit dem ex aequo Sieg in der Jurywertung belohnt.

Danach geht es wieder in einer härteren Gangart weiter. Forecasted Fever machen Indie/Alternativ Rock. Durchaus interessante Riffs und eine gute Bühnenpräsenz, kombiniert mit der Unterstützung der treuen Fans ermöglichen den Gesamtsieg und den Aufstieg ins Gebietsfinale. Nach der nächsten Umbauphase erklimmen Chasing Sounds die Bühne und zeigen eine sehr ausgereifte Hardcore Punk Show. Da dieses Genre nicht mehrheitsfähig zu sein scheint, und die Band auch wenig Publikum in die Arena locken konnte, ist hier für sie schon Endstation.

Ein langer Abend geht zu Ende

Als vorletzte Band steht Vibratör auf dem Plan. Die Hardrocker bestehen aus Vorarlberger Studenten, die nun in Wien leben und in der neuen Umgebung nach Auftrittsmöglichkeiten suchen. Sie zelebrieren Heavy Metal in einer Weise, dass sicher auch Lemmy stolz auf sie gewesen wäre. Auch sie werden von der Jury mit dem ex aequo Sieg belohnt und dürfen auch am 16. April nochmals im Gebietsfinale starten. Behind Helios musste mit dem letzten Startplatz vorlieb nehmen, der an diesem Abend sicher nicht die beste Ausgangsposition zu sein scheint. Viele Fans sind schon nach Hause gegangen und es sind hauptsächlich nur noch die Mitglieder der anderen Bands anwesend, um zu erfahren, wer nun als Sieger hervorgehen wird. Dennoch bemühen sich Behind Helios und hätten sich für ihre Alternative Metal Show mehr verdient, aber auch für diese Band ist hier Endstation.

Es war ein facettenreicher Abend in der Arena, music-news.at gratuliert den Siegern und wünscht viel Glück für die nächste Runde.

Hinterlasse eine Antwort

Deine Email Adresse wird nicht veröffentlicht.